1. #1
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    Ode an die Nacht

    Meine liebe Nacht, ich genieße täglich
    Deine Stimmung, welche ich immer sehnend
    Angebetet habe und wach erträume;
    Dir ganz ergeben.

    Nachtmusik und Mondscheinsonate werden
    Deiner nicht gerecht. Sie erreichen niemals
    Klare Vollmondnächte, wo Sterne prangen,
    Leuchten, ach, funkeln.

    Grenzenlose Stille erfüllt fast alles,
    Während einsam balzende Grillen zirpen.
    Lausche ihren Klängen und alle Sinne
    Spüren die Ruhe.

    Deine tiefe Dunkelheit hüllt die Seele
    Fest in einen Mantel und wärmt mich seiden.
    Schützt mich vor des Fremden Gestalt und Launen
    Kann ich verbergen.

    Ja, mein Tag der Tage sind viele Nächte.
    Nächte voll Geheimnissen, deiner Nähe,
    Welche mich umgibt und auch streichelnd liebkost.
    Einsamkeit heischend.
    Geändert von Nachteule (13.01.2013 um 23:09 Uhr)
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
    Du verstehst Nachteules Kommentar nicht? Lyrisches Lexikon der Nachteule; für Einsteiger: der Kommentarfaden; wenn dir ein Kommentar besonders gefällt, kannst du ihn zur Kritik des Monats nominieren
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  2. #2
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    Ode an die Nacht

    Liebe Nachteule,

    obwohl ich Oden nicht mag, habe ich trotz der Länge Deine Ode gelesen. Gratuliere zu der guten Leistung, kann aber weiter dazu nichts sagen da ich nichts davon verstehe.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

  3. #3
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    Hallo Wendiger,

    Zitat Zitat von Wendiger (inzwischen gelöscht)
    das ist wahrlich einer Nachteule würdig. Ein wunderschönes Liebesgedicht an die Nacht. Ich kann gar nicht im Einzelnen sagen warum es so angenehm auf mich wirkt. Weil ich, weil die meisten Menschen, Situationen, wie du sie bedichtest schon so oder ähnlich erlebt haben? Weil das Versmaß so angenehm und regelmäßig ist, wie entspannte, regelmäßige Atemzüge unseres Körpers und Geistes in „Ruhestellung? Weil die Versumbüche so geschickt gewählt wurden das sie für auch einige Male mehrdeutig sind?

    Nur ein Beispiel, wo ich es für besonders gelungen halte:
    Schützt mich vor des Fremden Gestalt und Launen
    Kann ich verbergen.
    Klasse! Sei schützt nicht nur vor des Fremden Gestalt, sondern auch vor dessen Lauen. Aber auch schützt sie vor meinen Launen. Da ist niemand mehr der mich verletzen kann und ich habe niemanden, auf den ich meine Unzulänglichkeiten projizieren kann. Kein Schummeln. Ich muss Farbe bekennen, vor mir selbst.
    Ach, was soll ich schwärmen; eine wunderbare Liebeserklärung an die Nacht, Sie verliert für den Leser das Bedrohliche der Dunkelheit. Macht Mut, sich auf sie einzulassen.
    Wenn mich überhaupt etwas stört, dann ist es das „geklaute“ „Prangen“ vom Abendlied. Du hast es sicher bewusst gewählt, vielleicht genau um diesen Bezug dazu und zu dessen Stimmung herzustellen. Mir gefällt es nicht so. Das ficht aber die Schönheit deines Werkes nicht an

    Ach, und diese Zeile:
    Nächte voll Geheimnissen, deiner Nähe,
    klingt für mich ein wenig unbeholfen. Müsste es nicht „voller“ oder „voll von“ heißen?


    Gerne gelesen.
    Es freut mich, dass dir meine Ode an meinen Tag gefällt. Die Frage, weshalb es dir gefällt, kann ich dir nicht beantworten. Aber die Dinge, die du ansprichst waren so beabsichtigt. Also könnte das schon passen.

    Das Prangen habe ich erstens gewählt, da es ein feststehender Begriff ist und weil ich oben von der kleinen Nachtmusik und der Mondscheinsonate sprach. Da dachte ich, passt das.

    klingt für mich ein wenig unbeholfen. Müsste es nicht „voller“ oder „voll von“ heißen?
    Ja, ich gestehe reumütig... aber mir ist beim besten Willen nichts eingefallen. Ich bin für jede Art Vorschlag dankbar, der mir das Geheimnis nicht klaut... Aber das Metrum der Ode gibt die Form vor... Und ich hoffte, es würde schon irgendwie passen...

    Danke für deinen Kommentar und die wenige Kritik!

    @Hans

    unsere Beiträge haben sich überschnitten, also als Einschub... Wenn du es als Leistung ansiehst, ohne Oden zu mögen sehe ich es mal als Kompliment und freue mich darüber. Danke auch dir für deinen Kommentar!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Geändert von Nachteule (16.10.2012 um 19:10 Uhr)
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  4. #4
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    Liebe Nachteule .

    Eine Nachteule, die die Nacht besingt? Wenn die nicht Bescheid weiß, wer denn sonst
    .
    Das ist die sapphische Odenstrophe, nicht wahr?

    Meine liebe Nacht, ich genieße täglich
    Deine Stimmung, welche ich immer sehnend
    Angebetet habe und wach erträume;
    Dir ganz ergeben.
    XxXxXxxXxXx
    XxXxXxxXxXx
    XxXxXxxXxXx
    XxxXx

    Nachtmusik und Mondscheinsonate, werden Hier ist das Komma zu viel.
    XxXxXxxXxXx
    Deiner nicht gerecht. Sie erreichen niemals
    XxXxXxxXxXx
    Klare Vollmondnächte, wo Sterne prangen,
    XxXxXxxXxXx
    Leuchten, ach funkeln. Hinter "ach" ein Komma setzen.
    XxxXx

    Grenzenlose Stille erfüllt fast alles,
    Während einsam balzende Grillen zirpen. "balzen" Grillen
    Lausche ihren Klängen und alle Sinne
    Spüren die Ruhe.
    XxXxXxxXxXx
    XxXxXxxXxXx
    XxXxXxxXxXx
    XxxXx

    Deine tiefe Dunkelheit hüllt die Seele
    Fest in einen Mantel und wärmt mich seiden.
    Schützt mich vor des Fremden Gestalt und Launen
    Kann ich verbergen.
    XxXxXxxXxXx
    XxXxXxxXxXx
    XxXxXxxXxXx
    XxxXx

    Ja, mein Tag der Tage sind viele Nächte.
    Nächte voll Geheimnissen, deiner Nähe,
    Welche mich umgibt und auch streichelnd liebkost.
    Einsamkeit heischend.
    XxXxXxxXxXx
    XxXxXxxXxXx
    XxXxXxxXxXx
    XxxXx
    Die Xerei zeigt, die Regeln sind eingehalten; deine Sprache ist schön locker und flüssig .
    Mich stören die Majuskeln am Versanfang, sie bringen mich aus dem Lesefluss; aber das ist Geschmackssache.
    Insgesamt sehr stimmungsvoll und intensiv.

    Gerne gelesen.
    Herzliche Pfingstgrüße,
    Medusa.
    Geändert von Medusa (28.05.2012 um 15:39 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Medusa,

    Eine Nachteule, die die Nacht besingt? Wenn die nicht Bescheid weiß, wer denn sonst
    Eben. Eine Ode von jemandem, der es wissen muss...

    Das ist die sapphische Odenstrophe, nicht wahr?
    genau für die habe ich mich entschieden. Da gefällt mir der Sprachfluss am besten.

    Die Kommas werde ich mal ändern...

    Klar balzen Grillen. Durch ihr Zirpen wollen sie ja Weibchen anlocken... Das ist eine Form der Balz.

    Mich stören die Majuskeln am Versanfang, sie bringen mich aus dem Lesefluss; aber das ist Geschmackssache.
    Also bei mir ein Gedicht zu finden, das keine Majuskeln hat, ist schwer. Ich mag sie einfach. Und solange sie einheitlich gesetzt sind oder eben nicht, spricht in meinen Augen nichts dagegen...

    Insgesamt sehr stimmungsvoll und intensiv.

    Gerne gelesen.
    Danke schön!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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  6. #6
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    Hallo Nachtuhl

    Es hat hier schöne, originelle sätze drin, die mir grosses vergnügen bereiten (und auf welche wendiger hinwies).
    Schützt mich vor des Fremden Gestalt und Launen
    Kann ich verbergen.
    oder
    mein Tag der Tage sind viele Nächte.

    Aber das folgende klingt für mich nach "ode, komm raus, du bist ertappt".
    Sterne prangen,
    Leuchten, ach, funkeln.

    deiner Nähe,
    Welche mich umgibt und auch streichelnd liebkost.

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    warum setzt du dich nicht in klaren neumondnächten in deine gartenlaube, um die sterne funkeln zu sehen? bei vollmond fällt es nach meiner erfahrung schwerer.

    lg wilma27

  7. #7
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    Hallo Wilma,

    Freut mich, dass auch dir die Enjambements gefallen!

    Die dick aufgetragenen Sätze... Die Sterne habe ich ja erklärt. Eben noch ein Lied und der feststehende Begriff.
    Klar, die anderen sind etwas arg... Aber irgendwie macht das für mich eine Ode aus. Diese Lobesrede. Und dafür muss man tief in die Romantik blicken. Zumindest in meinen Augen. Und hey, hier geht es um den wunderbarsten "Moment" den die Welt zu bieten hat. Wenn alles schläft, man denkt man sei der einzige Mensch auf der Welt. Es im besten Fall noch nach 2 Uhr ist (Da werden bei uns im Ort die Straßenlaternen für zwei Stunden ausgemacht). Das ist genau das, das ich schreibe. Zumindest für eine romantisch angehauchte Nachteule. Ich hoffe, du kannst dich mit den Sätzen anfreunden. Sonst tut es mir ehrlich leid. Ich mag sie einfach...

    warum setzt du dich nicht in klaren neumondnächten in deine gartenlaube, um die sterne funkeln zu sehen? bei vollmond fällt es nach meiner erfahrung schwerer.
    Da kann von Region zu Region unterschiedlich sein. Wie hell sind die Straßenlaternen und so.... Bei uns ist es eigentlich so, dass nur der Kreis um den Vollmond von diesem erleuchtet wird und der Rest dunkel ist, somit die Sterne erkannt werden können. Ich gebe die aber Recht, dass dies bei Neumond, oder so wie er jetzt gerade ist, einfacher ist und mehr Sterne zu sehen sind, aber der Vollmond hat zudem noch etwas magisches. Eine ganz eigene Stimmung, die ich wirklich liebe.

    Ich danke dir für deinen Kommentar und stimme dir auch größtenteils zu, aber ich empfinde die Nacht eben wirklich so.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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  8. #8
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    Hallo Nachteule,

    passend zu Deiner Ode und Deinem Namen, kommentiere ich nun in dieser klaren Nacht. Gerade bin ich noch mit dem Hund draußen gewesen und habe die Sterne bewundert, aber ich mag den Tag viel lieber als die Nacht. Der Sternenhimmel ist so unendlich, dass ich mir immer so klein vorkomme, das heißt in der Nacht wird mir dies immer sehr stark bewußt. Deshalb kann ich Deiner Verklärung der Nacht auch nicht so folgen. Ich freu mich eher, wenn ich dann wieder daheim im Licht bin. Ich mag vor allem den frühen Morgen, wenn noch ein paar Sterne zu sehen sind und die Sonne bald aufgeht.
    Medusa bin ich sehr dankbar, dass sie aufgeklärt hat, welche Odenform Du gewählt hast. Die Unterschiede bein den einzelnen Odenformen sind ja gewaltig.
    Du schreibst auf jeden Fall voller Begeisterung und Hingabe und wenn das das Ziel einer Ode ist, hast Du die selbstgestellte Aufgabe auf jeden Fall gut gemeistert.
    Trotz Deiner Vorliebe für die Nacht wünsche ich Dir eine angenehme Nachtruhe und schöne Sternenträume.
    Liebe Grüße,
    Klatschmohn
    ©Klatschmohn
    Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus. Alexander v. Humboldt

  9. #9
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    Hallo zusammen,

    @Klatschmohn
    passend zu Deiner Ode und Deinem Namen, kommentiere ich nun in dieser klaren Nacht.
    Danke dafür.

    aber ich mag den Tag viel lieber als die Nacht. Der Sternenhimmel ist so unendlich, dass ich mir immer so klein vorkomme, das heißt in der Nacht wird mir dies immer sehr stark bewußt.
    Das ist doch schön, sicher der Unendlichkeit unserer Welt bewusst zu werden. Zu denken, man wäre ganz alleine auf der Welt und das, wo sie sooooo groß ist. Ich liebe es.

    Ich freu mich eher, wenn ich dann wieder daheim im Licht bin.
    Du wirst es mir nicht glauben, aber es gibt Nächte, wenn ich am nächsten Tag nicht raus muss und mein Biorhythmus hat sich schon durch zu lange Ferien verschoben, da stehe ich am geöffneten Fenster, mache das Licht aus und genieße den Anblick des Sternenhimmels und eines Vollmondes und komme vielleicht sogar noch ins Krübeln. Sche.

    Du schreibst auf jeden Fall voller Begeisterung und Hingabe und wenn das das Ziel einer Ode ist, hast Du die selbstgestellte Aufgabe auf jeden Fall gut gemeistert.
    Es freut mich, dass man die Begeisterung für die zweite Tageszeit, falls man das so nennen darf, auffällt. Dann habe ich zumindest beim Schreiben nicht viel Falsch gemacht.

    Trotz Deiner Vorliebe für die Nacht wünsche ich Dir eine angenehme Nachtruhe und schöne Sternenträume.
    danke, hatte ich. Allerdings erst ein paar Stunden später.

    @Wendiger
    Zitat Zitat von Wendiger
    Zitat Zitat von Nachteule
    Ich bin für jede Art Vorschlag glücklich, der mir das Geheimnis nicht klaut...
    Nächte voll Geheimnissen, deiner Nähe,
    Vielleicht: Nächte mit Geheimnissen, deiner Nähe... Da bleibt noch Platz für anderes
    1. Warum sagt mir keine Sau, dass ich "für jede Art Vorschlag glücklich" geschrieben habe???? So genau werde ich gelesen... schon klar...
    2. Das mit gefällt mir sprachlich/klanglich nicht wirklich... Könntest du dich mit "Nächte der Geheimnisse" anfreunden? Zumindest, bis was besseres kommt...

    Danke für euer beider Kommentar und dir, Wendiger, dass du dich noch einmal gemeldet hast und dir wirklich Gedanken dazu gemachte hast!

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Geändert von Nachteule (16.10.2012 um 19:20 Uhr)
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    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
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  10. #10
    Derolli Guest
    Liebe Nachteule,

    leider komme ich da jetzt sehr hinterher gedackelt.

    Mir fällt besonders (teilweise ja bereits angesprochen), der Gegensatz von Tag und Nacht auf, den du ganz deutlich in S5V1 aussprichst und etwas versteckter in S1V1. Gerade der leicht verborgene Gegensatz in S1V1 ist dir sehr gut gelungen. Ich mag es, wenn es Andeutungen in einem Gedicht gibt, die dann später im Zenit des Gedichtes nochmals aufgegriffen werden, diese Art zu Dichten habe ich schon immer bewundert.

    Außerdem finde ich es immer wieder erfrischend, wie du die Welt wahrnimmst. Positiv und freundlich, so klingt es bei dir überhaupt nicht bedrohlich wenn du wie hier:
    Deine tiefe Dunkelheit hüllt die Seele
    Dunkel und Seele in einen Zusammenhang bringst - in meinem Bewußtsein ist Dunkles, Schwarzes in Verbindung mit der Seele immer unheilvoll. Schön das dies niocht immer so sein muss - OPTIMIST!!

    Sehr gerne gelesen.

    Dolli

  11. #11
    Registriert seit
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    Hey Dolli (Nommal... ),

    leider komme ich da jetzt sehr hinterher gedackelt.
    Damit kann ich leben, keine Angst...

    Das täglich hätte ich im Zweifelsfall verteidigt, wie eine Löwin, auch wenn dazu eine Geschlechtsumwandlung nötig geworden wäre... Darum freut es mich umso mehr, dass es dir gefällt.

    Ja, ich bin Optimist und stehe dazu. Ich sage gerne, ich sei ein hoffnungsloser Optimist. (soll heißen, dass ich im Optimismus hoffnungslos gefangen bin) Aber mir gefällts da...
    Vielleicht erreiche ich es ja irgendwann, dass die Kinder, wenn sie in den dunklen Keller gehen meine Ode singen...
    Die Nacht ist nicht böse. Das ist nur was wir (oder besser "ihr") daraus machen.

    Sehr gerne gelesen.
    Freut mich.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
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  12. #12
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    Hallo ferdi,

    Schön, dass du vorbeischaust!

    ich habe die letzten Tage in irgendeinem Hinterstübchen gegrübelt, wie ich den Eindruck, den ich von deiner Ode habe, in Worte fassen soll - ich versuchs mal so...
    Solange du dabei die Nächte genossen hast...

    Deine Ausführungen klingen überzeugend. Ich gestehe auch, beim ersten Mal lesen die Hölty Strophe nicht zu Ende gelesen haben. Dass kann man als Bestätigung deiner Theorie sehen.

    Ok, lauter Formkram, da schreibe ich zum Schluss noch einen inhaltlichen Satz: Du hast schon öfter betont, dass die Ode dir "hymnisch" klingen soll; das ist zumindest eine Möglichkeit, und ich mag das auch. Dementsprechend würde ich mir hier noch viel hymnischere Töne wünschen! Gleich der Anfang, "Meine liebe Nacht", klingt mir mehr wie "Liebe Tante Erna" (, vielen Dank für die Socken, die du mir zu Weihnachten gestrickt hast) ...
    Bei dem hier hast du auch recht... Die Einleitung sollte eigentlich der Liebeserklärung dienen... Aber so wie du es mir aufzeigst, klingt es eher distanziert höflich...

    Danke für deine Überzeugenden Worte! Ich werde versuchen mich in Zukunft daran zu halten! (Schön zu wissen, dass du noch ab und zu hier herumgeisterst.)

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteue
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