Thema: Mammi

  1. #1
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    Mammi

    Mammi

    Würde ich an Wunder glauben,
    du könnst‘ mir die Ruhe rauben.
    Meinen Glauben displazieren,
    mich total entbalanzieren.
    Schafftest doch was niemand kann:
    Einen nagelneuen Mann.

    Hegtest mich an deinen Brüsten,
    (nährtest mich mit Lustgelüsten)
    Niemals Grobheit - eher Lachen,
    für dein Tag-und-Nächte-Wachen.
    Meine klein - oft großen Wunden,
    salbtest du und dann verbunden.
    War ich krank, glühte mein Haupt,
    hat es dir die Ruh‘ geraubt.

    Und beim erster Liebeskummer:
    „Häschen bitte sei kein Dummer.“
    Tage gingen, Wochen kamen,
    Frauen mit und ohne Namen.
    Auch mit meinen Jahresringen,
    dunklen und auch hellen Dingen.
    bleibe ich – auch wenn nicht hier,
    ewig doch ein Teil von dir.
    Geändert von Goldart (14.05.2012 um 15:35 Uhr)

  2. #2
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    Ein wirklich sehr schönes Gedicht, Goldart.
    Vor allem das Ende gefällt mir -
    bleibe ich – auch wenn nicht hier,
    ewig doch ein Teil von dir.
    Die Reime sind teils flüssig und der Text ist in einfachem, gut lesbaren Deutsch geschrieben.

    Zum Muttertag ausgesprochen gern gelesen -
    Grüße, Martin

  3. #3
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    danke, meine lieber. es waren gedanken, die mir heute morgen einfielen, nachdem mich eine freundin in einem anderen forum bat, etwas zum muttertag zu schreiben. für mammy genügten nur wenige minuten um zu wissen was ich ihr erzählen wollte. ich sah sie heute nachmittag und brachte ihr einen kleinen strauß in einem keramiktöpfchen und überreichte ihr das gedicht. sie ist 91 und es fehlen ihr nur zwei zähne. top-fit und geistig wie 20, so ist meine mammy:

    und hier ist sie, meine über alles geliebte Mammi:
    1943:




    und mit 91 (ihr fehlen nur zwei zähne)

    Geändert von Goldart (14.05.2012 um 00:01 Uhr)

  4. #4
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    @Goldart


    Moin, Zitat: „Hegtest mich an dein Brüsten,“
    „Hegtest mich an deinen Brüsten,“

    Zitat:
    Und beim erster Liebeskummer:
    „Häschen bitte sei kein Dummer.“

    Entweder:

    Und mein erster Liebeskummer:
    „Häschen bitte sei kein Dummer.“

    Oder:
    Und beim ersten Liebeskummer:
    „Häschen bitte sei kein Dummer.“

    Ansonsten, großes Kino, Beifall.

  5. #5
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    danke, lieber horst. ein nichtlyriker freut sich viel viel mehr über einen kleinen beifall als ein großer profi-poet. fehler korr.

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