1. #1
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    Alpenwanderung

    Ich hob die Steine nicht in dieser Schlucht,
    es schläft die Zeit darunter, Steines Stille.
    Es wär wohl auch, ich weckte eine Grille,
    sie hatte sich ein festes Haus gesucht.

    Ach, jenseits allen Steins erblühte Leben,
    erwuchsen Wälder, floss ein Bach zu Tal.
    Im Irgendwo erklang ein Madrigal,
    es ließ des Menschen Bitterherz erbeben.

    So schritt hinweg ich über Gras und Steine,
    nahm einen Zweig, ein Blatt ans Licht alleine,
    ein Käfer kroch mir flüchtend vor die Beine.

    Man sagt, hier leuchten Flammen in der Nacht,
    denn manch ein Mann hab sich hier umgebracht.
    Als hätt ein Dichter sich das ausgedacht.

  2. #2
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    Hallo Smarty

    ich hab deine Alpenwanderung gerne gelesen,
    als sei ich im Berchtesgadener Land.
    Doch am Ende wollte ich garnicht genesen,
    mancher Mann hätt sich umgebracht wie es dort stand.

    Ich wollte von Edelweiss, Enzian träumen
    mit Silberdistel und Almenrausch
    den Steinbock die Gemse nicht versäumen,
    Jetzt trinke ich Enzian und versinke im Rausch!

    Mit Freude deine Alpenwanderung gelesen,
    selbst wenn es am Ende sehr schaurig wurde!

    Liebe Grüße
    almebo
    Lieber ein eckiges Etwas,
    als ein rundes Nichts.

  3. #3
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    Mit Klischees kann ich nicht dienen, Almebo, Silberdisteln stehen unter Naturschutz, und die Gemsen gemsten gerade anderswo herum. Ist doch hübsch, so eine schauerliche Legende, sie wurde mir augenzwinkernd erzählt. Daran konnte ich nicht vorbeigehen. Danke, Almebo, fürs Reinschauen und die schönen Verse.

    Gruß, Smarty
    Geändert von Smarty (28.05.2012 um 07:32 Uhr)

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