Von fernen Sternen

Schwarzer Schleier drückt den Tag zugrunde
Silber glänzen die Wälder im Mondschein
Wie eine neue Welt zu dieser Stunde
Spürst du weit droben mein Herz ist dein

Ich schließe die Augen und lass mich fallen
Schwebe fort von jener Welt
Während in der Ferne Zauberflöten erschallen
Gibt es nichts mehr was mich hier hält

Empfinde so tiefe Leere in mir
Atme ohne zu leben
Meine Hoffnung auch sie gehört die
Als meine Seele beginnt in den Himmel zu streben

Der Wind streift meine Haut zart wie Engelsflügel
Ich rieche kühle Luft und atme wieder Leben
Treibe auf Wolken durch Täler und Hügel
Hebe den Kopf und sehe dutzend Sterne schweben

Die Landschaft zieht vorbei
Dämmer der Unendlichkeit entgegen
Bäume werden zu Sand und Dezember zu Mai
Meine Gefühle fangen wieder an zu leben

Lande sanft auf warmen Holz
Der Ort ist mir so fern und doch so nah
Blumen blühen mit sinnlichem Stolz
Hier bin ich ganz bei mir den du bist da

Wartest auf mich am weißen Strand
Stehst in einem Schimmer von Farben
Lächelnd hebst du den Kopf und fasst meine Hand
Diese Berührung heilt alle vergangenen Narben

Lausche deinem Atmen Nacht für Nacht
Schlaflos denk ich über deine Worte
Schicksalsbänder umweben uns sacht
Während der Mond auf uns herunter lach

Jeden Tag das höchste Glück
Hand in Hand auf deinem Stern
Verstand ist uns schon längst entrückt
Fühle ich doch was dich im Herzen bedrückt

Dieser Ort ist nicht für mich bestimmt
Es ist jetzt Zeit wieder loszulassen
Während du den letzten Teil meiner Seele nimmst
Muss ich begreifen dich nun zu verlassen

Keine Träne
Kein letztes Wort für uns
Wir leben Unendlichkeit
Sind stets vereint und doch getrennt
So wie alle Engel dieser Welt