Wellig weiche Kupfersträhnen zittern durch den Wind
und des müden Zephirs leises Flüstern in duftend dichter Dunkelheit..
Für wen glühen von den Lippen die von selbst Wilden Nelken?
Wohin lockt mich die erregte, weiße Umarmung
aus Winters glatten Händen?
Wohin rufst Du mich, zur Ruhe im Traum, oder ins Unglück,
O Carmen?

Entführen ließ ich mich von dir gleich überall,
doch deine glühenden Augensterne,
soll die Augenbraue mit mildem Dämmerlicht bedecken.
Von deinem Blick wird mein Herz mutiger.
Aus ihm sprießt der Wunsch, wie der erst erblühter Blumen
und die stumme Einfachheit des wüsten Traums,
und die wilde Sehnsucht des entflammten Glücks.

Der leidenschaftlichem Verlockung reinstes Gift, liegt in deinem Blick, Carmen.
Und doch würde ich dein Gift aus deinem Auge willig trinken.
danach, mit meinem Haupt auf deine Brust, die Schneewelle verstecken
um mit sanften Flüsterworten das reine Glück neu zu benennen.
Und wenn Du ein Herz hast, wagen würde ich es, mich aus dem süßen Traum
zu tragen, um es zu behüten wie mein Auge.
Du! Von der Sommersonne gefallene Blume, Carmen!

Nein! Nein! Ich zerbrach an dem Stein diese Harfe, meiner bleichen Schwermut.
Von den Rosen, dunkel, blutend, flocht meine Hand dir einen Kranz.
Entflechte deine aus Seide und Schwarzem Haar, fallen soll die Nacht!
Hör die Zimbeln und den Seufzer des Lachens,
schmecken will ich von deinen Lippen die Leidenschaft und der Sünde Glanz .
Ich Will Leben, wenigstens für diesen Augenblick,
auch wenn ich dafür sterben sollte, Carmen!


LG Erman