1. #1
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    Die Geister, die ich nicht rief - Stille Rache

    In der Türe stehen Geister, welche niemand rief.
    Schon am frühen Morgen kommen sie, im Sühnekleid
    Und nicht nachts, als ich nur eine Alptraumstunde schlief.
    „Vor fast sieben Jahren, weißt du noch? Das tut mir leid!

    Niemals wollte ich dich jemals so verletzen! Nie!“
    Doch ich weiß es besser. Traf ihn doch wohl alle Schuld!
    Seine Sünde ist alt. „Weshalb ich dir nicht verzieh,
    Liegt an meiner ewig hoffend, wartenden Geduld.

    Seelennarben heilen langsam und besonders schwer,
    Reiß sie nicht auf, sondern geh!“, entgegne ich ihm hart.
    Wollte er nicht alles, was er tat? Sein Wort scheint hehr:
    „Ich bereue heute alles.“ Gott, wie er jetzt starrt…

    Dennoch schicke ich ihn einfach heim. Weit, ganz weit weg.
    Immer war sein Herz aus Stein. Verzeihe ich jetzt nicht,
    Ist auch meines nur der selbe elendige Dreck…
    (Tat es lange schon. Doch sag es nie dem Bösewicht!)
    Geändert von Nachteule (09.03.2012 um 01:04 Uhr)
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  2. #2
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    Hi, Nachteule -

    Rache ist ein Gericht, das man nur kalt genießen soll.
    Danach klingt es in Deinem Gedicht. Manche Reime kommen mir ein wenig gesucht vor, aber was schadet das.
    Die erste Strophe ist stark!
    Das "Heim" wird kleingeschrieben.
    Hab das Gedicht mit einer Art wohligem Schauder gelesen, denn solche Gefühle kenne ich auch.

    LG
    Barbarossa

  3. #3
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    Hallo Barbarossa,

    Rache ist ein Gericht, das man nur kalt genießen soll.
    Danach klingt es in Deinem Gedicht.
    Dann wurde ich schon mal nicht falsch verstanden. Hatte so die Angst, bei dem Schluss... Und ich gestehe auch, dass ich gegen Ende den einen oder anderen Reim suchen musste... Aber finde mal etwas, das sich auf "ihm" reimt... Ich hoffe, ich habe es einigermaßen hingebekommen.

    Die erste Strophe ist stark!
    Danke schön! Die lag auch schon fast 6 Monate in der Schublade und wurde dann noch von mir verfeinert. Ich hoffe, die seelischen Schäden, die das LI erlitten hat, kommen durch die Alptraumstunde rüber.

    Das "Heim" wird kleingeschrieben.
    Das Heim ist korrigiert. Danke!

    Hab das Gedicht mit einer Art wohligem Schauder gelesen, denn solche Gefühle kenne ich auch.
    Dann habe ich ja vieles richtig gemacht.

    Vielen Dank für deinen Kommentar!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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