1. #1
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    Vorstellungsfaden der Wunschkommentatoren

    Hallo Leute,

    damit auch alle wissen, wer sich bereit erklärt hat, eure Gedichte zu kommentieren, haben hier alle Kommentatoren die Chance, sich vorzustellen. Vielleicht ist ja genau der Typ Kommentator dabei, den du dir wünscht.
    Hier noch einmal die Auswahl:

    Anti Chris.
    Florestan
    Kajn Kokosknusper
    linespur
    Lydia:)
    MisterNightFury
    Nachteule
    Sydney
    Thrillermietze
    Geändert von Nachteule (25.01.2013 um 16:27 Uhr)

  2. #2
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    So, Dann möchte ich selbst mal den Anfang machen. Um diese Zeit ist sonst eh keiner on..

    Was mich als Kommentator ausmacht:
    Prosa ist nicht so mein Steckenpferd, da ich selbst nicht viel davon schreibe und damit nicht unbedingt den Zugang dazu habe. Dafür kommentiere ich Lyrik umso lieber. Allerdings keine Minimallyrik oder japanische Formen. Damit kenne ich mich auch nicht wirklich aus. Zumindest nicht in der Praxis.

    Dabei achte ich sehr auf Formen. Sie geben dem Gedicht in meinen Augen am besten Harmonie. (Was aber nicht heißt, dass dies nicht auch anders möglich ist) Ich kenne ein paar Gedichtformen und wenn ich nicht genau weiß, worauf es bei einer bestimmten ankommt, dann weiß ich oft doch noch, wo das steht.

    In meinen Kommentaren gehe ich auf so ziemlich alles ein, das mir auffällt. Über das Metrum, Reim, Grammatik, Rechtschreibung, Interpunktion, Form und ein paar Stilmittel kann immer etwas kommen. Ab und zu auch ein Interpretationsversuch. Was ich genau beachte hängt aber vom Gedicht ab.
    Wenn ich gut drauf bin und das Gedicht es hergibt, kann ein Kommentar auch mal mehrer Seiten lang sein.

    Als Schwabe gilt für mich das Motto "Net gmeckert is gloobt gnug.". Ich sehe mich in der Hinsicht also eher als Antichrist. Es ist demzufolge nicht unbedingt mit viel positivem Feedback zu rechnen (kann aber dennoch vorkommen. Unfälle passieren... ), aber dafür mit ehrlicher Kritik, die auch das Ziel hat, das kommentierte Gedicht/den Dichter zu verbessern. Darum ist ein Verriss von mir kein Beinbruch und kommt vor. Internationale Härte hat noch keinem geschadet. Du warst bestimmt nicht der Erste. Und wie singt Herbert Grönemeyer: Kopf hoch tanzen! (Und versuchen daraus zu lernen!)

    Meine Philosophie ist eigentlich, keine Kritik ohne Verbesserungsvorschlag abzugeben. Das geht nicht immer, aber ich versuche es. Die Vorschläge sind dabei nicht immer perfekt und zum direkten Einsetzen gedacht, sollen aber zumindest zum Denken anregen und dem Kommentierten Ideen liefern, wie er sein "Problem" angehen kann.

    Für Rückfrage stehe ich jederzeit zur Verfügung. Dies kann per PN oder im entsprechenden Faden sein. Sollte es etwas länger dauern: nicht verzagen, die Antwort kommt bestimmt, aber ab und an ist der Bote des Bösen auch mal mit Botendiensten beschäftigt.

    Wer sich für meine Person interessiert, der kann sich das hier durchlesen.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Geändert von Nachteule (26.04.2013 um 18:31 Uhr)
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  3. #3
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    krek-krek,



    kajn kokosknusper kritisiert vor allem lyrik. du kannst dich aber auch bei dramatik an mich wenden.

    kajn kokosknusper gewährt dir nestschutz, wenn du frisch im forum bist, und wird dich anfangs möglichst zärtlich auf stärken und mängel hinweisen, falls er welche findet. sehr wahrscheinlich werde ich welche finden. bist du länger im forum, solltest du verdammt gut, extrem masochistisch oder sehr gelassen sein, wenn du kritik von mir wünschst.

    kajn kokosknusper bevorzugt einen essayistischen kritisierstil. u.a. werde ich also versuchen, dir durch das stilmittel der ironie die tragweite einer unfreiwillig komischen passage bewusst zu machen.

    kajn kokosknusper vertritt die these, dass es keinen text ohne form gibt. es ist also egal, ob die form konventionell ist, konventionelle regeln bricht oder sich als frei bezeichnet: ich untersuche und bewerte, ob die form den inhalt trägt.

    kajn kokosknusper erwartet authentizität. die sprache aus dem letzten charthit gilt ihm als genauso unecht und affektiert wie die sprache von andreas gryphius und friedrich schiller, die zu deren lebzeiten als authentisch galt. ich will deine sprache lesen und erkennen, dass du sprache bewusst nutzt, um dich auszudrücken. mit authentizität erwarte ich keinen seelenstrip, aber authentische erfahrung mit dem thema und kein bloßes wiederkäuen von stammtischphrasen und zeitungsüberschriften.

    kajn kokosknusper glaubt an folgende trinität:



    1 der text ist klüger als der autor: literarisches schreiben ist ein psychodynamischer prozess und besonders das gedicht sendet botschaften, die dem autor mitunter nicht bewusst sind. das gilt im besonderen für assoziative lyrik, aber eben nicht nur. sollte ich interpretieren und du solltest dich ertappt fühlen, reagiere nicht beleidigt. du hast deine erfahrungen, ich meine.

    2 der text ist klüger als der leser: ich werde mich bemühen, nach möglichkeit objektiv zu urteilen, was in einer subjektiven gattung unmöglich scheint. ich werde mich auf deinen literarischen anspruch einlassen, falls ich erkennen kann, dass du einen hast. als gegenleistung erwarte ich, dass du dich auf meine kritik einlässt und falls du diese für unangebracht hältst, nicht nur wild mit worten in der luft herumfuchtelst (das kann ich besser), sondern begründend argumentierst. meine kritik kann falsch sein - überzeug mich davon.

    3 der text lügt wahrhaftig: und sowohl autor als auch kritiker können auf dessen metaebene hereinfallen.

    kajn kokosknusper hält deine angst vor fremdworten und fachbegriffen für unnötig. gerade dir als motivierten autor bereichern sie deinen wortschatz. mir als kritiker helfen sie, nicht drumherumzureden. verstehst du einen begriff nicht, benutze zunächst referenzmaterialien (z.b.: hiesiges sprechzimmer, wikipedia)! zur not kannst du mich auch fragen. ich habe die begriffe irgendwann auch gelernt und glaube daher an deine lernfähigkeit.

    kajn kokosknusper empfiehlt dir unbedingt folgende lektüre: Heute: Beitrag 666.

    kajn kokosknusper ist überzeugt, dass ich jetzt das wesentlichste hier geschrieben habe. let's rock baby!


    wer deutsche versbrecher findet, darf sie behalten
    oder: warum mein rechtschreibprogramm dem genitiv sein toast iszt...

    "Ein Lyriker, der glaubt, unabhängige Kunst zu schaffen, ist ein Narr, aber ein Mensch, der nicht fähig ist, seine Erfahrungen auf ein anderes Niveau zu abstrahieren, ist kein Künstler."

  4. #4
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    Hi,

    Ich bin von den Kommentatoren hier sehr wahrscheinlich die Jüngste. (Bist du jünger ly? ) Ob das ein Vorteil oder ein Nachteil ist müsst ihr für euch selbst ausmachen.
    Von Metrik weiß ich natürlich das ein oder andere. (Das wird einem in diesem Forum richtig aufgezwungen ). Aber so ganz ins Detail... Naja... Nachteule (siehe oben) hat mein erstes Werk kommentiert und hat mir geholfen mich hier zurecht zu finden. Irgendwie ist es also logisch dass ich die meisten seiner Ansichten übernommen habe. Hach, man kann mich einfach zu leicht beeinflussen.
    Ich schreibe meistens einfühlsame 'Kritiken', ich versuche euer Gedicht zu verstehen. Interpretieren finde ich sehr interessant aber ehrlich gesagt denke ich oft an etwas ganz anderes als ihr. Metrik finde ich schon wichtig aber unbedingt nötig ist sie ja nicht, also wenn euer Gedicht gar kein Metrum hat könnt ihr euch natürlich auch bei mir melden.
    In Sachen Fremdsprachen: Niederländische Texte sind bei mir bestens aufgehoben. Texte auf Französisch und Englisch verstehe ich zwar wahrscheinlich aber meine Sprachkenntnisse sind da eher begrenzt.
    Im Moment bin ich nicht gerade viel on, aber für ein paar Kommentare habe ich bestimmt ab und an Zeit.

    Liebe Grüße,
    Lydia
    Bote des Boten des Bösen. ;)
    Es wäre schön alle früheren Kommentare löschen zu können ohne Beiträge zu verlieren... ;-)
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  5. #5
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    Hallo!

    Ich kommentiere prinzipiell alles, bevorzugt allerdings Lyrik und Prosa. Bei lyrischen Texten bin ich weder den klassischen Formen noch den neueren freieren Formen abgeneigt. Da beim alten 'Kommentar gesucht'-Faden hauptsächlich um Kommentare zu Gedichten gefragt wurde, werde ich hier verstärkt auf lyrische Texte eingehen.

    Was ist mir bei lyrischen Texten wichtig?
    Mir ist bei allem, was ihr verwendet, die Wirkung wichtig. Ich betrachte dabei die Wortwahl, die Stilmittel, die sprachlichen Bilder und vieles mehr. Könnt ihr damit eine Stimmung aufbauen? Wirkt der Text authentisch? Was betont ihr dadurch? Sind manche Formulierungen doppeldeutig? Passt das zum Inhalt? Solche und ähnliche Fragen stelle und beantworte ich ganz gern in meinen Kritiken.
    Ich zähle auch zu den Kommentatoren, die ganz gern einmal ein Gedicht ver-x-en. Dabei achte ich darauf, ob die Metrik zum Inhalt passt.
    Wenn ich also kurz und bündig sagen will, worauf ich achte:
    • Verdichtung
    • Innovation
    • Kongruenz von Form und Inhalt



    Was dürft ihr erwarten?
    Meine Kommentare können schon einmal länger ausfallen, sind aber immer wohlwollend gemeint. Sollte euch irgendetwas an meiner Kritik nicht klar sein, könnt ihr gern auch nachfragen. Ich erkläre euch auch gern eventuelles Fachvokabular, sofern welches vorkommt. Bei Kritiken für neue User werden aber Erklärungen zu gewissen Begriffen, die am Anfang eventuell unklar sein könnten, ohnehin enthalten sein.

    Ich bemühe mich, möglichst fair und objektiv zu bleiben. Wenn möglich, werde ich euch natürlich auch sagen, was mir gefällt und warum. Verbesserungsvorschläge können manchmal auch in meinen Kommentaren enthalten sein, obwohl das eher selten vorkommt.

    Wenn ich einen Text kritisiere, dann könnt ihr damit rechen, dass ich mit ziemlicher Sicherheit auf folgende Punkte eingehe:
    • Metrik
    • Inhalt und Interpretation (besonders, wenn Anspielungen und Doppeldeutigkeiten im Text versteckt sind) *
    • Formales (Stilmittel, Wortwahl, Rechtschreibung, Grammatik, Form, ...)
    • Conclusio (Zusammenschau, eventuell Tipps, Kongrunz von Form und Inhalt, ...)


    Notiz:
    *) Hier frage ich auch sehr gern, was eure Intention war. Natürlich muss hier niemand antworten und verraten, worum es wirklich geht, aber ich finde es durchaus interessant, weil man so unterscheidliche Ansichten und Interpretationen vergleichen kann.


    Wie stelle ich mir eine Kritik vor?
    Zum Glück wurde diese Frage schon von mir und von anderen beantwortet:


    Was erwarte ich von euch?
    Eine Antwort.

    Was dürft ihr auf keinen Fall haben?
    Angst.

    LG und bis bald,
    maXces

  6. #6
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    Hallo,
    da ich ja jetzt auch zu den Kommentatoren gehöre, wollte ich mich auch mal schnell vorstellen.
    Ich schreibe selbst viel, obwohl man das von Leuten in meinem Alter vlt eher weniger erwartet, aber ich bin immer sehr erfreut, neue junge Dichter kennenzulernen, die das Forum hier nutzen
    Ich kommentiere sehr gerne neue Benutzer, da die es meistens schwer haben, sich gegen altbewärte durchzusetzen.
    Meine Stärke ist wohl eher der Inhalt und Rechtschreibung und Grammatik, ich lese auch sehr gern reimlose Gedichte und mit der Metrik stehe ich oft auf dem Kriegsfuß
    Trotzdem versuche ich mein bestes und hoffe, dass ich bisher und auch in Zukunft immer helfen konnte bzw kann
    Prosatexte interessieren mich auch sehr, ich lese viele von ihnen, habe aber bisher kaum einen kommentiert, aber falls hier ein Kommentar gewünscht wird, werde ich natürlich einen dazu schreiben.
    Ich bin immer sehr erfreut, wenn meine Vorschläge wahrgenommen, angenommen und vlt sogar umgesetzt werden, lasse mich selbst aber auch gern von anderen inspirieren Außerdem bin ich der notorische Hinterfrager, dh ich stelle oft unzählige Gegenfragen zu einem Werk, die oft auch rhetorisch sind, in der Hoffnung, so auch dem Autor etwas entgegenzukommen, ob das Werk auch so ankommt, wie es soll. Natürlich hoffe ich auch immer auf klärende Antworten zu meinen Fragen
    Hab' ich was vergessen? Achja: Ich versuche immer, einen Bezug zum Autor herzustellen, was man ja eigentlich nicht machen sollte, aber mich interessiert bei vielen Werken einfach, wie man dazu kommt, so etwas zu schreiben und da suche ich halt die Verbindung zum Autor
    Um die wichtigste Frage noch schnell zu beantworten: Ich kommentiere alles, treibe mich auch gern in den Forenspielen rum zB, aber ich habe noch nie einen Blick in die "Erotik" geworfen und habe das auch in nächster Zukunft nicht vor...
    LG,
    Thrillermietze
    PS: Bei Fragen bitte PN schicken
    Geändert von Thrillermietze (10.10.2012 um 15:15 Uhr)


  7. #7
    Sydney ist offline Nachteulen- & Koalaparadies
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    Und als letzte stelle ich mich dann auch endlich mal vor.

    Was ich kommentiere

    Ich kommentiere bevorzugt die Lyrik, würde mich aber auch ab und an der Prosa zuwenden und kann mit Dramatik absolut nichts anfangen. Am liebsten kommentiere ich Trauer & Düsteres, Nachdenkliches & Philosophisches und Hoffnung & Fröhliches. Danach die anderen Kategorien - außer Erotik.

    Wie die Gedichte und Texte sein können

    Bei Texten wären mir gutes Deutsch und eine richtige Grammatik wichtig. Was jedoch nicht bedeutet, dass keine Ausdrücke wie „ey, Alter“ vorkommen dürfen. Da ich ja noch nicht alt bin, bin ich im Jugenddeutsch noch gut drin.

    Eine gute Rechtschreibung gilt natürlich auch bei den Gedichten. Ansonsten können sie formal erst einmal so sein, wie sie eben sind. Denn ich finde, es kommt mehr auf den Inhalt an, ob sie besser klassisch, gedichtformgemäß oder frei und modern sein sollten. (Gedichte, die sich reimen, finde ich allerdings vom Grundkonzept einfach schöner, als jene, die es nicht tun.)
    Außerdem glaube ich, dass ein gelungener Inhalt eine nicht so gelungene Form auf jeden Fall wettmachen kann, denn andere Reime findet man leichter, als einen anderen Sinn. Daher lege oft mein Hauptaugenmerk auf den Inhalt in den einzelnen Strophen.

    Wie ich kommentiere

    Wenn ich einen Text lese, so schlecht er auch objektiv sein mag, finde ich immer auch positive Dinge, die mir gut gefallen oder/und ich ausbaufähig sehe. Meistens gebe ich Verbesserungsvorschläge oder Anreize. Wenn ich etwas Inhaltlich nicht verstehe frage ich auch mal nach. Das ist dann auf keinen Fall böse gemeint – manchmal habe ich einfach ein Brett vorm Kopf. Außerdem habe ich einen gewissen Dang Smileys zu setzen, aber die machen die ganze Sache ja auch irgendwie netter – und ich bemühe mich auch das einzudämmen…

    Wenn mir bei einem Gedicht mal nichts Positives auffällt, dann halte ich mich stets an mein Motto als Rheinländerin: „Nach ein paar Gläsern Altbier, sieht jedes Gedicht schon wieder ganz anders aus…“

    Liebe Grüße. Syd.

    Quare suo iure noster ille Ennius sanctos appellat poetas, quod quasi deorum aliquo dono videantur.
    Cicero

    .___.
    {o,o}
    /)__) <3 Be good, I'm watching you.
    -"-"-

  8. #8
    Florestan Guest
    Ich möchte mich an diesem Projekt und damit auch an dotcom gerne (wieder) beteiligen und biete mich daher auch als Kommentator an. Wer ganz sicher gehen will, dass ich seine Texte kommentiere, schreibe mir eine PN; eine Kritik folgt dann unter Garantie in den nächsten Tagen.

    Ein paar Anmerkungen über meine Art mit Texten umzugehen:

    Allgemein:
    - Ich habe ein Faible für reimlose, "freie" und auch Prosa-Lyrik.
    - Ich kann aber auch Werke unter den handwerklichen Gesichtspunkten von Reim, Metrum etc. analysieren
    - Für die Kategorien "Humor", "Mythisches, Religiöses & Sprituelles", "Prosa" und "Natur und Jahreszeiten" gibt es sicherlich
    bessere Kommentartoren als mich
    - Ich nehme jeden Text und seinen Autor ernst.
    - Es gibt definitiv einen Anfängerbonus. Kritisieren heißt nicht vernichten
    - Alteingesessene müssen vor dem gleichen Hintergrund damit rechnen, dass ich mein etwaiges Missfallen etwas deutlicher ausdrücke.
    - Meine Kritiken sind immer diskutierbar und ich bin auch belehrbar, wer mit etwas nicht einverstanden ist, möge sich melden


    Besonderes:
    - Ich interessiere mich bei einer Kritik dafür, ob der Text in sich kohärent ist; ob Form, Metaphorik, Stilmittel allg. etc. den Inhalt unterstützen. Dabei ist es in meinen Augen vollkommen unerheblich, ob dies durch sprachlichen Minimalismus, Alltagssprache oder ausladende barocke Metaphern erreicht wird, solange es ein stimmiges Ganzes ergibt.

    - Ich mag kritische, mutige Texte, die sowohl sprachlich als auch inhaltlich etwas wagen.

    - Ich werde keine alternativen Strophen formulieren, Wörter austauschen oder Ähnliches. Wo es handwerklich/inhaltlich in meinen Augen hapert, werde ich klar benennen, aber die Umsetzung ist immer Eure Aufgabe.



    Ein Beispiel für eine ehrliche Auseinandersetzung mit einem Anfängertext, in dem auch paar Aspekte zu meiner Herangehensweise transparent werden: Klick hier
    Geändert von Florestan (05.01.2014 um 10:29 Uhr)

  9. #9
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    Hallo, liebe „Neue“


    Meinen ersten lyrischen Text habe ich metrisch und strophisch zu gestalten versucht und der erste Kommentar, den ich darauf hier bekam, war sicherlich mitentscheidend für meinen Werdegang auf gedichte.com. Ich wurde ermutigt, diese Linie fortzusetzen und meine persönliche Note in Ausdruck und Bildhaftigkeit zu finden.

    Wer weiß, was und wie ich heute schreiben würde, wenn es ein anderer oder gar kein Kommentar gewesen wäre – aus diesem Grunde finde ich insbesondere die ersten Rückmeldungen zu eigenen Texten sehr wichtig, weshalb ich mich gerne in die Reihe der Wunschkommentatoren einreihen möchte.

    Ich möchte hierbei meine Hilfe gerne allen anbieten, die wie ich einen Faible für „klassische“ Formen haben oder sich in diesen ausprobieren möchten.
    Das Formale, also Metrik, Reimschemata und sprachliche Stilmittel, sind für mich kein lästiges Nebenbei, vielmehr erscheint es mir sehr hilfreich, besonders zu Beginn einer Dichterkarriere, feste Strukturen zu haben, an denen man sich orientieren kann. Außerdem vermögen sie, den Inhalt zu beeinflussen, weshalb ich sie auch immer in Beziehung zu diesem setzen mag.

    In „freier“/moderner Lyrik und Prosa fehlt es mir an praktischer Erfahrung, hier kann ich meine Dienste also nicht anbieten. Aber wenn du:
    • neu im Forum (oder auch nicht :P ) bist
    • interessiert an Form und Struktur und der Anwendung dieser bist
    • ehrliche (vielleicht auch mal negative) Kritik wünschst und verträgst
    • meine Mühe nicht unkommentiert untergehen lässt und zu Diskutieren bereit bist,
    dann freue ich mich, dir folgende Dienste anbieten zu dürfen:
    • Betrachtung formaler Aspekte (Metrum, Reimschema, sprachliche Mittel etc.)
    • Bezug zum Inhalt
    • Interpretation dessen
    • Verbesserungsvorschläge, sofern nötig/möglich (Ausdruck, metrische Reinheit, etc.)
    Schreibt mir gerne auch eine persönliche Nachricht, dann hab ich direkt vor Augen, wem ich einenKommentar verpassen kann^^


    LG Anti Chris.
    Geändert von Anti Chris. (25.01.2013 um 16:07 Uhr)
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  10. #10
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    Moinmoin,

    Was kurzes über mich privat

    ich bin also linespur (und bitte: gesprochen wird das leines, das ist kein Englisch) , denn so hat mich mein Bruder mal genannt, als er drei war und dabei ist er geblieben. Ich mag den Namen, aber eigentlich wiederum auch bin ich Nina für alle anderen, als meinen Bruder und dessen enge Freunde. Ist also egal, was Ihr nehmt. Und wer mich anders nennen will irgendwie, kann das auch gern tun, zwinker. Achja, moinmoin = Hamburg.


    Warum ich im Forum und in diesem Faden bin

    Ich hatte vor vielen Jahren mal die Idee für einen solchen Faden. Seinerzeit war es im Forum sehr belebt und es rauschten auch ganze Heerscharen von Neu-Usern in diese Hallen. Viele verschwanden natürlich wieder, aber manche gaben sich mit einem vagen Versuch im Dichten nicht zufrieden und wollten Rückmeldung zu den ersten eigenen Texten; teils um zu lernen, teils wohl auch rein aus dem Wunsch heraus, gelobt zu werden. Und so wurde gepuscht und übers Puschen geschimpft und es rumorte und war nicht gemütlich. Da dachte ich, es sei eine gute Idee, den wirklich Interessierten einen Platz zu geben, wo man um Kommentare fragen kann, ohne dass ein Moderator einem sagt, dass das nicht den Regeln entspricht.

    Ich selbst bin im April 2004 hier gelandet; war ein dummer Zufall, weil Regen und Stille oder irgend sowas mich verleiteten, mal im Internet zu stöbern; und irgendwie kam nach link nach link nach link diese Site zum Vorschein. "Ach", dachte ich, "Gedichte hab ich doch mal mit 14 geschrieben, ja wo sind die denn hin?" Ja, klar, was folgte war Schmach, Schande und die nötige Bockigkeit "Die werden schon sehen, dass ich doch schreiben lernen kann" *g*. Und dann habe ich ziemlich lange sehr, sehr intensiv gebüffelt und war in einer Art Rausch gefangen, was es hier alles an Wissen zu entdecken gab. Lyrik war bei mir in der Schule nie Thema, das war alles neu.


    Was ich so schreibe

    Versuche habe ich in viele Richtungen gemacht; es gibt sehr klassische Formen bei meine Gedichten, es gibt freie Zeilen, modernere Gehversuche und Prosa. Dramatik gibt es von mir nicht und wird es auch nie geben. Das ist nicht meine Welt. Ich bin kein großer Schreiber, ich glaube aber, ich kann ganz gut erklären, was und wie ein Text für mich funktioniert und darum sollte ich mich eigentlich ums Kommentieren kümmern, statt selbst was zu verzapfen.

    Vom Lernen

    Wenn ich von "Lernen" spreche, hat das nichts mit dem typischen Schüler-Lehrer-Lernen zu tun. Lernen ist nie einseitig und einer der seit fünfzig Jahren schreibt kann absolut von jemandem Lernen, der noch nie lyrische Grundbegriffe gehört hat, und bislang niemals einen Text schrieb. Lyrik und Prosa finden eben ja nicht nur auf rein intellektuell fassbaren Ebenen statt und wenn man mich fragt: Ja, es gibt Leute, die schreiben einfach von Innen heraus so, dass ich niederknien möchte. Die müssen gar nicht wissen, was sie tun, die tun es einfach. Aber die Regel ist das nicht, sondern Ausnahme. Schreiben ist ein Handwerk wie jedes andere; nicht jedes liegt einem, aber liegt einem eines, dann kann man darin auch wirklich gut werden, wenn man sich müht.


    Was ich versuche, wenn ich etwas lese / eine Kritik schreibe

    Ich versuche, wenn ich Werke betrachte, möglichst viele ihrer Bestandteile erst einmal für sich zu wiegen und zu erspüren. Allerdings ist das mir alles nichts wert, wenn im zusammengesetzten Mosaik dann Fehstellen spürbar sind; wenn das Mosaik eben ein ungleichmäßiges Bild nur zeichnet und Form und Inhalt nicht zusammen arbeiten.
    Ein Reim ist immer nur so gut, wie er in der Lage ist, klanglich den erzählten Inhalt den Leser spüren zu lassen. Ein Rhythmus ist kein starres Muster von Auf und Ab und überhaupt bieten diese Xx-Darstellungen viel zu wenig Raum, das tatsächliche Stimmmuster zu verdeutlichen, weil zwischen Hoch und Tief eben noch unendlich viele Möglichkeiten liegen.

    Wenn ich versuche, meine Sichtweise zu erklären, nehme ich generell Rücksicht auf das Verständnis und die Herangehensweise des Autors, da in erster Linie mein Kommentar sich an diesen richtet. Manche Dinge trete ich aber breit, obwohl ich weiß, ich sag dem Autor absolut nichts Neues oder Überraschendes, weil eben nicht nur der Autor Kommentare liest und versucht, etwas da heraus zu ziehen. Ich bin sogar der Ansicht, man lernt meist besser an den Werken fremder Autoren und Kommentaren zu diesen, als aus Kommentaren zum eigenen Werk. Es fällt einfach die persönliche Betroffenheit weg, so dass man sich freier auf andere Sichtweisen einlassen kann. Ich finde neben den echten Lehrfäden auch Kommentare darum wichtig, weil sie vielfach farbiger darstellen, was als Lehrsatz nicht eingängig ist und weil sie in der Lage sind, kleiner Nuancen zu verdeutlichen, Schwingungen, die eben nicht durch Regeln erklärbar sind.

    Ein wenig ausführlicher über die Art, wie ich mir Kritik wünsche und auch selbst versuche, sie zu verfassen habe ich hier in dem Faden von maXces niedergeschrieben: Kritik in Theorie und Praxis . Auch wenn das wieder ein paar Jahre her ist, trifft es dennoch weitestgehend noch zu. Wen es interessiert, der möge also bitte dort noch einmal lesen.


    Irgendwie will hier noch ein Rat rein

    Zu guter Letzt hätte ich noch einen Rat an jeden, der hier seine Schreibe ausstellt: Solltet Ihr jemals bei der Moderation um Löschung von Account und Beiträgen bitten, überlegt es Euch gut. Ich habe das mal gemacht - weshalb Ihr meine ersten Gehversuche nicht finden werdet, wenn Ihr das denn wolltet (*g* eigentlich ganz gut so). Ich bin wirklich traurig drüber, weil das ein Stückweit auch was von meiner Geschichte ist. Es muss einen guten Grund geben, das zu tun. Sicherlich gibt es solche Gründe und es könnte passieren, dass ich so etwas auch mal wieder mache. Mein Grund damals war es aber im Nachhinein betrachtet nicht. Also prüft das gut bevor es was zu bereuen gibt


    Und noch was ganz Letztes

    Ja, manchmal werden meine Kommentare auch lang - das lässt dies Ding hier ja ahnen *smile*

    Man liest sich
    Nina
    .
    .

    "gesammelte Empfehlungen" von linespur
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    Genie ist weniger eine Gabe denn aus blanker Not geborener Erfindungsreichtum.
    Jean Paul Sartre

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