Klarheit und Wahrheit


Es gibt, das ist mir heute klar,
Gar nichts, das wahr ist, wirklich wahr!
Erzählt wird viel, gern lang und breit,
Gespreizt, in sich verliebt, gescheit.

Am Ende bleibt: Es bleibt, wer schreibt.
Was nicht wo steht, bleibt stumm entleibt.
Es bleibt, wer lügt, was klug verbiegt,
Ganz schlau betrügt, sich lässig schmiegt,

An das, was jeder gerne hört.
Denn wahr ist, was gefällt, betört,
Was in den eignen Raster passt.
„Die Wahrheit wird, wenn ihr sie lasst!“

Gesagt, getan: Hier steht, was wa(h)r.
Und das ist falsch, ganz sonnenklar.