1. #1
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    Ruf aus der Vergangenheit

    Ruf aus der Vergangenheit


    Das Telefon schellt,
    bist aufgeschnellt,
    finden kannst es nicht,
    ist im vergangen Licht,
    deiner Vergangenheit,
    für immer enteilt.
    Braucht man Hilfe wenn man nur noch in Reimen denkt?

    Muss man das Müssen dürfen?
    Darf man das Dürfen müssen?


    Sich oft sehen und plaudern und gegenseitig besuchen, ist eine Freude; zusammen leben ist immer eine Gefahr.
    Theodor Fontane

  2. #2
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    Hallo lieber Thomas,
    dein Gedicht gefällt mir ganz gut, es zeigt sehr schön den Ruf der Vergangenheit.
    Ist bestimmt schon jedem mal passiert, dass man plötzlich über etwas schon längst vergangenes nachdenkt, dass man eine schon längst entschwundene Stimme in seinem Kopf hört, die einem etwas zuruft. Doch dann bemerkt man plötzlich, man kann nichts mehr tun, egal, was diese Stimme fordert o.Ä., denn sie ist schon nicht mehr. Der Klang dieser Stimme ist nur ein Echo, ein weit entferntes Echo, was vor Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren mal Gegenwart war.
    So ist das nun mal, die Vergangenheit ist Vergangenheit, die Zukunft ist Zukunft und wir leben im Hier und Jetzt. Doch ich denke, es ist gut so, dass man die Vergangenheit nicht mehr verändern kann, dass sie uns nicht auch noch dermaßen beeinflussen kann, denn wir haben mit der Gegenwart schon genug Probleme...
    Sehr gern gelesen!
    LG Peggy
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  3. #3
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    Liebe Peggy,

    freut mich das die Botschaft die ich vermitteln wollte, auch mit dem lesen des Gedichtes mitgegeben wurde.
    Es war auch mir eine Freude das Werk zu schreiben!

    LG Thomas
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  4. #4
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    Hallo.

    Scheint mir die Trivialisierung aller schlechten Gewissen zu sein. Verstehe bloß nicht,
    warum das Telefon etwas symbolisiert, das vielleicht gegenstandslos ist.
    Im doppelten Sinne natürlich

    LG RS
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  5. #5
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    Hallo DichterSeele 87,

    auch mir gefällt dein Gedicht.

    Manchmal wären wir noch gern mit der Vergangenheit verbunden
    doch die ist leider (oder gottseidank) für immer entschwunden.

    Den Ruf der Zukunft können wir nicht hören, aber der Gegenwart lauschen.
    Das ist alles, was wir haben. Es könnte genügen.

    Eine kleine Anmerkung: Mich stört etwas die doppelte Verwendung: vergangen/Vergangenheit.

    Vorschlag:

    ist im erloschenen Licht
    deiner Vergangenheit
    für immer enteilt.

    Nur eine Kleinigkeit, ansonsten ein nachdenklich stimmendes (und stimmiges) Gedicht.

    Viele liebe Grüße

    wintervogel

  6. #6
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    Lieber Robert Schulz,

    natürlich könnte man auch etwas Anderes nehmen als Symbol für den Ruf der Vergangenheit. Jedoch erschien es mir passend. Warum sollte man auch nicht ein Telefon nehmen? Ein Telefon hat eine metaphorische Bedeutung der Erreichbarkeit. Dieser Erreichbarkeit war ein zentraler Gedanke denn ich aufgrund persönlicher Erfahrungen wählte. DAS ist auch primär der Grund, warum ich ein Telefon wählte.

    Liebe Grüße Thomas

    -------------------------------

    Lieber Wintervogel,

    deine Name hat schon was für sich. Der Vogel als Symbol der Freiheit und des Winters Schnee der im Vorbeiflug alles bedeckt. Der Schnee gibt allem einen neuen Anstrich und Glanz.

    Habe deinen Vorschlag beherzigt, denn mir gefällt er auch etwas besser als die alte Variante.

    Zudem freut es mich, dass dir mein Gedicht gefällt.

    Liebe Grüße DichterSeele
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  7. #7
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    Macht Sinn. Allerdings ist das Telefon nicht nur metaphorisch sondern auch antizipatorisch,
    als Drohung gewissermassen, positioniert worden

    LG RS
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  8. #8
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    Lieber Robert,

    es freut mich das noch mehr Hintergrund durch Dich entdeckt wurde, denn ich nicht direkt bewusst erkannt habe.
    Danke sehr für die Horizonterweiterung!

    LG Thomas
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