Thema: Putins "Wahl"

  1. #1
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    Putins "Wahl"

    Der Präsident im Russenreich,
    Polarbär Putin, zarengleich,
    Der feiert sich als frisch „gewählt“,
    Weil hier nur sein Ergebnis zählt.

    Die „Wahl“ verschoben? Nimmer mehr.
    Das zu beweisen fällt nicht schwer.
    Beobachter, die filmten es.
    „Egal“, das antwortet er kess.

    Verkauft ihr nicht nur Öl und Rum?
    Nein: Wodka - und das Volk für Dumm!
    Demokratie? Die braucht man nicht.
    Opposition? Ab vors Gericht!

    Die Perestroika lahmt auch nie,
    Nur ihre… ähm…Philosophie
    Verändert ihre Richtung noch
    Denn Rückbau ist kein Stillstand! Doch?

    Matrjoschdew tauscht sein Amt schnell mal
    Mit seinem alten Prinzipal.
    Wie schafft ihr Russen das denn nur:
    Europas letzte Diktatur.
    Geändert von Nachteule (11.03.2012 um 15:11 Uhr)
    Meine Sydnatur:
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    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
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    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  2. #2
    Dr. Üppig Guest
    Da kann ich ja nur müde lächeln.

    Ungefähr so.
    Soviel von mir zum Thema des Gedichts, sonst artet das in einer Ost-West-Grundsatzdiskussion aus...

    Zum Inhalt: Putin mit Perestroika zu kombinieren, ist schlicht nicht richtig.
    Das Umschreiben von Medwedjew ist mir zuerst aufgefallen, mit der Umschreibung in der betreffenden Strophe passt das aber gut. Auch wenn wahrscheinlich wenige das Matrjoschka-Motiv erkennen werden (oder, nach diesem Kommentar, würden. ). Das Metrum gefällt mir, liest sich flott und flüssig. Kann auch ganz gut in der Satirerubrik stehen, die Grenzen sind dabei schwammig.
    In der 1. Strophe, 2. Vers, müsste m.M.n. "zarengleich" stehen, weil sonst "einem Zaren gleich" richtig wäre.
    In der 2. Strophe wirkt der "es-kess"-Reim doch etwas schwächer als die guten davor und danach. Aber das ist subjektive Wahrnehmung.

    Gerne gelesen und sehr gerne ein satirisches "Pah!" darauf erwidert.

    mfG
    Geändert von Dr. Üppig (11.03.2012 um 17:15 Uhr)

  3. #3
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    Hey Taras,

    Wenn ich auf der falschen Seite Stünde, dann wäre ich auch vorsichtig.

    Zum Inhalt: Putin mit Perestroika zu kombinieren, ist schlicht nicht richtig.
    Klar, das Gutste hat mir "der" Perestroika nichts am Hut, das war Gorbatschow und nutzte sie mit Glasnost, aber Perestroika heißt ja Umbau und meint den zu einem modernen Russland und im Endeffekt dann hin zur Demokratie. Wenn man das nun auf die entsprechende Strophe überträgt, geht ist der Rückbau, als eine Art Gegenstück zum Umbau, zurück ins "Altertum", der über den Kommunismus führt. Das unterstelle ich Putin hier durch die Erwähnung der Perestroika im Zusammenhang mit dem Rückbau.

    Das Umschreiben von Medwedjew ist mir zuerst aufgefallen, mit der Umschreibung in der betreffenden Strophe passt das aber gut. Auch wenn wahrscheinlich wenige das Matrjoschka-Motiv erkennen werden (oder, nach diesem Kommentar, würden. ;D).
    Fehlt dir hier ein "nicht"?
    Ja, ich habe beschlossen, dass der der es nicht kennt ja freundlich nachfragen kann.

    Das Metrum gefällt mir, liest sich flott und flüssig. Kann auch ganz gut in der Satirerubrik stehen, die Grenzen sind dabei schwammig.
    Freut mich, dass dir das Metrum gefällt.
    In meinen Augen ist Satire hier gut aufgehoben. Man muss sich nur entscheiden, welcher Teil einem wichtig ist, dass man die Gesellschaft kritisieren will oder, dass man belustigt. Ich habe mich für ersteres entschieden.

    In der 1. Strophe, 2. Vers, müsste m.M.n. "zarengleich" stehen, weil sonst "einem Zaren gleich" richtig wäre.
    Jupp, habe ich korrigiert. Hatte auch zuerst so, nur groß... Egal, jetzt passts ja.

    In der 2. Strophe wirkt der es-kess Reim doch etwas schwächer als die guten davor und danach. Aber das ist subjektive Wahrnehmung.
    Ja, ich war auch nicht 100 prozentig damit zufrieden, aber mit fiel kein besserer ein... Wenn du einen Vorschlag hast, nur her damit!

    Gerne gelesen und sehr gerne ein satirisches "Pah!" darauf erwidert.
    Danke schön!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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  4. #4
    Dr. Üppig Guest
    Klar, das Gutste hat mir "der" Perestroika nichts am Hut, das war Gorbatschow und nutzte sie mit Glasnost, aber Perestroika heißt ja Umbau und meint den zu einem modernen Russland und im Endeffekt dann hin zur Demokratie. Wenn man das nun auf die entsprechende Strophe überträgt, geht ist der Rückbau, als eine Art Gegenstück zum Umbau, zurück ins "Altertum", der über den Kommunismus führt. Das unterstelle ich Putin hier durch die Erwähnung der Perestroika im Zusammenhang mit dem Rückbau.
    Ja, und eben dann geht der Begriff ja nicht. "Perestroika" ist ein eingedeutschter politisch-historischer Begriff, da kann man nicht einfach so die Definition ändern. Würdest du Putin eine Perestroika vorwerfen, würdest du ihm einräumen, einen Weg zur Demokratie einzuschlagen, was dann gegen den Grundtenor des Gedichts geht. Außerdem herrscht formal seit 1991 Demokratie in Russland. Bevor sich hier einige daran aufhängen, ja, fomal.
    Wie erwähnt, Perestroika ist eher als Zeitabschnitt zu sehen, in dem Veränderungen schon fast erträumt wurden *hust*. Da du Putin den Weg zum Kommunismus vorwirfst (der jetzt auf einmal auch noch schlecht sein soll), passt der Begriff nicht.


    Fehlt dir hier ein "nicht"?
    Nö.

    Bin mir sicher, dass du als Autor Besseres für den "es-kess"-Reim findest als ich, werd aber mal nachdenken. Würde aus oben erwähnten Gründen eine Änderung der 4. Strophe vorschlagen.

    Ach, mich reizt es nach Grundsatzdiskussionen! Wusstest du, dass der unabhängige finnische Beobachter die Wahlen als die "saubersten, die ich je gesehen habe" bezeichnet hat?

    mfG

  5. #5
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    Hallo Nachteule! Wollte Dich nur erinnern : Herr Putin ist ein lupenreiner Demokrat!! Kommt aus dem Munde eines Kanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Sollte der eventuell ...? Wie soll man das alles verstehen? Herzliche Grüße! hoyoko

  6. #6
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    Hallo zusammen,

    @Taras
    Ja, und eben dann geht der Begriff ja nicht. "Perestroika" ist ein eingedeutschter politisch-historischer Begriff, da kann man nicht einfach so die Definition ändern. Würdest du Putin eine Perestroika vorwerfen, würdest du ihm einräumen, einen Weg zur Demokratie einzuschlagen, was dann gegen den Grundtenor des Gedichts geht. Außerdem herrscht formal seit 1991 Demokratie in Russland. Bevor sich hier einige daran aufhängen, ja, fomal.
    Ich würde so schnell nichts ändern.
    Die Perestroika ist ja der Wandel zur Demokratie, das stimmt und bestreite ich nicht. Aber ich schreibe im Gedicht ja explizit:
    Die Perestroika lahmt auch nie,
    Nur ihre… ähm…Philosophie
    Verändert ihre Richtung noch
    Denn Rückbau ist kein Stillstand! Doch?
    Die Perestroika, also der Umbau als solcher, ändert seine Philosophie. Man baut Russland um, aber halt zurück, zu altem Glanz, als man noch die UdSSR war. Und wenn ich sage, den Umbau (von mir aus zur Demokratie) gibt es noch, aber er dreht, dann beschreibe ich ja explizit, dass es nicht mehr die alte Definition ist, sondern eine Neue, Umgekehrte.
    Ich gebe dir Grundsätzlich recht, aber ich schreibe ja so eindeutig, eindeutiger geht es nicht, dass Putin in "seiner" (vom mir aus auch ")Perestroika(") den Weg zurück geht, indem er die Philosophie umkehrt.

    Bin mir sicher, dass du als Autor Besseres für den "es-kess"-Reim findest als ich, werd aber mal nachdenken. Würde aus oben erwähnten Gründen eine Änderung der 4. Strophe vorschlagen.
    Hab schon ne Weile gesucht...

    Ach, mich reizt es nach Grundsatzdiskussionen! Wusstest du, dass der unabhängige finnische Beobachter die Wahlen als die "saubersten, die ich je gesehen habe" bezeichnet hat?
    Ich dachte, dass hätte Russen gesagt... Der Wahlkampfchef hat jedenfalls gesagt, das seien die saubersten Wahlen der russischen Geschichte gewesen. Und der ist weder unabhängig, noch ist es ein Lob. Das hieße nämlich, dass die anderen Wahlen noch "dreckiger" gewesen seien.
    Meine Googlesuche konnte keine Treffer zu finnischen Aussagen finden. Ich weiß aber, dass die OSZE den einen oder anderen Mangel gefilmt hat. Hast du die Videos von Leuten gesehen, die mehrer Stimmzettel eingeworfen haben? Will ich bei der nächsten Wahl auch dürfen!

    @hoyoko
    Ich weiß, dass Schröder, den ich eigentlich sehr achtete, das mal gesagt hat. Das ist auch schon das eine oder andere Jährchen her und hat ihm sicher auch seinen Job bei Gasprom gesichert. Dass die Aussage daraufhin ausgerichtet war, möchte ich ihm aber nicht unterstellen. Aber wer Demonstranten der Opposition niederknüppelt und festnehmen lässt, der kann nicht ganz so Lupenrein sein... Ich glaube, dass da auch viel Diplomatie dabei war.
    Außerdem bin ich ein Freidenker, wenn schon kein Freimaurer. Da bin ich von den Aussagen anderer unabhängig.

    Vielen Dank für eure Kommentare und Gedanken so weit!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nacheule
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  7. #7
    Dr. Üppig Guest
    Hallo erstmal und sorry, dass ich länger nicht drauf eigegangen bin.

    Zunächst: Ich hoffe doch sehr, dass du nichts änderst, nur weil ich es sage. Ich betone immer wieder, dass meine Beiträge auf meinen Ansichten basieren (Überraschung ) und dass du als Autor nur dann ändern solltest, wenn du meinst, dass du es solltest.
    Nur ändert (haha, schon wieder das Wort!) das nicht meine Meinung zur 4. Strophe. Der gewollte Inhalt kommt nicht ganz rüber, m.M.n. Um mal zu verdeutlichen, was ich meine, hier eine leichte Abwandlung:

    Die Perstroika-andersrum
    Macht Kritiker mal eben stumm.
    Ein großer Schritt nach hinten, noch.
    Denn Rückbau ist kein Stillstand. Doch?

    Ich meine, dass aus der Strophe, wie sie jetzt ist, der Vorwurf an Putin, das Land zurück in eine sozialistische Diktatur zu führen, nicht ganz deutlich wird.

    Was natürlich nicht meine Einschätzung des Gedichts ändert: Ich mag und lese es immer noch gern, kann mich aber nicht mit dem Thema anfreunden, da es für meinen Geschmack ein bisschen zu stark westlich-propagandistisch angehaucht ist.

    mfG

  8. #8
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    Hey Taras,

    ich kann es dir gerade noch so verzeihen...

    Zunächst: Ich hoffe doch sehr, dass du nichts änderst, nur weil ich es sage. Ich betone immer wieder, dass meine Beiträge auf meinen Ansichten basieren (Überraschung ) und dass du als Autor nur dann ändern solltest, wenn du meinst, dass du es solltest.
    Das habe ich jetzt schon sooo oft gehört.

    Dein Vorschlag macht mich nicht so recht glücklich... Ich schau mal, ob ich irgendwann den Geistesblitz habe...

    Was natürlich nicht meine Einschätzung des Gedichts ändert: Ich mag und lese es immer noch gern, kann mich aber nicht mit dem Thema anfreunden, da es für meinen Geschmack ein bisschen zu stark westlich-propagandistisch angehaucht ist
    Freut mich, dass du es dennoch gerne liest. Du kannst ja einfach die vierte Strophe auslassen...
    Klar kenne ich nur unsere westlichen Medien und bin auch in reiner Demokratie aufgewachsen, du wirst das kennen. Hier können ja sogar die Grünen Ministerpräsidenten stellen und müssen dann Bahnhöfe bauen... die Armen... Ich weiß aber auch, dass Putin Russland weitergebracht hat. Aber eben nicht politisch. Er ist und bleibt in meinen Augen machtgeil und undemokratisch, da er Demonstrationen unterbindet, die gegen seine Politik gehen. Bei uns sind sogar Nazidemos erlaubt. Allerdings bleibt zu hoffen, dass er in 6 Jahren auch in seinen Augen zu alt ist. Vielleicht kommt dann ein Junger, der auch weiß, dass Öl nicht ewig hält und Russland wirtschaftlich breiter aufgestellt werden muss. Mit viel Glück wird der dann auch demokratisch gewählt.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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  9. #9
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    Wer unterbindet Demonstrationen nicht mit allen Gegenmitteln? Das hast du deine Eulenaugen wohl nicht gross
    geöffnet herum in der Welt. Ich finde Vladimirowitsch Putin gar nicht machtgeil, er setzt sich ein für sein Volk, da er selbst aus ärmlichen Verhältnissen kam, er lebte in einer 27m2 grossen Wohnung mit Eltern. Er sagte in einem Interview, die Welt ist dirthy und das kann man wirklich sagen, wenn man sich die Lage anschaut. Man hofft, daß all die
    unsinnigen Kriegsvorbereitungen in diesen so und so scheusslichen Zeiten zurückgeschraubt werden, wenn nun ein starker Pol im Osten ist.
    Überall in der Welt gibt es Oppositionen, aber wenn ein Volk einen Präsidenten in der Mehrheit wählt, dann sollten das
    die anderen Völker anerkennen. Das Öl und Gas wurde ja jetzt billig verscherbelt, daher gibt es so viele: "Oligarchen"
    nennt man sie. Und da das Öl Volkseigentum ist, ist es ja wirklich gerechter, wenn alle was davon haben als
    einzelne.
    LG E.Chatterfield

  10. #10
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    Hallo Lady,

    Du wirst dich wundern, aber in Deutschland wird keine Demonstration mit allen Gegenmitteln unterbunden. Es ist sogar Nationalsoziallisten erlaubt, zu demonstrieren. Die Polizei außenrum ist dann zum Schutz der Demonstranten. Schon in den späten 60 Jahren gab es in Deutschland die APO. Sie durfte Demonstrieren. Dass sich aus ihr die RAF entwickelte, war Künstlerpech. Du siehst also, es gibt mindestens ein Land, in dem friedliche Demonstranten nicht mit Gummiknüppeln und Gewehren in den Knast gebracht werden. In Deutschland gilt die Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Und ich bin stolz darauf, wenn ich die Bilder aus Russland sehe.
    Klar, er hat die Wahl gewonnen. Hätte scheinbar auch ohne Wahlbetrug, aber das Problem ist, dass ich den Konjunktiv verwenden muss. Er betrog. Ist das nicht machtgeil, wenn man alles tut, um eine Wahl zu gewinnen? Ist es nicht machtgeil, den anderen Bewerbern nicht die gleichen Möglichkeiten zu geben, die man selbst hat? Hast du Angst vor der Organisation, bei der Putin vorher Chef war oder was?
    Ich hoffe, du weißt, dass Oligarchen so viel mit Öl zu tun haben, wie Narzissten mit Nazis? Dass in Russland viele Öl haben ist ein Zufall. Ich bitte darum das Wort nachzuschlagen.
    Ich finde Vladimirowitsch Putin gar nicht machtgeil, er setzt sich ein für sein Volk,

    Überall in der Welt gibt es Oppositionen, aber wenn ein Volk einen Präsidenten in der Mehrheit wählt, dann sollten das die anderen Völker anerkennen.
    Zwei Beispiele in Deutschland (eines werde ich ausarbeiten, das andere nicht, da es mich anwidert):
    Hitler tat viel für sein Volk, ehe er die Welt in Schutt und Asche legte. Er hatte auch die Wahlen ehrlich gewonnen. Ohne Wahlbetrug. Wäre von Hindenburg nicht (zu recht) so skeptisch gewesen, hätte Hitler sogar noch früher Kanzler werden müssen.
    Die SED war ebenfalls legal gewählt worden und nach dem Recht ihres Landes regelmäßig auch wiedergewählt. Honecker schaffte, was die wenigsten schaffen: er gab jedem Arbeit, einen gleichen Status im Land, ein eigenes Auto. Das ist doch Wohlstand! Danke Erich!
    Dir wird aber aufgefallen sein, dass das nur die halbe Wahrheit war. Er lies (Vorsicht Parallele!) Demonstrationen unterbinden. Mit Waffengewalt.
    Was ich damit sagen möchte: Es ist nicht alles Gold, das etwas glänzt, wenn man es gut genug poliert.

    Das hast du deine Ladyaugen wohl nicht gross geöffnet herum in der Welt. Dass man etwas für ein Volk tut hat nämlich gar nichts mit "Recht" zu tun. Machtgeilheit nichts damit gewählt zu werden.

    Was ist das eigentlich in letzter Zeit, dass alle ihr "ß" falsch setzen? Wo sie hinmüssen sind sie nicht, aber da wo sie sein sollten, fehlen sie.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Geändert von Nachteule (22.03.2012 um 23:38 Uhr)
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  11. #11
    Dr. Üppig Guest
    Mein Vorschlag ist eben eins nicht: ein Vorschlag. Ich wollte nur zeigen, wie ich es meine, dass der gewünschte Inhalt transportiert werden könnte, und hoffte, dich damit auf Ideen zu bringen. Aber ja, ich stehe dazu: Jegliche Änderungsgewalt hat der Autor bei einem Werk immer bei sich.

    Zitat Zitat von Nachteule Beitrag anzeigen
    Klar kenne ich nur unsere westlichen Medien und bin auch in reiner Demokratie aufgewachsen, du wirst das kennen.
    Und genau das meinte ich mit "westlich-propagandistisch angehaucht". Du gibst ja selbst zu, die Situationen aus einer Quelle zu erfahren, ohne deren Wahrheitsgehalt anzuzweifeln. Informationen, die von jemandem stammen, der aus Verwandtenquellen sozusagen Insiderinfos hat, lehnst du nicht zuletzt wegen der oben genannten westlichen Propaganda ab.
    Aber das meine ich nicht wertend oder persönlich. Das Lustige an dieser Wahrheit ist, dass sie durch Auslassen übler als die Lüge werden kann.
    Was mich vor allem an der allgemeinen Kritik an Putin/Russland stört, sind zwei Hauptpunkte.
    1. Die Art und der Umfang der Kritik des Westens richtet sich wohl nach dem Öl-/Gasbedarf.
    2. Was (von meiner Seite aus) natürlich nichts Anderes ist als ein Heulen a là "Wäh wäh, ihr seid auch doof!", aber, wer kritisiert da? Amerika wirft unlautere Wahlen vor? Wann hatten die Wahlbeobachter im Land? Schade jedenfalls, dass die Beobachter alle zu nem dringenden Termin kurz vor der Bush-Wahl mussten. Wer wirft Korruption vor? Die Wulff-Generation, die das in diesem Fall wirklich arme Schwein tief ins Loch stopfen, damit sie nicht selbst dran glauben müssen? Oder doch die Tränengas- und Wasserwerferspender von Stuttgart 21 zum Thema Demonstrationen?

    Jetzt schweife ich doch ab und habe nur am Rand mit dem Werk zu tun. Das habe ich befürchtet.
    Dann gute Nacht und guten Morgen!

    mfG
    Geändert von Dr. Üppig (25.03.2012 um 11:57 Uhr)

  12. #12
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    Tut mir leid, jeder sieht es von einer anderen Seite. Ich bleibe bei meiner Meinung. V.Putin war ja auch schon einmal
    Gast in unserem Land und wurde uns vorgestellt als Liebenswürdigkeit in Person. Er hat uns bezaubert. Es wurde
    nur Gutes von ihm berichtet damals. Wie könnte ich ihn nun in Gastfreundschaft von ehemals so schlecht reden?
    Und seit einigen Jahren interessiere ich mich für die Weltgeschehnisse sehr, ich schaue viele Nachrichtensender.
    Auch russische, chinesische, viele Länder - dann erst die deutschen und die österreichischen.
    Warum soll man sich einmischen in Wahlergebnisse anderer Länder und diese schlechtreden? Das ist eine neue
    Modeerscheinung, die nicht gutzuheißen ist.
    Er hat seine Wahl nachmodernstem System abgehalten mit cctv Kameras im Wahllokal. Und ausserdem ist er ein Judoka und schon dadurch ehrlich seinem Gegner gegenüber. - Auch, warum spricht der Westen stets von anderen Staatschefs, die vom eigenen Volk gewählt wurden in der Mehrheit, vom "Regime" oder vom "Diktator" ...... sie verwenden so hässliche Worte, das ist widerlich. Man sollte überall auf der Welt Diplomatie walten lassen und nicht so den anderen schlechtreden, wie es jetzt gang und gebe ist. Freunde sich zu machen ist das Glück der Welt und
    nicht Feinde sich zu machen.
    (Ja, genau - in Deutschland .... wie war das in Stuttgart mit den Demonstranten?) Die wurden mit Torten und Kuchen
    versorgt?
    Liebe Nachteule, ich bin zweimal so alt wie du, daher denke ich anders. Und vor allem, ich kann meinen Gerechtigkeitssinn nicht ausradieren.
    Liebe Grüsse

  13. #13
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    Hallo ihr beiden,

    es tut mir Leid, dass ich nicht gleich auf eure Kommentare eingegangen bin, aber ich hatte recht wenig Zeit... Aber jetzt!

    @Taras

    Und genau das meinte ich mit "westlich-propagandistisch angehaucht". Du gibst ja selbst zu, die Situationen aus einer Quelle zu erfahren, ohne deren Wahrheitsgehalt anzuzweifeln. Informationen, die von jemandem stammen, der aus Verwandtenquellen sozusagen Insiderinfos hat, lehnst du nicht zuletzt wegen der oben genannten westlichen Propaganda ab.
    Ich sehe ja die Bilder. Die Bilder von Demonstranten, die zusammengeschlagen werden. Ob sie friedlich waren, kann ich nicht beurteilen. Ich habe aber auch keine andere Chance, als den Medien zu vertrauen. Ich kann nicht einfach in Russland auf dem roten Platz warten, was passiert.

    1. Die Art und der Umfang der Kritik des Westens richtet sich wohl nach dem Öl-/Gasbedarf.
    Kritik ist da und der Ölbedarf so hoch wie nie! Russland ist mit einem Drittel Nummer eins der Lieferanten nach Deutschland.

    2. Was (von meiner Seite aus) natürlich nichts Anderes ist als ein Heulen a là "Wäh wäh, ihr seid auch doof!", aber, wer kritisiert da? Amerika wirft unlautere Wahlen vor? Wann hatten die Wahlbeobachter im Land? Schade jedenfalls, dass die Beobachter alle zu nem dringenden Termin kurz vor der Bush-Wahl mussten. Wer wirft Korruption vor? Die Wulff-Generation, die das in diesem Fall wirklich arme Schwein tief ins Loch stopfen, damit sie nicht selbst dran glauben müssen? Oder doch die Tränengas- und Wasserwerferspender von Stuttgart 21 zum Thema Demonstrationen?
    Das ist schon eher ein Punkt. Klar, Bush wurde auch Wahlbetrug vorgeworfen. Ich habe ihn nicht wirklich anerkannt.
    Einer ganzen Generation Korruption vorzuwerfen finde ich hart. Die Altachundsechziger sind nämlich so ziemlich die gleiche...
    Die Demonstrationen von S21 waren in dem Moment, in dem Tränengas eingesetzt wurde, nicht mehr friedlich. Die Polizeibeamten wurden mit Steinen beworfen. Nachweislich vor dem Einsatz von Wasserwerfer u.ä. Das heißt aber nicht, dass ich deren Einsatz richtig fand. Außerdem hat unsere (unser beider!) Landesregierung gesagt, dass es dies nie wieder tun wird. Es gab eine positive Reaktion darauf.

    Jetzt schweife ich doch ab und habe nur am Rand mit dem Werk zu tun. Das habe ich befürchtet.
    Dann gute Nacht und guten Morgen!
    Jup!

    @LadyChatterfield
    Warum soll man sich einmischen in Wahlergebnisse anderer Länder und diese schlechtreden? Das ist eine neue
    Modeerscheinung, die nicht gutzuheißen ist.
    Er hat seine Wahl nachmodernstem System abgehalten mit cctv Kameras im Wahllokal.
    Und dennoch hat die OSZE grobe Verstöße gesichtet. Menschen, die in andere Wahllokale gebracht wurden zum Beispiel. Auch habe ich Aufnahmen gesehen, bei denen Menschen mehrer Zettel in die Urnen warfen. Ich weiß wirklich nicht, wie das russische Wahlsystem funktioniert, bezweifle aber ernsthaft, dass das legitim ist. Klar, es hieß es seien maximal 10% der Stimmen und es hätte auch so gereicht, aber dennoch ist das nicht das richtige Zeichen. Das "an der Macht hängen" ist ein Zeichen für einen Diktator.

    Und ausserdem ist er ein Judoka und schon dadurch ehrlich seinem Gegner gegenüber.
    Klar. Und jeder Hauptschüler ist doof. Jeder Abiturient ein Genie...

    Auch, warum spricht der Westen stets von anderen Staatschefs, die vom eigenen Volk gewählt wurden in der Mehrheit, vom "Regime" oder vom "Diktator" ...... sie verwenden so hässliche Worte, das ist widerlich. Man sollte überall auf der Welt Diplomatie walten lassen und nicht so den anderen schlechtreden, wie es jetzt gang und gebe ist. Freunde sich zu machen ist das Glück der Welt und
    nicht Feinde sich zu machen.
    Das Wort Diktator bezieht sich auf Alleinherrscher. Wenn einer seinen Padawan in die erste Reihe Schubst, damit man vier (?) Jahre später wieder von der Nummer zwei auf die Nummer ein geht, kann man von Alleinherrschaft reden. (zumal er ja auch die Geschicke des Landes von dort aus gelenkt haben soll)
    Hitler wurde auch aus freien Stücken gewählt. Sogar schon lange bevor er Kanzler wurde. Das Ermächtigungsgesetz konnte er nicht alleine annehmen... War er kein Diktator? Ich (sogar als Deutscher!) sage: JA, war er!
    (Außerdem darf man in der Lyrik doch auch etwas übertreiben, oder )

    (Ja, genau - in Deutschland .... wie war das in Stuttgart mit den Demonstranten?) Die wurden mit Torten und Kuchen versorgt?
    Das habe ich schon gesagt. Ich hatte extra geschrieben "friedliche Demonstranten"

    Liebe Nachteule, ich bin zweimal so alt wie du, daher denke ich anders. Und vor allem, ich kann meinen Gerechtigkeitssinn nicht ausradieren.
    Ja, wir sind in anderen Zeiten aufgewachsen. In anderen Kulturen. Auch wenn wir in Nachbarländern aufgewachsen sind. Ich bin damit aufgewachsen, dass ich alles, was mich stört auch aussprechen darf. Ich bin auch recht politisch aufgewachsen. Eine meiner Tanten fragt mich nicht umsonst regelmäßig nach meiner politischen Meinung... Und auch ich glaube, einen Gerechtigkeitssinn zu haben. Nur scheinbar haben wir eine andere Grundlage dazu. Kommt vor.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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  14. #14
    Registriert seit
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    Mit gefällt das Gedicht nicht. Es ist oberflächlich, es ist einfach dümmlich. Putin - der und den Sozialismus wieder einführen? Himmel, soviel Danebenliegendes liest man selten. Russland ist derzeit, nicht erst seit Putin, ein ganz übler kapitalistischer Staat, der von einer Handvoll Oligarchen regiert wird. Soviel zum Putinschen Sozialismus.

    Natürlich gibt es, vor allem in den USA und in den mit ihnen verbündeten westlichen Staaten, eine Russophobie. Putin wird immer noch wie der Generalsekretär der KPdSU behandelt, also als eine Art Ersatzmensch. Noch immer ist für die USA Russland der Feind Nr. 1, diesmal in Warteposition, denn die absolute Nr. 1 ist der Iran. Würden sie sonst Russland derart mit Raketenstützpunkten einkreisen?

    Aber zur Wahl: Die vor allem jungen Leute, die gegen Putins Wiederwahl demonstriert und aufgerufen haben, sind zu einem Großteil von der NED gesponsert, einer amerikanischen sogenannten Nichtregierungsorganisation, die man aber, weil die das Geld von der US-Regierung kriegen, als offiziös bezeichnen kann. Die NED hat Millionen dafür hinausgeworfen, die jungen Leute gegen Putin aufzurüsten, vor allem politisch ahnungslose Jugendliche und den sonstwie vergnatzten neuen Mittelstand. Aber nicht nur die USA beteiligen sich an der Destabilisierung Russlands - das ist das Ziel aller Bemühungen, nach demselben Muster, wie man vor allem den Nahen Osten destabilisiert hat -, sondern auch die anderen westlichen Staaten in dieser oder jener Weise. Immer aber spielt natürlich Geld eine Rolle und die im Westen tiefverwurzelte Russophobie.

    Mit der Behauptung, dass es Wahlfälschungen gab, würde ich sehr vorsichtig sein. Bundesdeutsche Wahlbeobachter haben übereinstimmend ausgesagt, dass sie derartiges nicht beobachtet haben. Und die hätten das ganz bestimmt, wenn es auch nur den Anschein von Wahlfälschung gegeben hätte. Man will im Westen nicht wahrhaben, dass die Russen nach dem würdelosen Jelzin-Regime sich danach sehnen, dass ihr Mütterchen Russland in der Welt eine angemessene Stellung einnimmt, und zwar als immer noch starke Atommacht, und aus diesem Grunde tatsächlich Putin, der als der "starke Mann" gilt, wirklich gewählt haben. Er garantiert zumindest so etwas wie Stabilität, wenn auch in einer durch und durch korrupten Oligarchendemokratie. Und wir Deutschen sollten hinsichtlich der bürgerlichen Demokratie nicht so auf den Putz kloppen, auch bei uns machen sich Anzeichen breit, dass unsere Demokratie bald der russischen ähneln könnte.

    Gruß, Smarty

  15. #15
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    Hallo Smarty,

    mir fehlte die Zeit dir zu antworten. Aber jetzt habe ich sie mal:

    Mit gefällt das Gedicht nicht. Es ist oberflächlich, es ist einfach dümmlich. Putin - der und den Sozialismus wieder einführen? Himmel, soviel Danebenliegendes liest man selten. Russland ist derzeit, nicht erst seit Putin, ein ganz übler kapitalistischer Staat, der von einer Handvoll Oligarchen regiert wird. Soviel zum Putinschen Sozialismus.
    Das ist deine Meinung... Ich akzeptiere sie, erbitte mir aber etwas mehr Höflichkeit. Vielleicht ist er nach der Wirtschaftsform kapitalistisch, aber wenn friedliche (! Hoffentlich hilft das diesmal) Demonstrationen mit Waffengewalt entfernt werden, woran erinnert dich das? Wenn einige wenige, und das ist bei der Oligarchie so, regieren, woran erinnert dich das? Demokratie? Wohl kaum. In der DDR gab es auch Wahlen... Sie nannte sich sogar "Demokratisch". Dennoch war sie Sozialistisch. Die Wirtschaftsform ist in meinen Augen nicht das einzige, das einen Staat zum Sozialismus bringt.
    Wenn du den Faden gelesen hast, dann auch, dass ich sagte, dass man in Gedichten auch übertreiben darf. Wenn nicht, möchte ich dich an die Netiquette erinnern.

    Aber zur Wahl: Die vor allem jungen Leute, die gegen Putins Wiederwahl demonstriert und aufgerufen haben, sind zu einem Großteil von der NED gesponsert, einer amerikanischen sogenannten Nichtregierungsorganisation, die man aber, weil die das Geld von der US-Regierung kriegen, als offiziös bezeichnen kann. Die NED hat Millionen dafür hinausgeworfen, die jungen Leute gegen Putin aufzurüsten, vor allem politisch ahnungslose Jugendliche und den sonstwie vergnatzten neuen Mittelstand. Aber nicht nur die USA beteiligen sich an der Destabilisierung Russlands - das ist das Ziel aller Bemühungen, nach demselben Muster, wie man vor allem den Nahen Osten destabilisiert hat -, sondern auch die anderen westlichen Staaten in dieser oder jener Weise. Immer aber spielt natürlich Geld eine Rolle und die im Westen tiefverwurzelte Russophobie.
    Na und? Selbst wenn sie eine Milliarde Menschen bezahlen, gibt es keinen Grund, sie darum aus dem Weg zu räumen, wenn sie friedlich (!) Demonstrieren.

    Mit der Behauptung, dass es Wahlfälschungen gab, würde ich sehr vorsichtig sein. Bundesdeutsche Wahlbeobachter haben übereinstimmend ausgesagt, dass sie derartiges nicht beobachtet haben. Und die hätten das ganz bestimmt, wenn es auch nur den Anschein von Wahlfälschung gegeben hätte. Man will im Westen nicht wahrhaben, dass die Russen nach dem würdelosen Jelzin-Regime sich danach sehnen, dass ihr Mütterchen Russland in der Welt eine angemessene Stellung einnimmt, und zwar als immer noch starke Atommacht, und aus diesem Grunde tatsächlich Putin, der als der "starke Mann" gilt, wirklich gewählt haben. Er garantiert zumindest so etwas wie Stabilität, wenn auch in einer durch und durch korrupten Oligarchendemokratie. Und wir Deutschen sollten hinsichtlich der bürgerlichen Demokratie nicht so auf den Putz kloppen, auch bei uns machen sich Anzeichen breit, dass unsere Demokratie bald der russischen ähneln könnte.
    Die OSCE hat welche gefunden. Oder sagt dies zumindest. Wem man jetzt glauben will, bleibt jedem selbst überlassen...

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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