Thema: Ländlich

  1. #1
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    Ländlich

    Prüfend streicht der Wind durch's Land:
    Abendröte? Morgenlicht?
    Sonne, die durch Nebel bricht?
    Tau? Alter Stein an Flusses Rand?
    Oder doch schon frühes Ahnen?
    Rauhe Reiter, wilde, bahnen
    Ackerweit sich Weg zum Himmel,
    Lichtgeblendet. Grollgetümmel.
    Ehe wieder ruht des Schöpfers Hand.

  2. #2
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    Eine romantische Naturbeschreibung, Barbarossa das solltest du viel öfters machen. Und hat die Großschreibung
    am Anfang wieder eine Bedeutung? Fast so, als würde ein Gewitter in der Ferne sich anbahnen und dann doch nicht kommen. Hat mir gut gefallen.
    E.Chatterfield

  3. #3
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    Hi, LadyChatterfield -

    meist deuten bei mir, wie auch hier, die Majuskeln auf ein Akrostichon hin.
    Ich hatte Beethoven gehört und dabei stiegen diese Bilder vor mir auf.

    Lieben Gruß
    bon
    Barbarossa

  4. #4
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    Mir gefällt das auch sehr gut! Es ist genau die Art Gedichte, die ich liebe. Schön, wenn man Beethoven so umsetzen kann, dass auch der Musiklaie ihn versteht.

  5. #5
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    aber sag mal, was versteht man unter Majuskeln und Akrostichon?

  6. #6
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    Hi, heibal -

    als Majuskeln bezeichnet man u.a. die Großbuchstaben am Anfang eines Verses.
    Akrostichon bedeutet - wenn man es unkompliziert ausdrückt - daß die Anfangsbuchstaben eines Gedichtes, von oben nach unten gelesen, einen Spruch, ein Wort, einen Satz ergeben, der dem Inhalt gemäß ist.

    Beide - Inhalt wie Spruch - sollten harmonieren oder zumindest übereinstimmen.

    Ich habe mir vor einiger Zeit einmal die Mühe gemacht, aus Zeilenanfängen (Wörtern) ein sinngemäßes Gedicht zu schöpfen.
    Was Schiller davon hielte?
    "Wallenstein" lag ihm zugrunde.

    Falls Du es lesen möchtest:

    Der Titel ist "Eger".*

    Danke für Deine Kommentare!
    Die "Pastorale" gehört zu meinen Lieblingssymphonieen von L.v. Beethoven.


    Liebe Grüße
    von
    Barbarossa






    *http://www.gedichte.com/threads/160568-Eger
    Geändert von Cyparissos (24.05.2012 um 21:25 Uhr)

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