Tag auf Tag wache ich, neben dir liegend,
stütz' mich auf, beobachte, deine Haare so verwegen,
meine Angst, meine Zweifel, alles, dir erlegen,
ich grinse, in mir ein Sturm, welch' ein Segen.

Ich seh' dich, wahrlich ich kann sie sehen,
sie öffnet ihre Augen, sie ist so schön,
nie wieder könnt ich zurück in Höhlen gehen,
was sag ich, nie wieder von der Stell' bewegn'!

Ich liebe dich, schreit mein Innerst,
nicht weil du so im Lichte schimmerst,
nicht weil du gibst und niemals wimmerst,
weil du mich an mich erinnerst.

Nacht für Nacht mit dir im Bett,
in Harmonie, zusammen, ein Duett,
als ob's Angst vor meinem Herzen hätt',
zittert mein Verstand wie ein Skelett.

Du zeigtest mir mein Ich,
du ließest mich nie im Stich,
und auch wenn mein Herz der Frage wich,
frag' ich dich: "Liebst du mich?"