Es pflegt in unsrem rauen Zeitenlauf
ein jeder wohl manch Steckenpferd zuhauf,
doch tut es dann ein einzger Staatenlenker,
verwünscht die Welt ihn bald zum Henker.

Das musste auch die Kanzlerin erfahren,
geprüft in schicksalsschweren Krisenjahren.
Europa hat die Nase voll gestrichen,
der Ruf der Dame ist schon fast verblichen.

Denn wie es sagen sämtliche Prognosen,
gehn Merkels Pläne demnächst in die Hosen.
Doch soll man nicht den Tag vorm Abend loben,
noch trägt das Haupt die Dame hocherhoben.

Die Schuldenbremse schwächt das Wachstum,
verarmt die Länder, bremst auch den Konsum,
des einen Plus ist auch des andren Minus -
ein alter Hut von Brüssel bis nach Vilnius.

Doch niemand lässt sich gerne korrigieren,
noch immer will man tüchtig durchregieren,
bis überall die deutsche Fahne weht -
ein Hoch der Irrationalität!