1. #1
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    Zu viel der Liebe

    Du bist so nah, so fern, ich seh' dich klar, wo bist du denn?
    Ich kriege dich nicht aus meinem Kopf seit ich dich kenn'.
    Du schreist nach meiner Hilfe, ich bin ganz starr ,
    In meinem Kopf nur ein' riesen Wirrwarr.

    Dein Elend hat mir meinen ganzen Sinn genommen,
    Obwohl ich glaubte am Ende angekommen.
    Wir gern würde ich dein Leben für dich leben,
    Wie gern dir all meine Kraft und Stärke geben.

    Du machst mich ganz hilflos, zum stummen Zuschauer,
    Ich seh dich um Atem ringen, seit geraumer Dauer.
    Ich wollte deinen Weg bis zum Schluss mit dir gehen,
    Und wenn es schwierig ist ganz nahe bei dir stehen.

    Ich will mich verwandeln, verkleiden, jemand anderes sein-
    Ich kann nicht mehr länger zusehen: du, so ganz allein.
    Es bricht mir das Herz, weil die Mauer durchsichtig ist,
    Ich dich jederzeit sehe, du aber unerreichbar bist.

    Ich will, dass du all das weisst, denn ich wende mich ab,
    Und lass ihn fallen, den verfluchten Heroldsstab.
    Ich weiss, du siehst mich, aber kannst mich nicht hören ,
    Mein Herz kann nicht länger dir gehören.
    Geändert von brightshine (18.06.2012 um 20:04 Uhr)

  2. #2
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    allo brightshine,

    Zuerst einmal möchte ich dich bei Gedichte.com begrüßen!

    Nun aber zu deinem Gedicht. Es holpert noch an einigen Stellen. Das wirst du sicher merken, wenn du es dir einmal durchliest. Manche raten dazu, es laut zu lesen, aber ich glaube, es genügt hier schon, es leise zu lesen. Die Stellen, wo es am meisten auffällt wären S1V4 und S3V1.
    Hinzu kommen ein paar Grammatikproblemchen:
    Bring dich nicht aus meinem Kopf seit ich dich kenn'.
    Hier fehlt das "ich". Kann man machen, klingt aber nicht wirklich schön. Ellipsen sollte man vermeiden.

    Obwohl ich mich glaubte am Ende angekommen.
    Das "mich" ist hier falsch gesetzt. Entweder "Obwohl ich mich am Ende glaubte." oder "Obwohl ich glaubte am Ende angekommen (zu sein)."

    Ich seh dich um Atem ringen seit geraumer Dauer.
    Hier müsste nach dem "ringen" ein Komma sein, da der Satz sonst eine Inversion ist.


    Ich will mich verwandeln, verkleiden, jemand anderen sein-
    Jemand anderes. Vielleicht noch jemand anderer. Aber so nicht.

    Dann habe ich noch ein paar kleinere Anmerkungen:
    In meinem Kopf nur ein' riesen Wirrwarr.
    Warum hier das Apostroph? Im deutschen gibt es das Apostroph nur, wenn das Wort es ausgelassen wird. Und selbst, wenn man es als Auslassungszeichen verwendet, dann wird hier nichts gekürzt... Das Wirrwarr...

    Ich wollte deinen Weg bis zum Schluss mit dir gehen,
    Hier klänge "Ende" besser.

    Und wenn es schwierig ist, ganz nahe bei dir stehen.
    Irgendwie lese ich das so, dass es schwierig wird, bei ihm zu stehen. Ich glaube, das kommt durch das Komma... muss aber nicht so sein.

    Es bricht mir das Herz, weil die Mauer undurchsichtig ist,
    Ich dich jederzeit sehe, du aber unerreichbar bist.
    Das ist unlogisch. Ist die Mauer undurchsichtig oder das LI sieht das LD nicht.

    Das war es eigentlich schon... Ich gehe mal davon aus, dass du positiveres erwartet hast.. sorry... Aber hey, kommt vielleicht noch...

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
    (Der Buchstabe)
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  3. #3
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    Guten Morgen Nachteule
    Ich danke dir sehr für das ausführliche Feedback und werde es bald möglichst integrieren. Ich habe weder Positives noch Negatives erwartet. Ich bin einfach froh, dass sich jemand Zeit nimmt und ernsthaft seine Meinung sagt
    Lieber Gruss
    brightshine

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