Ein Mann – mein Mann?

©Hans Hartmut Karg
2012

Ein Mann ist der, der immer alles kann,
Der sich begreift als wunderbarer Mann.
Wer ihn schlechtredet und verlästert,
Ist herzlos und nicht gut verschwestert.

Ich kann das niemandem ersparen,
Weil Sie schon immer lebensmutig waren.

Was Sie so schmerzverzerrt erleben,
Das ist das Sterben schon im Teil des Lebens,
Weil wir doch immer schon verliebt verleben,
Was in der Nähe unsrer Hand kann alles geben.

Ein Mann ist dennoch nur ein Mann,
Wenn er nur meine Kilometer mild begleitet.

Und wenn er meine Liebe nehmen kann,
Wie Schmerzen, Übelkeit und Atemnot,
Verleibt, weil er dies selber alles leibet
Und meine letzten Stunden mild bestreitet.

Ihr, die Ihr immer schon den Hirsch im Mantel kürt!
Ach, bleibt doch locker, denn Ihr seid schon früh verführt!

Ach, glaubt doch nicht, dass Ihr die Lebensfragen löst,
Wo Ihr doch immer nur provinziell in Sehnsucht döst!

Zu Heiligabend müssen wir uns überlegen,
Ob wir uns unser liebevolles Leben geben,
Weil immer schon die liebevollen Eierstreber
Erwarten ihre liebevollen Osternehmer.

Meines ist schon ein wunderschönes Superei,
Wir sind mit dieser Tatsache so ewig frei!


Glaubst Du denn daran, dass die letzte Hand
Nach der ein jeder greift, weil sie ein Elefant,
Damit die Welt ihn hat nur noch beobachtend erkannt,
Damit bleibt er mit Dir auf ewig unverwandt?

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