Thema: Eigenbrötler

  1. #1
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    Eigenbrötler

    Eigenbrötler


    Du weißt,
    dass deine Art bald ausstirbt.
    Leider lässt du dich nicht fügen,
    wie alle blökenden Herdentiere.


    Glaub uns, Göttliche Lehren sind eine Farce,
    das Bonbon für Dumme.
    Wir, nur wir haben genug Weingeist
    für alle Belange des inneren Friedens.


    Die Stimmen der Vernunft
    haben keine Seele,
    in ihrer kurzlebigen Welt.
    Deine Eigenschaften sind zu grün,
    in dieser sauren Welt.


    Die Evolution speit viele Gesichter,
    Blitzlicht ist gefragt, keine Korona.
    Du weißt, dass deine Art bald ausstirbt
    und kein Schaf bemerkt es.
    ...
    ..
    .









    Geändert von horstgrosse2 (01.05.2012 um 12:07 Uhr)

  2. #2
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    Hallo horstgrosse2,
    der satz: leider lässt du dich nicht fügen

    ist irgendwie seltsam, ich dachte es heisst, du lässt dich nicht führen..
    ist aber nur eine Minikritik.

    wenn ich deinen gewählten Titel mit dem Inhalt in Verbindung bringe, bemerke ich wie gegensätzlich unsere Blickwinkel sind.
    Nach meinem empfinden wird die Art der Eigenbrötler immer größer-
    weil ein Gemeinschaftssinn auch anerzogen wird, oder auch nicht

    aber ich werde nochmal in mich gehen
    möglicherweise liegt es an meinem falsch abgespeicherten Wortbegriff (was ich damit in Verbindung bringe)


    edit, habe schnell nochmal nachgelesen, wird für Aussenseiter, nicht auf Almosen angewiesen sein, verwendet.

    nun, 2 männliche Personen auf die sowas zutrifft, kenne ich- und beide sind überduchschnittlich Intelligent;
    was sie eigentlich zum Leithammel machen müsste; und beiden fehlt die Zeit für Blitzlicht, weil sie ihr Wissen erweitern. (wovon ich reichlich profitiere, sie schweigen nicht-ein Besuch...und mein Kopf braucht ein Ablassventil) und weil sie so beschäftigt sind, fehlt ihnen auch die Zeit einen Gemeinschaftskreis zu pflegen

    ich bleibe dabei, diese Art wird größer


    lg schokominza00
    Geändert von GE-wicht (06.04.2012 um 23:56 Uhr)
    bravecto plus und nexgard kann ich empfehlen, damit kommen meine lieblinge stressfrei durch den sommer und müssen sich nicht quälen,
    falls ein haustierhalter nur bernsteinketten, lavendelöl, frontline, advantage kennt, parasiten sind gegen diese mittel schon lange resistent.

  3. #3
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    Hallo Horst,

    all so wie Du mit Bedeutungen von Bild und Sprache jonglierst, ist das ein derART absurdes Ostergedicht, daß es mich sofort angesprungen hat
    Schwarzes Schaf ... Du weißt - köstlich!
    Die Farben in den Bildern changieren immer wieder krass. Ein Schaf fügt sich nicht ins helle Gesamtbild der Herde. SolcherArt Kunst zu überleben, ist zum Aussterben verurteilt, zu auffällig = leichte Beute und die anderen Schafe merkens nicht, weil herdenblind?

    Nun weiß ich nicht, wie das bei Schafen ist - - bei Katzen wird Schwarz dominant vererbt, die Würfe sind größer, also kann man noch so viele von ihnen als Sündenböcke von Kirchtürmen werfen und bei schwarzen Messen verbrennen – sie sterben wohl nicht so schnell aus und gelten per se schon als Einzelgänger.
    Die Metapher möchte, meine ich, aber gerade ein Herdentier als Eigenbrötler herausheben.
    Zu gut für diese Welt? - - Da paßt auch das Brot (ist es ungesäuert?) zum Abendmahl am einzigen Donnerstag, der zwischen Grün und Weiß changiert ...
    Und welcher Kelch wird nicht vorübergehen? Doch hoffentlich unserer – der mit dem besten Wein
    (Ist das ein Tippfehler - Göttliche Lehre ohne n?)

    Das bleibt mir ein unvergeßliches Bild:
    Zitat Zitat von horstgrosse2 Beitrag anzeigen

    Die Evolution speit viele Gesichter,
    Blitzlicht ist gefragt, keine Korona.
    Du weißt, dass deine Art bald ausstirbt
    und kein Schaf bemerkt es.
    ...
    ..
    .
    Deine hier von mir mal bezeichnet als "persönliche Notation" paßt graphisch zum Inhalt wie Arsch auf Nachttopf.
    Wir (... Erleuchteten mit Korona) wollen letztendlich nicht einen ebenfalls aus der Art geschlagenen zum Opferlamm (... der Unterbelichteten -- *homerisches Gelächter*) werden lassen ...

    So als Assoziiergedicht voller Widersprüche ganz meine Kragenweite. Danke dafür.

    Es grüßt Dich herzlich

    Thisbe
    dich singen scheuer augenblick
    in deinen obertönen werde ich

  4. #4
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    @Schokominza00




    Ja, der Satz: leider lässt du dich nicht fügen

    Ist so gemeint, die Mittel versagen um jemand in die „Richtung“ zu weisen.



    Na klar sind Eigenbrötler Außenseiter. Die Frage ist doch, ab wann wird der Eigenbrötler zum Außenseiter und vielleicht auch wodurch? Diese Frage sollte sich jeder selbst stellen, vielleicht stellt er verwundert fest:“ich bin auch einer“, also er selbst.
    Und tschüü.


    @Thisbe




    Ich jongliere nicht, ich entblättere Vermutungen. Die Metapher kommen mit einen ironischen Flair
    angeflogen, (Medien usw.) ich schreibe sie nur nieder. Ja, ich meinte: „Göttliche Lehren“, falsch?

    Natürlich, (Zitat: So als Assoziiergedicht voller Widersprüche ganz meine Kragenweite.“)
    Diese Widersprüche waren nicht beabsichtigt, leider aber Realität. Und Ironie besitze ich manchmal völlig unbewusst, sorry.
    So, ehe ich noch mehr Schnee vom Stapel lasse, gehe ich schnell, tschüü.

  5. #5
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    Hallo Gedankenspringer,

    Zitat Zitat von horstgrosse2 Beitrag anzeigen
    Ja, ich meinte: „Göttliche Lehren“, falsch?
    jo, verlangt Plural - Göttliche Lehren sind eine Farce.

    Zitat Zitat von horstgrosse2 Beitrag anzeigen
    Diese Widersprüche waren nicht beabsichtigt, leider aber Realität. Und Ironie besitze ich manchmal völlig unbewusst, sorry.
    Ich brauch ja manchmal einen Moment, um Zugang zu so einem Gedankenparadies von Dir zu finden --
    aber glaub mir, das Vomblattlesen hier war mir ein Heidenspaß

    Es grüßt Dich herzlich

    Thisbe
    dich singen scheuer augenblick
    in deinen obertönen werde ich

  6. #6
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    @Thisbe



    Ja danke. „sind eine Farce“

    Schönen ersten Mai.

  7. #7
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    Lieber horstgrosse,
    es wäre schlimm, wenn die Eigenbrötler aussterben würden. Die Welt wäre langweilig, dumpf, eng und stickig. So aber sorgt für den frischen Wind - der Eigenbrötler, weil er sich nicht fügt, weil er das so will. Gut, dass Eigenbrötler NICHT aussterben!
    Herzliche Grüße H. H. Karg

  8. #8
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    @Dr. Karg

    Nun, die Sache mit dem Eigenbrötler trägt mehrere Gesichter, in Richtung Akzeptanz. Ich will aber hier jetzt keine Lawine losreißen. Es gibt eben Eigenbrötler die werden bemerkt. Und- (belächelt? geachtet? usw.)
    Richtig, gut dass sie nicht aussterben.
    Danke.

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