Mädchenspringen

©Hans Hartmut Karg
2012

Die beiden kleinen Mädchen klettern auf die Bäume
Und jagen johlend sich im weiten Garten,
Damit von ihnen ja niemand versäume,
Was alles man kann sinnend jetzt erwarten.

Die Mädchen springen wie zwei aufgezogene Federn:
Leicht, wippend hüpfen sie von Spiel zu Spiel.
Auch wenn sie sich in ihren Schnüren ganz verheddern,
Befreien sie sich teilnehmend mit viel Gefühl.

Doch manches Mal gibt es Zickenalarm,
Wenn dann die eine schon die andere ärgert
Und übel zwickt in Po und Unterarm,
Weil sie Böswilligkeiten nicht einkerkert.

Dann wieder sind sie eng umschlungen Liebe,
Ein Herz und eine Seele und ein Leib.
Wenn dieses Mädchendasein nur so bliebe,
So ungebunden, leicht und Zeitvertreib!

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