1. #1
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    Lightbulb Nelson Mandela

    Akrostihon
    Nie hat er den Wunsch vergessen
    Einheit in sein Land zu bringen.
    Lange hat er eingesessen,
    Schwierig wurde dort sein Ringen.
    Ohne Anspruch, ohne Klagen

    Nahm er jede Kränkung hin.


    Menschenrechte für die Brüder,
    Ausgleich wollte er erreichen.

    Nur, die Weißen wurden rüder:
    Druck, nicht Frieden setzten Zeichen.
    Endlich, nach dem halben Leben,
    Lag das Recht in seinen Händen -

    Alle Fron gab einen Sinn.
    Geändert von Medusa (06.05.2012 um 10:58 Uhr)

  2. #2
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    Nelson Mandela

    Liebe Medusa,

    der durchgehend betonte Auftakt macht das Gedicht eindringlicher. Der Beginn von Vor- und von Nachnahmen ist ein Kreuzreim, dann folgen Abweichungen, die aber wegen dem gleichbleibenden Rhythmus nicht störend sind. Die Endungen der beiden Namen reimen sich zueinander was einen guten Klang ergibt.
    Die Aussage passt sehr gut zu der Person. Insgesamt m.E. ein fehlerloses Gedicht mit treffender guter Aussage. Meine Gratulation.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Lieber Hans .

    Ich danke danke dir herzlich für dein Kompliment, es freut mich sehr. Ganz besonders, weil ich mich bis zum Gehtnichtmehr
    damit gequält habe.

    Viele liebe Abendgrüße,
    Medusa.

  4. #4
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    Hallo Medusa,

    Also metrisch passt es.

    Manche Verse erscheinen mir noch etwas zu sehr nach Akrostichon, falls du verstehst, was ich meine. Eben durch die Form erzwungen und zu abrupt. Ein Beispiel:
    Lange hat er eingesessen,
    Schwierig wurde dort sein Ringen.
    Da kommt das "Schwierig" sicherlich an dieser Stelle und am Satzbeginn nur weil es kommen muss.

    Lag das Recht in seinen Händen -
    Besser wäre "aller" Hände. Dadurch, dass direkt danach ein "alle" kommt, vielleicht "jedens Händen", weil ja jeder (laut Gesetzt) inzwischen das gleiche recht hat, nicht nur Mandela.

    Was mir etwas fehlt (aber dafür ist sein Name wohl zu kurz) ist, dass er dies alles friedlich erreichte.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  5. #5
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    Hallo Medusa,
    ich finde, dass Du Dein Akrostichon gut mit Sinn gefüllt hast, sodass es als Akrostichon erst mal gar nicht so ins Auge sticht. Das gefällt mir. Und - Mandela gebührt natürlich eine Verbeugung.
    Liebe müde Nachtgrüße,
    Klatschmohn
    ©Klatschmohn
    Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus. Alexander v. Humboldt

  6. #6
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    Guten Morgen Nachteule ,

    ja, metrisch passt es, obwohl ich bei den letzten Versen des Vor- und Zunamens etwas geschummelt habe und ja, es fließt nicht durchgängig und klingt teilweise etwas hölzern – ich habs nicht besser hingekriegt. Vorerst habe ich die Nase voll davon .

    Zunächst, so schreibt er jedenfalls, lag die Versöhnung nach seiner Entlassung allein in seinen und de Klerks Händen. Nur langsam ließ der bewaffnete Kampf der ANC nach und Reagan und Thatcher strichen ihn von der Terroristenliste. Inzwischen gibt es zwar einige, auch internationale Organisationen, die Hilfestellungen für die Schwarzen leisten aber die Townships existieren noch immer und Weiße sollten es tunlichst vermeiden, sie zu betreten. Das Recht liegt längst nicht in allen Händen. Ich weiß das, weil wir Verwandte in Johannesburg haben. Mandela hat einen Riesenstein losgetreten und für viele Erleichterungen gesorgt aber die Apartheit existiert noch immer in den Köpfen der Weißen.

    Vielen lieben Dank für deinen Kommentar.
    Herzliche Grüße,
    Medusa.



    Guten Morgen Klatschmohn .

    Ich freue mich sehr über deinen positiven Kommentar und danke dir ganz herzlich dafür.

    Viele liebe Grüße in den Tag hinein,
    Medusa.

    P.s. Wo bleibt dein Akrostichon .
    Geändert von Medusa (07.05.2012 um 11:30 Uhr)

  7. #7
    Derolli Guest
    Liebe Medusa,

    Mandela ist wirklich eine herausragende Persönlichkeit der Gegenwart und mit deinem Akrostichon hast du ihm nicht nur alle Ehre erwiesen, sondern auch seine aufopferne Hingabe treffend in Worte gefasst.

    Die beiden Enjambements in der ersten Strophe sind dir besonders gut gelungen und tragen wesentlich dazu bei, dass man dein Gedicht flüssig lesen kann und es dadurch nicht (was meiner Meinung nach gerade bei Akrostichen schwierig ist) wie eine Aufzählung klingt.

    Liebe Grüße

  8. #8
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    Also mir gefällt es als Gedicht, Medusa. Und gesagt dazu ist alles. Wenn mir der Text auch ein bisschen simpel vorkommen, denn ob in Südafrika Versöhnung ausreicht, das steht für mich auf einem anderen Blatt, nach den langen Jahren der Apartheid, das liegt natürlich nicht an deinem Gedicht. Der Hass der Schwarzen erscheint mir nicht unverständlich. Mandela wusste das, er wollte ein Massaker vermeiden. Aber sieht so wirklich Versöhnung aus? Gehört nicht ein wenig mehr dazu, dass in Südafrika Schwarz und Weiß friedlich zusammenleben können? Aber hin und her mit dem Gerede, Mandela hat dein Akrostichon verdient.

    Gruß, Smarty

  9. #9
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    Guten Morgen Derolli .

    Ich zähle Mandela auch zu den wichtigsten Kämpfern der Neuzeit, die Drangsal und sogar Tod für ihren Kampf um mehr Freiheit und Gleichheit erleiden mussten.

    Drei Bücher kann ich empfehlen: Die Erinnerungen „Der lange Weg zur Freiheit“, eine entzückende Sammlung „Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“ und, ganz hervorragend und etwas kritisch, „Nelson Mandela“ von Jack Lang.

    So ein Akrostichon ist eine harte Nuss und ich habe lange gebastelt, um ein wenig „Fluss“ zu erreichen. Dein Lob freut mich natürlich sehr und zeigt mir, dass meine Mühe nicht umsonst war.

    Herzliche Sonntagsgrüße,
    Medusa.


    Guten Morgen Smarty
    .

    Beim Akrostichon musst du dich auf das Wesentliche beschränken. Dass die Enge sprachlich zuweilen etwas simpel ausfällt, liegt schlicht und ergreifend an den Majuskeln, die dir zur Verfügung stehen.

    Es freut mich sehr, dass dir mein Akrostichon trotzdem gefällt und bedanke mich für dein Lob.
    Der Hass der Schwarzen erscheint mir nicht unverständlich.
    Mir auch nicht!
    Aber sieht so wirklich Versöhnung aus?
    Gewiss nicht! Aber es gibt kleine Veränderungen: „For Whites only“ ist lange abgeschafft und Schwarze haben einige wichtige Positionen inne. Was bleibt, ist die Angst auf beiden Seiten, die auch Mandela nicht ändern konnte. Vielleicht kommen die Nachfahren bzw. die folgenden Generationen endlich dahinter, dass auf Druck nur Gegendruck erfolgen kann?
    Aber hin und her mit dem Gerede, Mandela hat dein Akrostichon verdient.
    Er hat es, ganz gewiss!

    Ich grüße dich herzlich,
    Medusa.
    Geändert von Medusa (10.06.2012 um 11:35 Uhr)

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