1. #1
    Registriert seit
    Jun 2012
    Beiträge
    4

    Seefugus und Mirano 1

    <o:p></o
    Vor vielenJahren lebte in Großbritannien ein reicher Kaufmann. Dieser wollte, dass seinSohn Mirano, wenn er größer ist, Matrose wird. <o:p></o
    Mirano war zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre alt. Inzehn Jahren sollte es so weit sein. So vergingen zehn Jahre. Mirano war inzwischensechzehn Jahre alt. Sein Vater beschloss, dass er nun Matrose werden solle.Obwohl er es nicht wollte, packte er am nächsten Tag seine Sachen,verabschiedete sich von seinem Vater und seiner Mutter und machte sich auf, umzum Hafen zu gehen. <o:p></o
    Dort angekommen, fragte er einen Kapitän, der geradezusah wie sein Schiff beladen wurde, ob er einen jungen Knaben im Alter vonsechzehn Jahren ausbilden könne. Der Kapitän meinte: „Ja, das geht. Am bestendu gehst gleich an Bord.“ <o:p></o
    Mirano freute sich, dass er die Nacht nicht am Hafenverbringen musste. Denn es dämmerte gerade. Mirano war ein junger Bursche mit dunkelbraunen, etwas gelockten Haaren.Auf dem Kopf trug er eine Matrosenmütze. Er hatte braune Augen, einemittelgroße Nasen und ebenfalls einen mittelgroßen Mund. Am Körper trug er eineblau-weiße Matrosenuniform, wie es damals üblich war, wenn man Seemann wird. <o:p></o
    Nun ging Mirano in die ihm zugeteilte Kajüte. Erpackte seine Sachen aus und richtete sich häuslich ein. Schon am nächsten Tagsollte es losgehen. Mirano konnte es kaum erwarten! <o:p></o
    Kaum zu glauben, dass er es erst nicht wollte.Deshalb brauchte er länger als sonst, um einzuschlafen. Nach endlosen Versuchengelang es ihm endlich.<o:p></o
    Als er am nächsten Morgen aufwachte, hörte er dasMeer rauschen. Er richtete sich auf und schaute aus dem Bullauge. Tatsächlich,sie fuhren über das weite Meer. So verbrachte er auf dem Schiff „Land ahoi“ mitdem netten Kapitän Siruno viele Jahre, in denen er erst Fähnrich, dannLieutnant, danach Lieutnant-Commander, irgendwann dann Commander undschließlich Kapitän wurde. <o:p></o
    In all den Jahren hatte er viele Gefahrenkennengelernt, aber die größte Gefahr erwartete ihn als Kapitän. <o:p></o
    Als er Kapitän wurde, musste er leider versetztwerden. Nämlich auf das Schiff „Seerose“. Er war dort der beste Kapitän, denman sich vorstellen konnte. Mal hart, mal weich wie ein Kapitän halt sein muss.Kapitän Mirano war auch der stärkste. <o:p></o

    So wurde er überall bekannt. Auch das große, schlimme,grau-blau geschuppte, schlangenähnliche, aber mit vier kräftigen Beinenausgestattete Seeungeheuer Seefugus hatte von ihm gehört. Also beschloss es mitihm im Kampf die Kräfte zu messen. Seefugus aber wollte warten bis der richtigeZeitpunkt gekommen war. Dieser Zeitpunkt sollte in drei Jahren sei. Die dreiJahre hatte sich Seefugus gut überlegt. Alle guten Dinge sind drei. Zudemwollte er den Kapitän nicht so früh schon nerven. Denn Mirano war gerademalzehn Monate lang Kapitän. <o:p></o
    Das Seeungeheuer wollte deshalb drei Jahre warten:Ein Jahr für Kapitän Mirano, um seine Mannschaft kennenzulernen. Das zweiteJahr durfte für Mirano unbeschwert werden. Das dritte Jahr aber sollte für denjungen Kapitän schlimm enden, dachte Seefugus bei sich. <o:p></o
    Kapitän Mirano allerdings wusste von dem allennichts, sondern er liebte seinen Job als Kapitän. So aber vergingen zwei Jahreund schließlich kam das dritte Jahr. <o:p></o
    Die Seerose fuhr gerade durch den Nord-Pazifik. Eswar Sommer. Zudem herrschte gute Stimmung auf dem Schiff. Keiner ahnte, dassSeefugus schon auf dem Weg war. Für Seefugus war es nicht schwer, dass Schiffvon Mirano zu finden, denn dieser hatte befohlen, seinen Namen unten auf dasSchiff zu malen. Gerade als sie Mannschaft Mittagspause machen wollte, bebtedas Schiff regelrecht. Die Seeleute waren voller Angst und Schrecken. DochMirano rief aus: „Beruhigt Euch! So in kleines Beben macht doch keinem was aus!“Mit diesen Worten wurde seine Mannschaft tatsächlich ruhiger. <o:p></o
    Aber Seefugus – er hatte das Beben verursacht –wollte das Schiff noch auf die naheliegende Insel schubsen. Diese Tat wollte ergegen Abend machen. In der Zwischenzeit ruhte sich Seefugus aus. Denn erbrauchte all seine Kräfte, um die Tat zu begehen. <o:p></o
    Endlich aber ging die Sonne langsam unter. Auf dem Schiffkehrte allmählich Ruhe ein und Seefugus beschloss, nun die Tat auszuführen. Alserstes nahm er gute 500 Meter Abstand. Dann schwamm er so schnell er konnte aufdas Schiff zu. Er schwamm unter Wasser, so konnte ihn die Mannschaft so schnellnicht sehen. Mit einem gewaltigen<o:p></o
    „KNALL“<o:p></o

    stieß Seefugus Kopf an das Schiff. Im selbenAugenblick flog das Schiff regelrecht auf die Insel. Diesmal mit einem gewaltigen<o:p></o
    „BUMM!“<o:p></o

    Schon bei dem ersten Knall wurden die Seeleutemunter. Bei dem zweiten aber rannten sie aus ihren Kajüten und schauten über dieReling. Auch Mirano. Wie er staunte, als er sah, dass die „Seerose“ auf demTrockenen lag! Jetzt war es klar: Seeungeheuer gibt es wirklich. Wer sonstkönnte ein zwanzig Meter langes Schiff so weit schubsen? Die Seerose war circa300 m von ihrem ursprünglichen Standpunkt entfernt. Deshalb konnte es unmöglichein Blauwal oder irgendein anderes Meerestier gewesen sein. Bisher kannteMirano Seeungeheuer nur aus Sagen oder Märchen. Aber das es wirklich welchegibt – Mirano konnte es selbst kaum glauben – war revolutionär. Zudem dachte erbei sich: „Ich werde in die Geschichte eingehen, weil ich der erste bin, derein Seeungeheuer gesehen hat. In diesemMoment fiel ihm ein, dass er ja noch nie ein Seeungeheuer gesehen hat. Er hatteja nur die Vermutung, dass es eines ist. „Ich will, nein, ich muss diesesSeeungeheuer sehen.“ Sagte Mirano zu sich. <o:p></o
    Die nächsten drei Tage brauchte die Mannschaft umdas Leck, dass am Bug des Schiffes entstanden war, zu reparieren.Glücklicherweise hatte Kapitän Mirano befohlen, dass immer genug Holz vorhandensein sollte, um auch ein größeres Leck des Schiffes zu stopfen. Am viertenTag konnte das Schiff wieder zu Wassergelassen werden. Es aber an die Wasserlinie zu bringen, war schwerer alsgedacht. Die Seeleute brauchten bis zum Anbruch der Dunkelheit. Dann erst wardie „Seerose“ wieder auf dem Wasser. Amnächsten Morgen aber fuhr das Schiff schon wieder über`s Meer. Seefugusallerdings überlegte, wie er mit Kapitän Mirano alleinereden könne.<o:p></o
    Da fiel ein, dass er noch einmal zum Schiffschwimmen könnte. Diesmal wollte er die Mannschaft nicht erschrecken, nein, erwollte langsam auftauchen, um Mirano zu sagen, dass er alleine mit ihm redenwolle. Gedacht, getan. <o:p></o
    Am folgenden Tag schwamm Seefugus zur „Seerose“. Langsam, ganz langsam tauchte erauf. Obwohl er es so langsam wie möglich tat, bekamen die Seeleute Angst. Alser aber mit dem Kopf über der Reling war, schrien die Seeleute voller Angst undSchrecken. Kapitän Mirano allerdings freute sich, dass er dieses Seeungeheuer gesehenhatte. Nun war er wirklich der erste, der ein Seeungeheuer je gesehen hat!Unglaublich! Dennoch machte ihm die Angst seiner Seeleute sehr zu schaffen. Errief: „Freut euch, wir sind die ersten Menschen, die ein Seeungeheuer gesehen haben!“ Die Mannschafthielt inne. Sogar Seefugus hielt inne. Das stimmte ja, dass sie die erstenwaren, denen er sich je gezeigt hat. Dann ergriff Seefugus das Wort. Er sagte:„Kapitän Mirano, ich möchte, dass ich einmal mit ihnen allein reden kann. Ambesten, Sie setzen sich in ein Rettungsboot und kommen mit mir mit.“ Obwohl dieSeeleute heftig protestierten, meinte Mirano: „Ich komme mit. Mir wird schon nichts passieren.“ Mit diesen Wortensprang er in ein Rettungsboot und ruderte davon.<o:p></o
    Als er etwa 500 Meter von seinem Schiff entferntwar, tauchte Seefugus auf. Sofort fragte Mirano: „Was willst du von mir und wieheißt du?“ Seefugus erwiderte: „Ichmöchte mit dir reden und ich heiße Seefugus.“ „Freut mich, dich kennenzulernen.Wollen wir Freunde werden?“ Seefugus war über die Antwort von Mirano soüberrascht, dass ihm die Sprache wegblieb. Mirano sagte: „Ich meine das ernst.Gleich werde ich zu meinem Schiff zurückpaddeln. Entweder du kommst mitoder du bleibst hier.“ Schon fuhr Miranolos. Und Seefugus schwamm hinterher. AlsMirano dieses sah, rief er aus: „Oh Seefugus, ab heute sind wir Freunde!“ <o:p></o
    Seefugus freute sich, dass er nun endlich einenFreund hatte. Als er am Schiff ankam, freute sich die Mannschaft, dass Miranonoch lebte. Dieser meinte nur: „Das ist mein neuer Freund Seefugus. Er istwirklich sehr lieb. Ab heute kommt er immer mit auf unseren Reisen.“ DieSeeleute staunten, freuten sich dann aber doch. Und so begann die Freundschaftvon Seefugus und Mirano. <o:p></o
    Welches Abenteuer sie als nächstes erleben werden?Das erfahrt ihr im nächsten Band „ Seefugus und Mirano 2 – Ihr erstesAbenteuer“. Viel Spaß dabei!<o:p></o
    <o:p></o
    Karoline B., 3.Juni 2012<o:p></o
    <o:p></o
    <o:p></o
    <o:p></o
    <o:p></o
    Geändert von KarolineB. (07.06.2012 um 15:38 Uhr)

Was dich vielleicht auch interessieren könnte:

  1. Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.07.2012, 16:28

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Anmelden

Anmelden