Justitia im morgenmantel

Dein gesicht schaut mich an, deine augen starren
Das gericht tagt. Deine ohren wollen futter.
Fragst mich was ich hören will.
Ein dilemma. Wie immer. Mein leben.
Ich will nichts hören.
Nichts erwarten. Nichts fordern.
Ich willl dass in deinem gesicht
Endlich das lachen musiziert.
in deinem herzen die möglichkeit überwiegt.
Und im handschlag diese grausame waage
Zerstört am boden liegen bleibt.
Nichts sollte abgewogen werden.
Alles sollte gespürt werden.
Ob es schmerzt oder schmeichelt,
ob es foltert oder gefällt:
es muss erlebt sein,
es muss überlebt sein,
durchgemacht, nicht eingeredet
geschmeckt, nicht beschrieben.
Der schmerz tanzt immer auf meiner zunge
Dazu spreng ich seit ewig Rhythmen auf trommeln
die mit meiner haut bespannt,
durch meine knochen gespielt werden.
also was soll der letzte tropfen mit dem fass?
Wir brauchen ablenkung!
und du? Bunt wie blumen in dieser betonstadt
Und wenn es weh tut um so besser.
Und wenn es gut tut um so besser.
Eine idee:
deine lippen fliegen durch die luft, treffen meine, was passiert jetzt?
Deine wünsche schlittern durch die welt, treffen meine, was passiert jetzt?
Meine augen schwimmen durch die luft, treffen deine, was passiert jetzt?
Meine ideen wanken durch die strassen und treffen auf dich. Was passiert gleich?