Thema: lampentod

  1. #1
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    lampentod

    erst die birne im flur
    und eine vom badezimmer
    dann die beleuchtung im Herd
    und ein tropfen am deckengehänge
    zuletzt ging meine schreibtischlampe aus

    mir brannten so viel birnen durch
    und das in nur drei tagen
    nun ist mein vorrat aufgebraucht
    ich muß nach neuem fragen
    und fürcht mich doch davor

    vielleicht sagen sie wieder
    lampen gibt es nur auf bezugsschein
    und wir haben auch keine mehr da
    denn die letzten gingen alle an die front
    und neue werden nicht mehr produziert

    noch ist es hell bei mir
    doch hab ich angst vor jedem schalter
    denn ich weiß nicht lange mehr
    und das licht erlischt in meinem haus
    es kommen wieder dunkle tage

  2. #2
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    Hallo Peter von Glatz,

    also ich verstehe ja den düsteren Hintergrund, aber erstmal ist es humorvoll. Hat mich irgendwie an die Glühbirnenpanik erinnert, als auf Sparlampen umgestellt wurde. Die Idee, die Angst vor der näherrückenden Dunkelheit, finde ich erfrischend umgesetzt. Die Reimstruktur versteh ich nicht so ganz.

    Nachdem man ja "hell im Kopf" mit Intelligenz und "etwas durchbrennen" mit verrückt werden und "die Lichter gehen aus" mit Tod verbindet, ist mir die Situation des lyrischen Ich nicht ganz klar. Vielleicht kannst du da etwas Licht reinbringen?

    Grüße, .....

  3. #3
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    Grüß Gott und Dank für Deine Zeilen, .....°! Entschuldige bitte meine späte Antwort! Erst jetzt zurück und gelesen! Humor leider gar nicht beabsichtigt. Reime auch nicht, rein zufällig. Erste und zweite Strophe bittere Realität. Dritte Strophe Reminiszenz an Erlebtes. Vierte Strophe lebenslanges Trauma. Genug Licht reingebracht? Servus, P v G .

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