1. #1
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    Diskretion bitte!

    Diskretion bitte!

    ©Hans Hartmut Karg
    2012

    Je mehr der Mensch nur heimlich bleibt
    Und nichts herauslässt, das ihn treibt,
    Ein Rumpelstilzchen und verschlagen,
    Nichts weitergeben und nichts sagen,
    Desto fragender wird die Welt,
    Die auf Neugierigkeiten zählt.

    Der Welt geht das im Grund nichts an,
    Doch will sie an den Menschen ´ran:
    Auch wenn nichts Schlimmes er getan
    Soll zeigen er, was er hat und kann.

    Damit nicht Mafia entsteht
    Und die Aufklärungsflagge weht,
    Wird indiskretes Wissen wichtig,
    Sonst bleibt Information nur nichtig.

    Je mehr der Mensch als Mensch berühmt
    Die Diskretion als Freiheit mimt,
    Desto verschlagener die Presse,
    Die eigentümlich und recht kesse
    Die Diskretion dann unterläuft,
    Gerüchte gerne weiter streut,
    Was sie heimlich hat aufgeschnappt –
    Das Opfer schöpft niemals Verdacht.

    Doch wird Intimes gar berührt,
    Geldgeilheit Fotogeist verführt,
    Kommt oft ein guter Mensch zu Schaden,
    Wenn Paparazzi ihn so jagen.

    Da kann es nie Verzeihung geben,
    Denn jeder Mensch hat nur ein Leben!

    Reportern kann Fairness gelingen,
    Wenn die Gesetze dies erzwingen
    Und ethisch sie dann leben aus
    Den Job – der doch kein Irrenhaus!

    *

  2. #2
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    vielleicht solltest du dir mal vor dem schreiben einen stichpunktzettel nehmen und zunächst notieren, was du überhaupt schreiben und am ende aussagen möchtest. wenn du dann schreibst, benutze entweder nur worte, die du auch kennst oder schlag worte, die sich irgendwie halbwegs gut reimen, nach, denn:
    Je mehr der Mensch als Mensch berühmt
    Die Diskretion als Freiheit mimt,
    jemand, der etwas mimt, mimt es nur. das wort mimen kommt vom altgriechischen mīmēsis, d.i. nachahmung. und so ists auch heute noch allgemein gebräuchlich. am ende deines textes forderst du ein gesetz zur einschränkung der pressefreiheit:
    Reportern kann Fairness gelingen,
    Wenn die Gesetze dies erzwingen
    Und ethisch sie dann leben aus
    Den Job – der doch kein Irrenhaus!
    ich muss bei deinen "mimenden" berühmtheiten sehr an putin denken. weißt du, was ich damit sagen will?
    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhängige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Künstler."

  3. #3
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    Re: Diskretion bitte!

    Lieber Kajn Kokosknusper,
    das hast Du vollkommen richtig erkannt - dazu brauche ich aber keinen Notizzettel! Die Nachahmung ist ja gerade das Problem der Nichtdiskreten, die eben nicht zur Identität "durchstarten" können, weil sie immer nur der Nachahmung verhaftet bleiben.....
    Herzliche Grüße H. H. Karg

  4. #4
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    abgesehen davon, dass der text teils ein schepperndes holter-di-polter und massen weises durcheinander ist, findet man manch wahres, aber auch manch übertriebenes. der ist sicher nicht teil deiner karg-verstorbenen dissertation.

    von der boulevardpresse erwartet man nur schmutz und schund. was ruperts mädels und buben allerdings abzogen, wurde nicht hart genug bestraft. da wären pro kopf und pappnase meiner meinung nach 15 jahre ohne bewährung zu verordnen gewesen, (inkusive dem unwissenden junior und auch gleich dem alten in ne doppelzelle im tower) dann würden die leute ihre methoden in zukunft sehr viel mehr im sinne der recherchierten privatisieren.


    Geändert von Goldart (11.03.2012 um 14:30 Uhr)

  5. #5
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    Lieber Master,
    mit meiner Dissertation hat das Gedicht tatsächlich nichts zu tun.
    Mir ging es bei der Darstellung des Zeitgeistes darum, die Ambivalenz von Diskretion bzw. fehlender Diskretion aufzuzeigen. Auf der einen Seite ist eine Gesellschaft ohne Diskretion ein Schaufenster, während eine Geschlossene Gesellschaft nur mit Diskretion zur Mafiakumpanei verkommen kann. Zu viel und zu wenig Diskretion zeigt im Grunde nur die Gefahr, wenn wir extrem leben.
    Beste Grüße H. H. Karg

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