Suchenwollen

Wir wollen uns in Zeilen ahnen
und nicht von irgendjemand lesen.
Keine Gefühle, fremd und neblig.
Wir wollen uns wie wir uns wollen.

Wir gehen über Wörter, Klänge,
mit blinden Händen, tauben Herzen,
und mögen nur, das uns Vertraute,
das Fünkchen Heimat in der Fremde.

Wir säen Meinung oder Ahnung,
aus Wissen und aus Stimmungssamen.
Dabei dient alles nur dem Einen:
Dem Finden ohne Suchenwollen.