1. #1
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    ein bisschen exemplarisch...

    Der Gauckler kam zur rechten Zeit,
    denn hier herrschte schon Müdigkeit.
    Retten wir mit ihm unser Land,
    damit sich Freiheit wiederfand.

    Präsidiale Reden zünden
    und lassen Feinde sich verbünden.
    Gott spielt seine letzten Trümpfe
    und verbietet das Geschimpfe.

    Schließt die Augen und lasst ihn machen
    und in den Hirnen wird es krachen.
    Nie wieder ist es die falsche Zeit,
    für Einigkeit und Recht und Freiheit.

    (C)
    Geändert von Terrorist (23.03.2012 um 12:34 Uhr)
    Der Roman: "Verballistik"
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  2. #2
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    Lieber Lyri,

    Prägnant und klar abgefasst, fast wie eine Eingebung!
    Die Sehnsucht nach etwas Optimalem gibt doch nicht auf zu lodern.
    Und ich finde, das ist auch gut so.
    Schließlich ist die Zukunft von unseren Gedanken jetzt abhängig.

    Die Entschlossenheit des Schlusssatzes tut gut!

    LG SoFa
    Glückliche Gedichte glänzen wie Goldschmuck mit göttlicher Gravur

  3. #3
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    Hallo SoFa

    und vielen Dank. Bei diesem THema gehören Sehnsucht und Eingebung einfach zusammen. Ich hoffe das Exemplarische darin pflanzt sich fort und sieht den Gauckler als Beginn einer Ära wo sich auf Werte zurückbesonnen wird und nicht nur ihre philosophische Auslegung für unwürdige Debatten sorgt.

    LG RS
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  4. #4
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    ein bisschen verschwurbelt...

    Hallo Robert,

    Metrisch habe ich nicht wirklich was erwartet... Aber wenigstens die richtigen Zeiten hätte ich erwartet. Das größte Problem ist das hier:
    Retten wir mit ihm unser Land,
    damit sich Freiheit wiederfand.
    Ich hoffe, du merkst, was ich meine. Wenn nicht, dann erkläre ich es dir: "Retten wir mit ihm unser Land" steht hier im Präsens, wird also zur Zeit gemacht. Wenn wir uns aber den nächsten Vers anschauen, dann sehen wir, dass die Folge aus Vers "1", Stichwort "Damit" ergibt, dass sich etwas "wiederfand". Das steht im Präteritum. Das passt nicht zusammen. "Um herausgefunden zu haben, wie wir einen Kreis malten, haben wir ein Viereck gemalt." Das geht einfacht nicht. Und nur der Reim ist keine Ausrede, die jemand gelten lassen sollte. Das ist Müll.

    Gott spielt seine letzten Trümphe
    und verbietet das Geschimpfe.
    Bitte? Trümphe? Meinst du nicht "Trümpfe"?
    Warum verbietet Gott Geschimpfe? Des "Reimes" wegen? Das Gedicht scheint mir viel zu sehr auf Reime geschrieben zu sein. Die Reime sollten sich ergeben, nicht den Inhalt erzwingen.

    Das war es für Heute mit dem Gedicht.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
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  5. #5
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    Hi, Robert Schulz -

    abgesehen davon, daß Du die Zeiten wild durcheinanderwürfelst,
    finde ich den Inhalt dermaßen verbogen, daß es schmerzt.
    Was hat Gott mit dem Bundespräsidenten zu tun? Weil der Pastor ist?
    Und welches Geschimpfe verbietet Gott?
    Und warum sollen wir Bundesbürger die Augen schließen und ihn "machen lassen"?
    In den Hirnen wird es krachen????
    Werden wir jetzt alle zu Epileptikern?
    (Mit einem "Verzeihung!" an wirklich Erkrankte!!!).
    Ich glaube, in Deinem Hirn hats nicht gekracht. Lediglich geknallt.

    Ein solch unausgegorener, verkrampfter und -pardon! - dümmlicher Text ist mir seit langer Zeit nicht mehr untergekommen.
    Weil er ein politischer Text sein will.
    DerTitel trifft zu:
    Ein bißchen exemplarisch für gewollt und nicht gekonnt.

    LG
    Barbarossa

  6. #6
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    Hallo Nachteule und Barbarossa,

    erstmal vielen Dank. Den Rechtschreibfehler habe ich gekillt bei dem anderen bin ich mir nicht so sicher. Ich tendiere eher zum Zeitenmissbrauch und meine mit dem Präsens einen bis in die Zukunft anhaltenden Vorgang und mit dem Präteritum ein Ergebnis das sich daraufhin eingestellt hat. Bevor dann irgendwelche Hilfsverbkonstruktionen komme, hoffe ich auf das Verständnis, was auch dem Inhalt gut tun würde, denn die beschriebenen Empfindungen sind weit von politischem Charakter entfernt, da dieser doch Schwächen hat, Ehrlichkeit und Direktheit da aufzuzeigen, wo Gott die letzte Instanz sein sollte und somit auch den Zank der Politiker im übertragenden Sinne verbieten kann. Exemplarisch könnte aber auch die Wahl an sich sein.

    LG RS
    Geändert von Terrorist (23.03.2012 um 12:42 Uhr)
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  7. #7
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    Hi,

    find ich sehr gut, daß Du nicht übelnehmerisch bist.

    LG
    Barbarossa

  8. #8
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    Hallo,

    du hast seit "Nemesis" meinen Respekt.

    LG RS
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  9. #9
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    bei dem anderen bin ich mir nicht so sicher. Ich tendiere eher zum Zeitenmissbrauch und meine mit dem Präsens einen bis in die Zukunft anhaltenden Vorgang und mit dem Präteritum ein Ergebnis das sich daraufhin eingestellt hat. Bevor dann irgendwelche Hilfsverbkonstruktionen komme, hoffe ich auf das Verständnis,
    verständnis? hm. du willst doch hier auch dein buch verkaufen. wenn ich sowas lese, weiß ich, ich will dafür kein geld ausgeben. wozu auch, ich weiß ja jetzt, dass sich der autor für mich keine mühe gibt. große autorenInnen haben mitunter auch ihre genialen 5 minuten, in denen sie geniale texte runterschreiben. meist aber feilen sie lange an ihren texten, bevor sie selbst so zufrieden sind, dass sie es für lesbar halten. und selbst an den 5-minütern gibt es immer mal was, was man streichen oder ersetzen kann.
    es gab immer mal momente, wo ich dachte, bei robert schulz könnte es sich durchaus um einen professionalisierten dilettantisten halten, und ich bin zur zu verkopft, um das zu erkennen/anzuerkennen. jetzt weiß ich, dass es leider nicht so ist. ein bisschen mehr selbstkritik könnte dir nicht schaden. das mein ich nicht böse, sondern ehrlich, weil ich dich für einen klugen kopf halte, der was zu sagen hat, das hier aber so präsentiert, als ob er das selbst nicht ernst nehmen würde.
    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhängige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Künstler."

  10. #10
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    Ernst nehmen ist so ein Ding, wenn man eigentlich bekennender Zyniker ist.
    Die weiteren Ausführungen ordne ich der Müdigkeit aus S1 unter

    LG RS
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  11. #11
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    Die weiteren Ausführungen ordne ich der Müdigkeit aus S1 unter
    soso, was soll ich daraus schließen? dass ich dich in meiner müdigkeit fälschlich für einen klugen kopf gehalten habe?
    als zyniker hätte ich dich übrigens bisher nicht eingeschätzt, aber man lernt auch nie aus über menschen...
    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
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  12. #12
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    Falls irgendwer, irgendwo, irgendwann was lernen sollte, dann dass es niemals um die Person geht!

    LG RS
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