Thema: Die Kinder

  1. #1
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    Die Kinder

    Die Kinder


    Die Kinder sind so depremiert,
    da ist kein Spielraum für ihr Glück,
    was ist mit ihnen nur passiert,
    die Welt, sie spielte wohl verrückt.

    Das TV zeigte ihnen Leben,
    ein Leben jenseits ihres Zauns,
    da kann man endlos Geld ausgeben,
    das bleibt für jene nur ein Traum.

    Die Kinder sitzen endlos schweigend,
    was ist verkehrt, warum nicht sie,
    sie sitzen jenseits, müssen leiden,
    die Welt verdreht, kaputt wie nie.

    Sie gehen raus aus ihrer Wohnung,
    da liegt ein Holz, ein Brett, ein Stock,
    wo bleibt die wirkliche Belohnung,
    Verwirrung in der Seele hockt

    und Wut und Gram und nebenan,
    da läuft ein wohlgenährter Mann,
    das Holz wird leicht in ihrem Arm,
    sie stürzen los und greifen an.

  2. #2
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    Hallo Joneda,
    Da hast Du ja ein sehr aktuelles und wichtiges Thema aufgegriffen,- ich tue mich schwer mit der "Welt, die verrückt spielt" - es sind wohl eher gesellschaftliche Entwicklungen:Verantworungslosigkeit im Umgang mit der Welt und ihren Geschöpfen, sowie Verantwortungslosigkeit in der Begleitung und Erziehung unserer KInder in z. B. unkontrolliertem TV-Konsum. Dass dann aus den erweckten und unbefriedigten Sehnsüchten und Träumen Frustration und letztlich Aggression entstehen kann und entsteht, die dann natürlich unschuldige Opfer trifft, ist nicht neu...und deshalb tue ich mich dann auch wieder mit dem Ende Deines Gedichts schwer, wo die Schuld des Angriffs dann doch auch bei den Kindern bleibt. Irgendwie ist einiges der Problematik erfasst, aber für mich noch nicht ganz stimmig, weil wichtige Aspekte sehr verkürzt aufgegriffen werden. Als ein mir am Herzen liegendes Thema trotzdem gern gelesen.
    LG
    macin
    Geändert von macin (14.04.2012 um 20:18 Uhr)

  3. #3
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    Hallo macin,

    ich spreche von jenen Kindern,
    die ohne Perspektive groß werden,
    ohne Hoffnung auf eine bessere Zukunft
    und jetzt schon in der Armutsfalle hocken.
    Denen eine Teilnahme an der Gesellschaft verwehrt bleibt,
    da nach der Befriedigung der Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Kleidung, Wohnung,
    kein Geld mehr für sie übrig bleibt,
    ja nicht einmal eine Aussicht auf Besserung dieser Verhältnisse,
    weil Interessensverwirklichung in unserer Gesellschaft
    immer auch mit Geldausgabe verknüpft scheint,
    ob es ein Musikinstrument ist, das man erlernen will,
    ein Hobby, dem man nachgehen möchte,
    ein Platz in einem Verein mit dazugehöriger Ausrüstung und Fahrt- bzw. Eintrittsgeld
    und ich könnte Dir noch sehr viele andere Beispiele geben,
    wie z.B. das gleiche Recht auf Bildung,
    was ich sehr stark anzweifele.

    Und da stehen sie, die Kinder der nächsten Generation,
    jetzt schon in Schichten eingeteilt
    und man wundert sich über die Gewaltbereitschaft ?????
    Da hilft auch ein Bildungsgutschein ala van der Leyen nicht wirklich.

    Zusätzlich ist dieses Gedicht spontan entstanden
    nach dem Anschauen eines Dokumentarfilms mit dem Titel:
    Die hungrigen Kinder von Schwerin

    und ich meine, Kinder sollten nicht leiden
    und war und bin wütend , wenn ich sehe,
    wie sie in Deutschland verschleudert werden,
    ihre Kapazitäten, ihre Möglichkeiten, ihre Hoffnungen erstickt werden
    und die Gesellschaft kriegt immer das, was sie verdient !!!!

    alles Liebe
    zu Dir
    Joneda

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