1. #1
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    Lightbulb Sieh in den Himmel

    Sieh den Himmel, bedenke die Größe des ewigen Raumes.
    Weit sind die Sterne entfernt, klein im Verhältnis zum All.
    Klugheit bildet vergleichend Größen, erkennend mit Sinnen
    Stark ist Leben mit Geist, himmlisch Erkenntnis im Traum
    Götter lenken mit Kräften, die lebende Größen beherrschen
    Achtet die Mächte der Welt, Leben folgt wachsender Kraft.
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  2. #2
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    Guten Morgen Hans .

    Trotz deiner Abneigung hast du die Distichen perfekt hingekriegt. Hier könnte ich mir ein "e" sehr gut vorstellen:
    Klugheit bildet vergleichende Größen, erkennend mit Sinnen
    Ich halte deine Elegie für technisch sehr gelungen; über den Inhalt ließe sich trefflich streiten (was ich mir natürlich nicht wünsche ).

    Ich habe deine Elegie gerne gelesen.
    Herzliche Grüße,
    Medusa.

  3. #3
    Derolli Guest
    Geehrter H. Plonka,

    J. S. Bach hat sich selbst als Handwerker gesehen, nicht als Künstler, doch das was er "erarbeitet" hat sucht heute noch seines Gleichen, selbst unter den hochbegabtesten Künstlern. Ich selbst habe mittlerweile einen Narren an der Form des Hexameters gefressen und uns beiden tut es sicherlich gut dieses Handwerkszeug näher zu betrachten. Jetzt warte ich auf einen monumentalen Gedichtszyklus, in dem Du Handwerkszeug mit Bedeutung füllst und mich damit vom Hocker haust, ganz offensichtlich steht dem nichts im Wege. Die Schwachstelle des obigen Werkes ist ganz eindeutig nicht mehr die Form, das ist ein Meilenstein auf dem Weg zu hochkarätigem.

    Warte gespannt!

  4. #4
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    Hallo Hans,
    das sind ja erhabene Sphären, in denen Du Dich bewegst. Da kann ich gedanklich nicht richtig mithalten. Sicher passt das Thema aber zu der Elegie.
    Das technische dieser Gedichtform hier scheint mir gut gelungen zu sein.
    Große Gedanken in einem Gedichteforum. Ich habe es staunend gelesen.

    Liebe Grüße sendet Dir
    Klatschmohn
    ©Klatschmohn
    Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus. Alexander v. Humboldt

  5. #5
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    Sieh in den Himmel

    Liebe Medusa,

    ja, was ich nicht gerne mache fällt mir auch immer schwerer

    Klugheit bildet vergleichend(e) Größen, erkennend mit Sinnen

    Wenn ich das „e“ anhänge, dann bildet die Klugheit Größen und diese Größen vergleichen dann mit ihren erkennenden Sinnen. Das Vergleichen und Erkennen ist hier eine Aktivität der Größen.
    Ohne dem “e“ ist es jedoch die Klugheit die mit dem Vergleichen und ihren Sinnen Größen bildet. Das Vergleichen und Erkennen ist hier eine Aktivität der Klugheit (des Geistes).

    Danke für Deine Anerkennung.

    LG Hans

    Hallo Derolli,

    habe mir dieses Werk mühsam erarbeit in dem ich die Technik nachvollzogen habe. Von einem Empfinden für diese Schreibweise bin ich jedoch noch weit entfernt. Es freut mich aber dass ich mit einer Lösung dabei sein konnte.

    LG Hans

    Hallo Klatschmohn,

    auch wenn ich mit meinem Thema nicht den allgemeinen Geschmack getroffen habe, so freut es mich doch, dass Du es auch als eine Elegie betrachtest und für technisch gelungen hältst. Der Erfolg bestätigt so auch meinen Aufwand. Danke!

    LG Hans
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  6. #6
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    Zitat Zitat von Hans Plonka

    Sieh in den Himmel

    Sieh den Himmel, bedenke die Größe des ewigen Raumes.
    Weit sind die Sterne entfernt, klein im Verhältnis zum All.
    Klugheit bildet vergleichend Größen, erkennend mit Sinnen
    Stark ist Leben mit Geist, himmlisch Erkenntnis im Traum
    Götter lenken mit Kräften, die lebende Größen beherrschen
    Achtet die Mächte der Welt, Leben folgt wachsender Kraft.



    XxXx/xXxxXxxXxxXx
    XxxXxxXXxxXxxX
    XxXxxXxXx/xXxxXx
    XxXxxXXxxXxxX
    XxXxxXx/xXxxXxxXx
    XxxXxxXXxxXxxX
    Hallo Hans,

    an der Form habe ich in Bezug auf die Aufgabe nichts auszusetzen, außer den fehlenden oder sich mir nur nicht erschließenden Inhalt. Ich erkenne zwar irgendwie, wie soll ich sagen – Thesen oder vielleicht auch vom LI als Erkenntnis empfundene Eingebungen. Aber sie bewegen mich in keinster Weise, ihnen fehlen m.M.n. Emotionen – Emotionen, die man eigentlich in elegischen Versen erwartet. Ich habe den Verdacht, dass sich in Deinen Zeilen mehr der Widerwille des Autors gegenüber dieser Gedichtsform widerspiegelt. Wenn das der Fall sein sollte, empfehle ich, es lieber zu lassen. Die Zeit ist zu kostbar, um Dinge zu tun, die man nicht mag und die Glühbirnen sehen es Dir bestimmt nach, wenn Du mal eine Runde nicht mitmachst.
    Den letzten Satz des Gedichtes würde ich auf keinen Fall unterschreiben. Das Leben ist viel zu vielfältig, um Solcherlei zu postulieren. Es behauptet sich sehr oft (und gottseidank) auch gegen wachsende Kräfte ... Ist das Lebens nicht eher Ergebnis einer bemerkenswerten Balance zwischen, was auch immer?


    LG Eremit
    Hinweis: Lyrik im Foyer 2018 in Frankfurt (Oder)

    -------------------------------------------
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leih'n!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt' und Länder ein. (F. Schiller)

  7. #7
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    Hallo Hans,

    auch ich sehe hier passende Form, aber wenig Inhalt. Das wirkt auf mich eher, als wenn du ein paar Sätze zusammengeschustert hättest. Ein Klagelied, was ein Elegie sein sollte, ist das nicht. Sonst würde es nicht Enden mit: lass alles, wie es ist. Nichts andere ist der letze Satz nämlich. Hätten da z.B. die Geschwister Scholl danach gehandelt, wer weiß, ob dann nicht Europa braun mit einem Stern wäre, statt blau mit 12 Sternen.
    Ab V3 fehlen mir Teile der Interpunktion. Das kann so nicht ein Satz sein. Zumindest nicht, ohne Satzzeichen am Versende. Da müssten meist Kommata oder Punkte hin.

    Klugheit bildet vergleichend Größen,
    Wie Medusa schon sagt: Das macht irgendwie keinen Sinn. Man kann nicht etwas vergleichend bilden. Und Klugheit bildet auch keine Größen, sondern zeigt/vergleicht sie höchstens.
    Das scheint mir größtenteils wieder so zu sein, dass die Form den Inhalt bestimmt hat. Das sollte es nie geben.


    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
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  8. #8
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    Hallo Hans,

    Stark ist Leben mit Geist
    schwach auch und gerade schwach.

    Achtet die Mächte der Welt, Leben folgt wachsender Kraft.
    fataler irrglaube, denn macht ist nicht gleich macht.

    du erinnerst mich unterbewußt an evolutuonslügen.

    danke auch dir dafür.

    b

  9. #9
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    Sieh in den Himmel

    Hallo Eremit,

    hier war ich froh, die Form und somit auch im Wesentlichen die Aufgabe gelöst zu haben. Wie bei den meisten meiner Gedichte ist dieses Werk auch mehr sachlich und enthält kaum Emotionen. Die Aussage habe ich mehr oder weniger nach der Form gebildet. Es war Arbeit und eine Freude an der Sache konnte so nicht entstehen. Ein wenig hab ich mich dann doch gefreut, dass ich mit einer Lösung dabei sein konnte. Es geht ja auch darum zu lernen und nicht nur das was einem gerade gefällt. Auch möchte ich nicht nur halbherzig mit dabei sein.

    LG Hans

    Hallo Nachteule,

    habe das Werk nicht mit Freude geschrieben und deshalb ist es mir auch nicht leicht gefallen. Es war auch nicht meine erste Bemühung und es ist mir leider nicht besser gelungen. Einen Inhalt sollte man dem Werk doch entnehmen können sowie es auch akzeptiert und darüber nachgedacht wird.

    Zitat
    Das scheint mir größtenteils wieder so zu sein, dass die Form den Inhalt bestimmt hat. Das sollte es nie geben.
    Es ist ein Ausweg, wenn eine andere Befähigung nicht besteht, kann aber auch ein Einstieg sein um sich zu einer besseren Inhaltsdarstellung zu befähigen.

    LG Hans

    Hallo Bianka,

    Stark ist Leben mit Geist
    schwach auch und gerade schwach.
    Hier wollte ich sagen, dass Leben durch Geist gestärkt wird, was ich für die Regel halte, obwohl es auch Gegenteiliges gibt.

    Achtet die Mächte der Welt, Leben folgt wachsender Kraft.
    fataler Irrglaube, denn macht ist nicht gleich macht.
    Hier wollte ich sagen, dass die Mächte beachtet werden müssen gleich ob sie von Vorteil sind.
    Auch wollte ich damit ausdrücken, dass Leben sich immer die entstehenden und wachsenden Kräfte zu Nutze machen will. Nicht immer ist es gut, weil Kräfte oft falsch genutzt werden oder auch schnell versiegen.

    Danke für Dein Interesse

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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