Ist das Leben nicht schön?
Alltägliche Schwalben begaffen,
schweigend horchen die Winde,
und verteilen meine Gedanken.

Ist das Leben nicht weit?
Rissig vergnügt sich die Straße
in Heiterkeit erstickter Sorgen,
denn heute gibt es kein Morgen.

Ist das Leben nicht groß?
Die Last ist kaum zu ertasten,
doch gemeinsam erträgt sich das Los.
Gemeinsam da kann man noch rasten.

Doch ist das Leben nicht stürmisch?
Vertraute Verträge verlieren sich
in Masse und Flagge, Versagte,
und Schädel verzehrt man zur Klage.

Man hungert im laufenden Blendlicht
man wittert, verwitwet und zerbricht
man zerweifelt, zerlügt und, man erbricht
und erblindet in weltlicher Sage.

Man streitet weit mehr als die Not bringt,
man flüchtet in Glauben und Hoffen,
und weint bis die Welt darin ertrinkt
und leckt jeden kostbaren Tropfen.

Doch wäre es denn ohne die Leiden?
Nur sie erlauben uns Zittern,
drum faulet und werdet zu Heiden,
zerstört und preist das Verwittern!

Ihr Zwitter ich ruf euch zu fressen,
die Ketten im Magen zersetzen,
und frei von all dem Ballast,
hektisch in die Welt auszuhetzen!

Lobet und preiset die Dualität,
lebet und leistet, herzlos und kühl,
testet und tastet, erntet und sät,
heult und verzweifelt mit größtem Gefühl.