1. #1
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    Kein Stern vom Himmel

    Ich kann dir keinen Stern vom Himmel pflücken,
    Dafür fehlt mir die Statur.
    Das Glitzern meiner Augen muss genügen,
    Das kommt, wenn ich dich seh.

    Ich kann dir kein Gedicht zur Liebe schreiben,
    Dafür fehlt mir das Talent.
    Doch meine ich die Worte die ich stammel,
    Auch mit ein jeder Silbe ernst.

    Ich kann dir nicht die Welt zu Füßen legen,
    Dafür fehlt mir etwas Kraft.
    Doch bringe ich dich ihrer Weite näher,
    Wenn ich dir über sie erzähl.

    Ich kann dir keine stolzen Pferde stehlen,
    Dafür fehlt mir schon ein Stall.
    Doch schenke ich dir meine reine Seele,
    Mit der du in den Himmel steigst.

    Ich kann wohl deinen Träumen nie entsprechen,
    Dafür fehlt mir noch zu viel,
    Doch wenn dir Ehrlichkeit und Treue reichten
    Dann wäre ich dein bester Mann…
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  2. #2
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    Hallo Nachteule,

    wird Zeit das ich auch mal unter deinen Gedichten was drunter schreibe.
    Du kannst bei mir keine groß-wissenschaftlichen Kritiken erwarten, deswegen schreibe ich einfach, wie ich dein Gedicht wahrnehme.

    1. Der Stil, jeden Vers gleich anzufangen, sagt mir in vielen Gedichten zu. Auch die Idee, in den weiteren Verse Attribute und Adjektive in ihren Beschreibungen von Tätigkeiten auszutauschen und zu ersetzen, klingt bei mir gut an.

    2. Dein Gedicht liest sich recht flüssig, und das ist wichtig für mich.
    Ich lese normalerweise nicht so derart lange Text, sie müssen auch ansprechend geschrieben sein.

    3. Die Wortwahl gefällt mir obgleich des guten Prinzip ihrer Verwertungsweise nicht besonders.
    Beispiele:
    Das kommt, wenn ich dich seh.
    Doch meine ich die Worte die ich stammel,
    Wenn ich dir über sie erzähl.
    Dann wäre ich dein bester Mann…
    ..sind mir einfach zu unpoetisch, ganz im Gegensatz zum wirklich brillianten Vers:
    Mit der du in den Himmel steigst.
    Fazit: Alles in allem ein gutes, lesenswertes Romantikgedicht, das noch mit der ein oder anderen Überarbeitung Spielraum nach oben hat.

    Viele Grüße
    Martin
    Geändert von Martin Römer (01.05.2012 um 01:34 Uhr)

  3. #3
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    Hallo Martin Römer,

    Du kannst bei mir keine groß-wissenschaftlichen Kritiken erwarten, deswegen schreibe ich einfach, wie ich dein Gedicht wahrnehme.
    Das verlangt auch keiner, solange du sagst, was dir gefällt und ich herausfinden kann, was du meinst...

    1. Der Stil, jeden Vers gleich anzufangen, sagt mir in vielen Gedichten zu. Auch die Idee, in den weiteren Verse Attribute und Adjektive in ihren Beschreibungen von Tätigkeiten auszutauschen und zu ersetzen, klingt bei mir gut an.
    Die Anaphern sind ein relativ altes Stilmittel, das ich erstmals für mich bei Kalekos "Weil du nicht da bist" las. (zumindest bewusst.) In letzer Zeit arbeite ich relativ viel mit ihnen. Allerdings muss man bei ihnen aufpassen, dass sie nicht nerven. Ich lese bei dir heraus, dass sie dir hier gefallen, also habe ich schon mal das richtig gemacht. Freut mich.

    2. Dein Gedicht liest sich recht flüssig, und das ist wichtig für mich.
    Ich lese normalerweise nicht so derart lange Text, sie müssen auch ansprechend geschrieben sein
    Dan habe ich metrisch schon mal keine großen Böcke geschossen. Das freut mich auch.
    Aber 130 Worte sind nicht wirklich lang. Finde ich. Dennoch schön, dass du es zu Ende gelesen hast.

    3. Die Wortwahl gefällt mir obgleich des guten Prinzip ihrer Verwertungsweise nicht besonders.
    Dazu muss ich sagen, dass ich hier das LI sprechen lasse. Es behauptet, kein guter Poet zu sein. Somit wäre es nicht authentisch, wenn es plötzlich die feinsten Metaphern ausschickt. Die die dort sind, sind typische verliebten Versprechen. Das erste und dritte wollte ich selbst noch verändern, fand aber nichts schöneres. Also habe ich das wohlüberlegt so eingestellt.

    Da muss ich fast den schönen Teil ersetzen. Nein, keine Angst, das bleibt.

    Fazit: Alles in allem ein gutes, lesenswertes Romantikgedicht, das noch mit der ein oder anderen Überarbeitung Spielraum nach oben hat.
    Schön, dass es dir allgemein gefällt. Wenn mir für die beiden Teile noch was einfällt, werde ich sie einarbeiten.

    @Max D. Boehs
    Schön dass ich Mod bin. Da kann ich das noch lesen.
    Es freut mich auch bei dir, dass dir mein Gedicht gefällt. Vielleicht das nächste mal noch sagen, was und dann kann es jeder lesen. (siehe an anderer Stelle)

    Danke euch beiden für die (größtenteils positiven) Kommentare!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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