1. #1
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    Die Lemniskate

    ∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞
    Es wartete die Lemniskate,
    genervt von der Reduktion
    auf Mathematik-Abstraktion,
    dass jemand einen Storch ihr brate
    und das seit Ewigkeiten schon!

    Das Liegen auf den beiden Bäuchen
    war kurz gesagt zuwider ihr,
    sie köchelte in wilder Gier -
    (ich glaub, man hört sie jetzt noch keuchen)
    so wurde sie Symbol und Zier

    der esoterischen Bewegung.
    Als Kreislaufzeichen angebetet
    hat Sphärenklänge sie geflötet.
    Doch kams zur tragischen Begegnung:
    man hat sie einfach festgelötet.

    Herabgestuft war nun ihr Rating,
    von unzählbar zur Doppelnull.
    Da half ihr nicht einmal Red Bull!
    Verhindert war ihr „Lemniskating!“
    ∞∞∞∞∞∞∞∞∞∞
    liaba den jandl im pfandl, ois de jelinek im herrgodseck (von mia)

  2. #2
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    Hi, Dr.Seltsam -


    das gefällt mir ausnehmend gut, auch wenn ich den Hinweis auf die Esoterik nicht ganz verstehe.
    Gilt bei denen auch das Symbol der liegenden Acht als Ewigkeitssymbol?
    Das schönste, was ich je sah, war ein Lemniskatenlenker in gefilmter Bewegung.
    Dein Gedicht hat sicher weit mehr Hintergrund, als ich ahnen kann.
    Ich stehe zu meinen Lücken.
    Ich finde das Ganze optisch reizend aufgemacht.

    LG
    Barbarossa

  3. #3
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    Hallo Dr. Seltsam,

    es ist für mich ein kleines Meisterwerk, das ich hier mit viel Genuß und Schmunzeln lesen durfte! Besonders:

    Herabgestuft war nun ihr Rating,
    von unzählbar zur Doppelnull.
    Da half ihr nicht einmal Red Bull!
    Verhindert war ihr „Lemniskating!“
    ist einfach sehr sehr gut . Nebenbei wurde auch bei mir diese Bildungslücke aufgedeckt und geschlossen .

    liebe Grüße
    Seso

  4. #4
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    Guten Morgen, Barbarossa!

    Die L. ist schon ein seltsames Ding, um nicht zu sagen eine Wesenheit. Ihre Bedeutung und Verwendung (im Sinne einer exakten Beschreibung der Realität) in der Naturwissenschaft sprengte schon den Rahmen eines kurzen Berichtes. Auch in der Mystik, in Religionen, Alchemie, Freimaurerei und deren aller Symboliken, was ich hier etwas schlampig als Esoterik bezeichnet habe, spielt sie eine nicht unbedeutende Rolle. Die L. stellt quasi ein Wurmloch von der mystischen Weltauffassung zur modernen Naturwissenschaft dar.
    Die Überschneidung im Mittelpunkt symbolisiert die Komplexität des Kreislauf- und Erneuerungsgedanken auf dem Weg zur Erleuchtung oder Läuterung, was dann durch Kreis, Ellipse, oder Ouroboros (gibt es auch in Lemni-Form) dargestellt wird.
    Wird im Gedichtlein aber bestenfalls angeritzt.
    Wenn es gefällig war, ist das ja schon einmal ein Anfang.
    danke und liebe Grüße
    Drago S.


    Liebe @Seso!

    Danke auch dir für die Rückmeldung, wenn es amüsant und lehrreich war, soll es mir auch recht sein.
    ebenfalls liebe Grüße
    Drago S.
    liaba den jandl im pfandl, ois de jelinek im herrgodseck (von mia)

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