Im Weltraum gelandet



1.Kapitel
Einmal war ich in Amerika. Ich durfte mir ein echtes Space-Shuttle anschauen. Erst musste ich etwas Ähnliches wie einen Fahrstuhl hinauffahren. Dann war ich oben: Im Space-Shuttle. Ich glaube, Niel Armstrong muss sich so ähnlich gefühlt haben, als er zum ersten Mal den Mond betreten hat. Genauer gesagt: Ich fühlte mich so, als wäre ich der erste Mensch, der je ein Space-Shuttle betreten hat. Neugierig guckte ich mir die Knöpfe an. Dann setzte ich mich hin. Und direkt vor mir war ein großer grüner Knopf.
Weil ich dachte, das Shuttle wäre außer Betrieb, drückte ich den Knopf. Ich weiß bis heute nicht, ob ein Space-Shuttle einen Motor hat, Wenn „ ja“, sprang gerade der Motor an. Wenn „nein“, war es etwas anderes.



Als ich mit dem Nachdenken fertig war, sagte der Lautsprecher, der direkt über mir hing:
„Triebwerke bereit!“
Jetzt wusste ich zwar, dass das Shuttle noch zu gebrauchen war, aber der grüne Knopf hatte sich lustig angefühlt, so lustig, dass ich einen kleineren, schwarzen drückte, unter dem „Max“ stand. „Max“ ist die Abkürzung für Maximum, Aber hätte ich doch den Minimum-Knopf gedrückt! Denn mein Shuttle raste los.


2.Kapitel
Ich hatte keine Ahnung vom Fliegen und deshalb hob ich Hebel und senkte sie wieder, drückte Knöpfe und zum Schluss sogar einen rot leuchtenden. Doch schon wieder ein Fehler: Und zwar der größte Fehler, den ein Mensch je begangen hatte. Eigentlich war es nur der Landeknopf. Der war ja normalerweise nicht schlimm. Aber mein Shuttle war ja nicht zum Fliegen gedacht und deswegen stürzte es senkrecht zu Boden.
Als ich mich von meinem Schrecken erholt hatte, guckte ich aus dem Fenster meines Shuttles. Da mein Schiff aber vom heftigen Aufprall ein wenig zerschmettert war, sah ich nicht mehr als ein kaputtes Stück Metall. Also musste ich aussteigen, um zu erkennen, wo ich mich befand. Draußen guckte ich zuerst nach oben, und ich sah - ja - ich sah die Sterne!!! Das war genau das, was ich schon immer sehen wollte. Jetzt sah ich es und hatte ein schlechtes Gewissen. Was wohl gerade auf der Erde los war?? Ich fragte mich viel zu viele Fragen, um sie hier aufzuschreiben. Aber … als ich meinen Blick zur Seite wandte, fiel ich fast in Ohnmacht. Ich sah die Erde!!! Oh, wie schön sie doch aussah! Aber diese Seite ist voll und deshalb geht es morgen weiter!
Im Shuttle lag ein ziemlich großer Raumanzug, den ich sogleich anzog. Er war ein bisschen unbequem, aber das machte mir nichts aus. Ich wollte einen kleinen Mars-Spaziergang machen. (Auf welchem Planeten ich mich befand, sagte die rote Oberfläche) Also stieg ich erneut und besser ausgerüstet aus.
Draußen war nicht viel los: Ich sah roten Staub, ein paar Steinbrocken und zwei Rover ( ROBOTER, die den Mars erkunden). Also lief ich weiter. Ich dachte, hier wäre nichts lebendig. Doch da sollte ich mich irren.





3.Kapitel
Als ich zu einem Stein kam, an dem ich mich hinsetzen wollte, bewegte sich dahinter jemand oder etwas. Ich ging so leise wie möglich hinterher. Endlich konnte ich es sehen. Es war unfassbar!!! Es war eine Art „Alien“. Alien kannte ich. Aber trotzdem war ich ganz verblüfft. Dies war kein Film, der echt aussah. Dies war eine wahre Begebenheit. Und ich durfte sie erleben.
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Ich schlich immer näher heran. Das Alien merkte nichts. Bis jetzt. Aber ganz plötzlich – ein Steinchen war Schuld – stolperte ich. Das Alien rannte; aber es rannt nicht etwa weg, sondern es rannte direkt auf mich zu! Kurz hatte ich Angst, aber dann dachte ich, dass ein Alien, was etwa einen Meter groß war, mir nichts antun könnte. Also stellte ich mich ihm in den Weg.
Das Wesen war so verwundert, dass seine Stielaugen noch ein bisschen länger wurden, und es stehen blieb. Doch es fasste sich wieder und rannte weiter. Nun war ich mir nicht mehr so sicher, dass meine Lage so ungefährlich war. Ich ging ein paar Schritte zurück, traute mich aber nicht, mich umzudrehen und wegzurennen, denn das Alien konnte höchstwahrscheinlich noch schneller rennen als es sowieso schon war. Ich hatte große Angst und konnte nicht mehr stehen bleiben. Also drehte ich mich um und rannte, - wahrscheinlich – um mein Leben. Im Raumanzug war das so ziemlich unmöglich. Deshalb zog ich ihn im Laufen aus, schnappte nach der Sauerstoffflasche, kriegte sie zu fassen, und raste weiter. Ich dachte nicht an den Raumanzug, der bestimmt schon in dem Besitz des Alien war. Nein, ich wollte nur noch nach Hause auf die Erde. Wie leichtsinnig ich doch gewesen war! Jetzt bereute ich alles und machte mir selbst Vorwürfe.
Ich sprang die Stufen hoch und wollte sofort wegfliegen. Ich drückte den Start-Knopf und freute mich schon. Ich machte kurz die Augen zu und träumte von meinem weichen, warmen Bett. Doch ich wurde unsanft aus meinen Tagträumen geweckt: Über zwanzig Aliens zogen mich aus meinem Shuttle. Ich wollte das nun wirklich nicht und versuchte mich zu wehren. Das ging nicht, denn die Aliens waren in der Überzahl. Mir war schnell klar, dass Gewalt nichts brachte. Also musste man es mit Köpfchen versuchen. Ich dachte angestrengt nach. Doch mir viel nichts ein.
Vom vielen Nachdenken wurde ich müde und schlief deshalb bald ein.
Ich träumte von Aliens, die mich verfolgten. Als dieser Traum zuende war, wachte ich auf. Dann schlug ich die Augen auf. Ich dachte, ich würde nichts weiter als die Marsoberfläche sehen. Aber nein: Ich sah einen großen Alien-Kopf, der sofort in einer quietschigen, etwas anderen Sprache seine 20 Freunde alarmierte. Als alle Freunde da waren, wollten sie mich hochheben, doch ich ließ das nicht zu. Ich wusste, so dumm sind die gar nicht. Deswegen machte ich erstmal alles mit. Aber als sie mich anheben wollten, sprang ich – schnell wie ich war – aus ihren Händen. Ich wollte wegrennen. Das war nicht möglich, denn überall waren Zelte aus Decken, die in meinem Shuttle lagen. Aber: Oh Schreck!! In jedem Zelt wohnten fünf bis zehn Aliens. Und sie fingen mich ab.
Ich versuchte, die Aliens abzuschütteln, doch es gelang mir nicht, denn sie griffen nach meinem Hut! Aber es war nicht irgendein Hut, nein, es war der Hut, mit dem ich mich in mein Shuttle wünschen konnte. Ich hatte Pech, denn ein Alien schnappte den Hut. Ich rannte hinterher, aber die Aliens gaben den Hut geschickt immer weiter. Schließlich fand ich es sinnlos.
Also wartete ich bis zur Nacht. Ich wusste genau, was ich tun würde. Ich wollte versuchen, bis alle schliefen, wachzubleiben, dann unbemerkt hinauszugehen, mir den Hut zu schnappen und zum Shuttle zu schleichen und dann wirklich wegzufliegen. Also wartete ich. Und wartete. Und wartete. Mir kam es wie eine Ewigkeit vor, obwohl es nur eineinhalb Stunden waren. Endlich schliefen alle. Ich blieb noch eine halbe Stunde (also bis halb zehn), und machte ein paar Fotos. Dann ging ich hinaus. Aber, ich trat auf einen spitzen Stein!!! Sehr erschrocken zuckte ich zusammen. Doch ich hatte Glück: Niemand wachte auf. „Ich hatte hier auch schon so viel Pech.“ dachte ich. Nun ging ich weiter. Und zwar noch vorsichtiger.

Das Ende

Als ich draußen war, traute ich mich sogar langsam zu rennen. Dann guckte ich auf den Boden. Ja, da hinter dem 6.Zelt lag der Hut!!! Ich schlich heran, schnappte den Hut und wünschte mich zu meinem Shuttle. Zehn Sekunden später stand ich schon davor. Ich stieg hoch, startete und flog ohne weitere Überfälle auf die Erde.