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Thema: Gewissen

  1. #1
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    Gewissen

    Ich habe Sachen erlebt,
    davon willst du nicht mal träumen.
    Ich lebe trotzdem noch,
    weiss aber auch was das heißt.

    Der eloquente Zwang
    und mein fataler Hang,
    auszuweichen,
    abzugleichen.

    Wenn ich Führer wär,
    blieben Hirne leer,
    simulierte eine Götzenfee,
    in dem Tabernakel Plötzensee.

    (C)
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  2. #2
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    Hallo Robert,

    Deine erste Strophe lies hoffen. Ein Gedicht ohne Paarreim und viel zu kurzen Versen. Aber der Rest war dann ein Rückschlag. Also meine Kritik: Mache die Verse länger, dass die Reime nicht Schlag auf Schlag kommen und nur noch nerven und weiche, wie in der ersten Strophe gezeigt, vom reinen Paarreim für dein Lebenswerk ab.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
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    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  3. #3
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    Hallo

    und vielen Dank. Um einen Formbruch darzustellen, der den Inhalt vom allgemeinen ins spezielle transformiert, bleibt nicht viel übrig ausser ein zugegeben sehr harter Bruch. Aber so ist es manchmal, so bald man sich frei wähnt, setzt das Zwanghafte ein, weil man dafür noch nicht bereit ist.

    LG RS
    Der Roman: "Verballistik"
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  4. #4
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    Hallo Robert,

    Das Problem ist nur dass der Bruch schon in der ersten Strophe ist. Oder besser die erste Strophe. Die ist Ausnahmsweise mal gut. Sie ist anders. (für deine Verhältnisse) Die erste Strophe ist die besondere und das ist ein Bruch. Damit wird sie betont, statt der zweiten und dritten, die du betonen wolltest.

    Gruß
    Nachteule
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  5. #5
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    Das würde mich selber ja vor eine Gewissensfrage stellen
    Ich glaube man kann es in deiner und in meiner Richtung sehen.

    LG RS
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  6. #6
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    Hallo Robert !

    Brüche sind dafür da, um gemacht zu werden. Es macht für mich auch den reiz aus, sich nicht an "offizielle" Regeln zu halten. Bitte mache genau so weiter, wie du es empfindest.
    Ich bin frei in meinem Wort und du mache das deinige dort.

    Mit kämpferischem Gruß haifisch

  7. #7
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    Hallo haifisch

    Danke erstmal. Langsam beginne ich deine Art Kommentar zu schätzen,
    weil jeder Rückhalt in dieser Thematik sehr willkommen ist!
    Ich will auch gar nicht das Metaphysische des Bruches bemühen

    LG RS
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  8. #8
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    Hallo Robert Schulz,
    plötzensee ? sagt mir nix (soll ich das googeln müssen?)

    und für mich wäre es stimmiger wenn du nach

    auszuweichen
    und angleichen

    geschrieben hättest


    (aber meine wortmeldung wiegt nicht so schwer...da ich auch nicht weiss was plötzensee ist)


    lg schokominza00
    bravecto plus und nexgard kann ich empfehlen, damit kommen meine lieblinge stressfrei durch den sommer und müssen sich nicht quälen,
    falls ein haustierhalter nur bernsteinketten, lavendelöl, frontline, advantage kennt, parasiten sind gegen diese mittel schon lange resistent.

  9. #9
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    Hallo

    und vielen Dank Wie kommst du auf angleichen? Scheint mir im Kontrast zum fatalen Hang zu persönlich, aber volle sicherheit wird es da wohl nicht geben, da abzugleichen in meinen Augen etwas Automatisches ausdrücken soll, das die 3. Strophe dann ins Exemplarische hebt.

    LG RS
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  10. #10
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    an ausdrücken dachte ich auch

    eine reife weiche birne wird nicht mehr bissfest (deswegen fand ich auszugleichen merkwürdig)
    es bleibt nur die umgebung angleichen- für saft (z.b. frosten, vakuumieren, konservieren....)


    lg schokominza00
    bravecto plus und nexgard kann ich empfehlen, damit kommen meine lieblinge stressfrei durch den sommer und müssen sich nicht quälen,
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  11. #11
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    Hallo zusammen,

    Zum Glück lese ich das eine oder andere Gedicht noch, obwohl ich z.Z. eingespannt bin...

    @haifisch

    Brüche sind dafür da, um gemacht zu werden. Es macht für mich auch den reiz aus, sich nicht an "offizielle" Regeln zu halten.
    Das Problem ist nur, dass Robert auf diese Weise seine Aussage als Einheitsbrei unterstreicht, weil gerade der wichtige Teil als solcher daherkommt. Ein 08/15 RS Gedicht. Und so ist ein Bruch kontraproduktiv.
    Willkommen im freisten Einheitsbrei der Welt. Und das Mitten in der Zukunft des 21. Jahrhunderts!

    @RS
    Langsam beginne ich deine Art Kommentar zu schätzen,
    Klar, positive Kommentare mag man immer.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Geändert von Nachteule (03.07.2012 um 22:57 Uhr)
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  12. #12
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    Jeder hat so seine Art der Reaktion und wenn Einheitsbrei nicht beleidigend wirken soll, unterstelle ich einen gewissen Respekt in der Anerkennung der klar abgegrenzten Position dieses Gedichtes, was sicherlich nicht aus deiner Feder fliessen könnte

    LG RS

    PS: Minza , da steht abzugleichen und nicht auszugleichen oder anzugleichen. Ich glaube es ist nicht austauschbar weil S2V1 mit S2V3 und S2V2 mit S2V4 korreliert. Es würde sich auch Lohnen Plötzensee mal nachzuschauen und rauszufinden wofür die Götzenfee steht!
    Geändert von Terrorist (03.07.2012 um 23:13 Uhr)
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  13. #13
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    Hallo Robert Schulz,
    ...und bekanntlich werden tote nicht mehr lebendig...

    die vorsilbe "ab" ist ein runterbewerten, "zu" wäre geschlossen, gleichgültig


    wenn man gedenkstätten in einem gedicht namentlich benennt, sollte es von einem tiefen gefühl getragen werden- individuell wirken (abscheu-wäre z.b. eins) und gleichgültig finde ich nicht angemessen

    die ausdrucksform wirkt unemotional

    (ich persönlich tendiere bei bestrafungen immer zu lebensverlängernden maßnahmen)

    außerdem fühle ich mich befreit von der moralischen verantwortung
    angleichen, bedeutet für mich etwas anheften, ein dazugewinnen, vergrößern


    lg schokominza00
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  14. #14
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    Hallo

    Was soll eigentlich angeglichen werden? Die Verhältnismäßigkeit oder das schlechte Gefühl an den Zeitgeist? Wird immer interessanter das mal durchzuspielen. Das Abzugleichen ist wie gesagt das ständige automatische Nachziehen um nicht ins Hintertreffen zu geraten, als Opfer(Götzenfee), was natürlich in der Nachbetrachtung Groteske Züge annimmt, zumal auch die Täter ihr Gewissen nicht mehr an- bzw. abgleichen können (simuliert in der intermedialen Projektion).

    LG RS
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  15. #15
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    Hallo Robert,
    ob im Zusammenhang mit so vergangenheitsbeladenen Begriffen wie der NS Gedenkstätte "Plötzensee", ein wechselndes Kokettieren vom Betroffenen zum Verursacher hilfreich ist, will ich nicht beurteilen.
    "auszuweichen/abzugleichen" wird sicher nicht hilfreich sein bei einer möglichen Bewältigung.
    Konstruktiv ist mir die Folge "erlebte/lebe" aufgefallen (Absicht?), auch finde ich "träumen und eloquent" etwas deplaziert in dem beschriebenen Kontext (kann natürlich auch absichtlich dagegen gestellt sein).
    Vielleicht kannst du ja was anfangen mit meinen Eindrücken.
    LG
    Perry

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