Leise sehe ich aus dem Fenster
und beobachte dich lange.
Dich verfolgen alte Gespenster,
doch du weißt wonach ich verlange.

Deine Wunden heilen schneller,
doch meine reißen auf.
Kann nichts sehen über dem Rand vom Teller,
doch ich klettere hinauf.

Deine Probleme kenne ich auswendig
und ich lache sie nur an.
Nicht weil ich lachen will,
sondern weil ich nicht anders kann.

Ich will nicht mehr
und ich frage mich, was wohl wär,
wenn ich entfliehe aus dem Kreisverkehr
und nicht mehr bin dein Volontär.

In deiner Seele ist es still,
ich erlebe deine Not.
Doch wenn ich zu dir kommen will,
droht ein neuer Tod.

Ich kann dich nur beobachten,
helfen darf ich nicht.
Nicht weil ich helfen will,
sondern weil man mich besticht.

Weißt du denn wie lange ich schon,
in deinem Körper bin.
Verfolge deine Assoziation,
dass ich wäre dein Yin.

Dich selbst betrachtest du als das Yang.
Führst immer neue Kriege,
in denen ich nie gewann.
Was dazu führt das ich dir zu Füßen liege.

Und jeder Schritt ist jetzt zu weit.
Ich bin hier und träume.
Nicht weil ich träumen will,
sondern weil ich weiß was ich versäume.

Deine Probleme machten sich in mir breit,
du hattest mich in dir eingeschlossen.
In mir verharrten Verzweiflung, Angst und Leid.
Doch jetzt bin ich frei, denn du hast dich erschossen.