1. #1
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    Ich weiß, warum

    Ich weiß, warum mich keiner körperlich begehrt,
    weil sich mein Körper gegen solche Liebe wehrt.

    Ich weiß, warum ich niemanden liebe,
    weil es niemanden wie dich gäbe.

    Ich weiß, warum mir niemand traut,
    weil ich mir ja schon selbst nicht mehr glaub‘.

    Ich weiß, warum mich keiner mag,
    weil ich bissig bin – Tag für Tag.

    Ich weiß, warum niemand für mich stirbt,
    weil ich die bin, die den Hass in sich birgt.

    Ich weiß, warum mich niemand küsst,
    weil ich nicht realisieren will, was Wahrheit ist.
    Geändert von Thrillermietze (27.04.2012 um 17:54 Uhr)
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  2. #2
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    Hallo,

    ich finde dein Gedicht sehr schön.
    Die erste und letzte Strophe geben deinem Gedicht einen "Rahmen",
    hier geht es um körperliche Liebe. Die anderen vier Strophen handeln von Gefühlen.
    Gefällt mir wirklich gut.

    Liebe Grüße

  3. #3
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    Hallo incognita,
    vielen Dank für deinen Kommentar
    Dass es dir gefällt, finde ich toll und dass du das so in körperliche Liebe und Gefühle eingeteilt hast, wäre mir jetzt so gar nicht aufgefallen, also war das keine Absicht.
    Schön, wenn es trotzdem passt^^
    LG Peggy
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  4. #4
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    Liebes Lyrisches Ich96,

    inhaltlich finde ich ist es ein interessantes Gedicht. Das Lyrische Ich leidet unter einem Selbstzerwürfnis. Zum einen will es geliebt werden, zum anderen nicht nur körperlich und als dritte Ebene tritt ein Selbsthass auf, der diese Zerrissenheit besonders deutlich zeigt. Das LI ist sich bewusst, dass es auch selbst etwas tun könnte z.B. offener sein oder freundlicher, S4 und S5 lassen das gut erkennen.
    Neue liebe wird anscheinend erschwert, weil es einen Vergleichsgrundlage gibt (S2; V2), die immer noch geliebt wird. Somit wird kein Weg frei für Neues.

    In S3 frage ich mich was Vertrauen mit Glauben für das LI verbindet. Denkbar wäre, dass das LI unglaubwürdig nach außen ist (oder so wahrgenommen wird) und dadurch an sich Selbst zweifelt. Eine andere Verbindung sehe ich zwischen Vertrauen und Glauben sonst nicht, da beide sonst eher nichts miteinander zu tun haben.
    Die Folge dieser Zweifel sind ein verstärkt verbittertes hier als „bissig“ bezeichnetes Auftreten des LI in S4. Die „Forderung“ „Ich weiß, warum niemand für mich stirbt“ finde ich etwas derb krass.

    Zu Wahrheit ließe sich ein undenlicher Exkurs anschließen. Was ist schon Wahrheit?

    Das Häkchen bei „glaub‘“ ist denke ich überflüssig .

    Du hast ein Endreimschema gewählt. Ein feinsinnigerer Leser als ich würde bemängeln, dass diese teilweise unsauber sind und ohne darin ein großer Experte zu sein, denke deine Zeilenlängen bzw. Silbenanzahl ist auch uneinheitlich .


    Dennoch danke fürs Lesen dürfen!

    Liebe Grüße
    Sebastian

  5. #5
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    sehr lesenswert

    Mir gefällt dein Gedicht sehr gut, auch aus bereits genannten Gründen und ich bin nicht der Ansicht, dass ein Gedicht sich dadurch auszeichet mit welchen Stilmitteln oder in welcher Form es geschrieben steht, sondern der Inhalt ist was zählt und ich finde du hast es schön verpackt hast und habe keinerlei Mängel für mich gesehen.

    Ich finde Gedichte eher anstrengend wenn man merkt, dass dort der Autor zu sehr versucht hat Reimschema, Versmaß und Stilmittel einzubringen.

    Ecken und Kanten machen die Dinge erst interessant, ein jeder will Perfektion obwohl sie keineswegs erstebenswert ist. Wer will das beste neben sich? Niemand! Also ist der Perfekte Mensch einsam weil er alles besser weiß.

    In diesem Sinne: bleib dir treu

  6. #6
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    Hallo Sebastian,
    vielen Dank für deinen Kommentar, dann werd ich mal antworten
    In S3 frage ich mich was Vertrauen mit Glauben für das LI verbindet. Denkbar wäre, dass das LI unglaubwürdig nach außen ist (oder so wahrgenommen wird) und dadurch an sich Selbst zweifelt. Eine andere Verbindung sehe ich zwischen Vertrauen und Glauben sonst nicht, da beide sonst eher nichts miteinander zu tun haben.
    Das Problem hier war eher andersrum gemeint, nämlich, dass das LI zuerst an sich zweifelt und dadurch dann unglaubwürdig rüberkommt... Aber schön, dass dir das aufgefallen ist
    Die „Forderung“ „Ich weiß, warum niemand für mich stirbt“ finde ich etwas derb krass.
    War auch nur angelehnt an die häufig verwendete Wendung in Gedichten "Ich würde für dich sterben.", nur dass sich das LI selbst nicht als wert genug empfindet, das jemand für sie/ihn stirbt...
    Du hast ein Endreimschema gewählt. Ein feinsinnigerer Leser als ich würde bemängeln, dass diese teilweise unsauber sind und ohne darin ein großer Experte zu sein, denke deine Zeilenlängen bzw. Silbenanzahl ist auch uneinheitlich .
    Pah, das ist mir egal, ich habe fast nie einen richtig sauberen Reim oder gleich lange Zeilenlänge... Metrik ist bei mir auch so ein Fremdwort
    Dennoch muss ich mich jetzt bei dir für's Lesen bedanken
    LG Peggy

    Hallo Max,
    schon deine Überschrift "sehr lesenswert" lässt mich lächeln
    ich bin nicht der Ansicht, dass ein Gedicht sich dadurch auszeichet mit welchen Stilmitteln oder in welcher Form es geschrieben steht, sondern der Inhalt ist was zählt
    Danke, denn so ähnlich denke ich auch und wie ich schon Sebastian sagte, das ganze Drumherum mit Stilmitteln und Metrik und Reimschema etc. ist nichts für mich und
    In diesem Sinne: bleib ich mir treu

    Ecken und Kanten machen die Dinge erst interessant
    Finde ich auch, wenn mich ein Gedicht zusätzlich noch ein bisschen verwirrt, ist das auch ein Grund, zu kommentieren
    LG und danke für's Lesen,
    Peggy
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