1. #1
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    kleine konversation

    auch wenn es woanders
    nie richtig hell wird
    kommt der augenblick
    an dem der tag
    der nacht entschlüpft
    es zeit ist dem morgen
    sprache zu verleihen
    und sei es nur
    die zeitung zu vertonen
    hinter der wir uns
    so gern verschweigen

  2. #2
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    Ja wer nicht anders kann, verfängt sich in deinen Gedichten Mir scheint wieder der Eskapismus zu unterbelichtet um aus dem eingefahrenen der Gewohnheiten ein zu drastisches Bild der Täuschung zu machen. Natürlich versteckt man sich hinter der Zeitung aber so gegenständlich betrachtet entlarvt sich leider nicht die Meinungsanpassung , welche hinter allem lauert.

    LG RS
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  3. #3
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    hallo perry
    ich gestatte mir, hier keinerlei metapher zu suchen, sondern eine "einfache" beschreibung der dinge, wie sie sind, zu sehen. und als solches finde ich es eigentlich perfekt. (nein, nicht das kleinste zu stänkern! doch! vom rhythmus des ganzen her fehlt mir persönlich in der letzten zeile eine silbe bei "gerne",; vielleicht, weil ansonsten die daktylenlosen verszeilen für die ausrufestarken verse v2,3,4,5 und vor allem v8 verwendet werden und der letzte vers auf mich doch eher nachdenklich wirken möchte.
    nachdem ich mir die wunderschön beschriebene morgenszene in allerlei facetten vor augen gemalt habe, kann ich auch individualpsychologische, paartherapeutische oder gesellschafts- und weltpolitische weiterungen ins auge fassen. brauche ich aber nicht, um zu merken, dass ich neidvoll auf deinen text hier blicke.
    lg wilma27

  4. #4
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    Hallo Robert,
    der Text scheint mal wieder die Gemüter zu spalten.
    Um Eskapismus (Realitätsflucht etc.) geht es nur am Rande, denn die Welt in der es nie richtig hell wird ist durchaus real, nur bemerken wir dies kaum mehr. Meinungsanpassung im Sinne von gleicher Meinung sein in einer Beziehung hatte ich ich nicht vor zu thematisieren, eher über den "Smal Talk" von Alltäglichem wieder ins Gespräch zu kommen.
    Danke dass Du den Text ausgelotet hast, meine Intention muss ja nicht die des Lesers sein.
    LG
    Perry

    Hallo Wilma,
    danke fürs Wirken lassen der realen Szene, denn so kann sich die Welt hinter den Bildern, die für jeden eine andere sein kann, erst entfalten.
    Mit metrischen Gesichtspunkten habe ich wenig am Hut, ich schreibe da nach meinem minimalistischen Sprachgefühl. Dass ich dabei das "e" bei gern unterdrücke liegt wohl an meiner geografischen Sprachfärbung. Ich nehme es gerne dazu.
    LG
    Perry

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