Das ist ein Gedicht aus meiner geheimen Schublade. Mutter... hat mich dazu ermutigt, es doch einzustellen.
Wohin damit? Ins Jenseits? Na klar, schließlich ist Mutter jetzt tot, ja, daran hatte das Kind damals nicht
gedacht, deshalb hat es etwas vergessen, oder nicht? Oder in die Prosa?


Mutter, dein Kind ist tot. Mutter, du hast dein Kind
verloren. Dein Kind war ich, es ist tot. Tränen
kann es nicht verstehen, denn es ist tot.
Darum, Mutter, weine nicht, du hast es
verloren, dein Kind ist tot. Auch ich habe
etwas verloren. Du hast dein Kind verloren.
Ich habe mehr verloren, aber ich weine nicht.
Lachenden Herzens verstehst du mehr, denn
nur das Kind ist tot. Wenn du willst,
hast du jetzt einen Freund. Mutter, dein
Kind ist tot, Mutter, du hast dein Kind
verloren. Das Kind war ich, es ist tot.
Tränen kann es nicht verstehen, denn es
ist tot. Darum, Mutter, weine nicht, du
hast es verloren.



Ja, ich erinnerte mich auch an diesen Text, wegen dem Unfall, der hier geschah. Dein Kind ist tot,
kann eine ganz reale Bedeutung haben. Im Tunnel von Sierre. Wer es gelesen hat... Was dann?
Was dann?