1. #1
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    lobgesang auf den fleissigsten schleifenbinder

    wer hat die meisten schleifen im akkord geknüpft?
    wer ist wie stachanow von band zu band gehüpft?
    welcher held der arbeit
    schleift in weltrekordzeit?
    hätten wir den longshanks nicht,
    es fiele heavy ins gewicht!
    die ganze schleifenprodukzjon
    erlitte eine redukzjon
    mindestens um einen drittel,
    schließlich fehlten uns die mittel
    für die auszahlung des lohns
    an euch und mich und ihn!
    So bitt ich, schenk uns weiterhin
    als rettungsschirm
    die gnade deines hohns.

    danksagung:
    longshanks verdanke ich das thema, sowie die inspiration zum freien vers und zu den enjambenents.
    aron manfeld verdanke ich das bewusstsein, dass ich gnadenlos poesie betreibe.
    Geändert von kaspar praetorius (20.06.2012 um 22:17 Uhr)

  2. #2
    Derolli Guest
    Liebe wilma27,

    Gratulatijon, ach nein sry Gratula-ti-on, zum erweiterten Bewusstsein und deiner Fähigkeit begnadet zu schreiben. Leider bin ich nicht in der Lage, mir fehlt nicht nur das Talent, sondern auch das Handwerkszeug, selbst gut zu schreiben, aber dafür erfreue ich mich oft an deinen Werken. An diesem nicht wirklich, das liegt wohl an dem freien Vers, soweit bin ich noch lange nicht, ich bin noch damit beschäftigt einen Jambus nicht ständig mit einem Trochäus zu verwechseln.

    Was mir an deinem Gedicht sehr zusagt ist folgender Vers:
    schleift in weltrekordzeit?
    die Doppeldeutigkeit der Aussage hat was!

    Liebe Grüße

  3. #3
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    Liebe Wilma .

    Jaja, macht euch ruhig lustig über uns Schleifendichter! Machts besser und dann können wir noch mal drüber reden, in Ordnung ?

    Dieses Gedicht gefällt mir nicht besonders, das hat aber nichts mit dem Inhalt und dem Nachsatz zu tun!
    Freie Lyrik sollte auch klingen, also sprachlich "rund" sein. Das kann ich hier nicht entdecken - ich stolpere durch die Verse. Die Reime wirken, naja, ziemlich konstruiert; du hättest besser drauf verzichten sollen.

    Als Satire ist dein Gedicht nicht bissig genug!

    Eigentlich schade, es hätte ein tolles Gedicht werden können.
    Herzliche Abendgrüße,
    Medusa.

  4. #4
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    @ derolli
    das letzte, was ich hier wollte, ist die mitteilung "ich? superschreiber - du? nuss".
    deshalb kann ich nur hoffen, dass ich deine antwort als bissige ironie verstehen darf.
    sonst würde ich zutiefst missverstanden.
    es grüsst als unbegnadeter, doch laut aron "gnadenlos poesietreibender"
    wilma27

    @medusa
    das scheint aber nun ein echtes missverständnis zu sein. sogar den nachsatz wörtlich genommen?
    he, ich schlage mich hier auf die seite der schleifenbinder und versuche, den sonst so witzigen longshanks, der sich ins thema kreuzschleife verbissen hat, ein wenig zu kitzeln.
    meine eigene schleife ist dir bis jetzt entgangen? gottseidank!
    mir gefallen meine gedichte auch meistens nicht. drum muss ich so viele machen. jedes hundertste taugt nämlich was.
    es erfüllt mich mit stolz, dass du bei mir auf eine "runde sprache" schaust.
    lg wilma27

    ich hoffe immerhin, dass ich von euch die absoluzjon kriege!
    Geändert von kaspar praetorius (20.06.2012 um 22:19 Uhr)

  5. #5
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    ich stoße mich an

    zumindestens um einen Drittel
    .
    Heißt es nicht d a s Drittel?


    Barbarossa

  6. #6
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    hallo barbarossa
    der duden kennt eine sprache, die nennt er "schweizerisch" ("auf schweizerisch blablabla").
    falls er damit unsere "in der Schweiz verwendete Standardsprache" meint, bin ich gerettet.
    wiktionary will es nicht wahrhaben, aber es gibt dörfer, da wird zwar nicht mehr keltisch, sondern schon alemannisch gesprochen, und die leute dort sagen in den meisten fällen "der drittel" für "den dritten teil" (ist ja auch irgendwie logisch, oder?).

    wilma27

  7. #7
    Longshanks Guest
    Hallo wilma,

    der fleißigste Schleifenbinder ist mW noch immer Hans Plonka. Meine Schleifchen sind keine Fleißarbeit und ich bin auch kein Untertagekohlenabbau-HeldderArbeiter. Danke für den Stachanov, so lernt man dazu . Es ist keine Anstrengung gewesen, die drei Dinger zu verfassen,hat wenig Zeit beansprucht und sonderlich gelungen sind sie nicht, wahrscheinlich deswegen. Ich werde aber inskünftig intensiv dran denken dass "aller .... Dinge drei sind" wenns mich mal wieder schleifend überkommen sollte.

    Gruß

    Longshanks

    P.S.
    das mit dem "überkommen sollte" ist nicht nur meine innere Gestimmtheit. Es wird auch von äußerlichen Reizen beeinflusst.
    Geändert von Longshanks (21.06.2012 um 07:51 Uhr)

  8. #8
    Derolli Guest
    Liebe wilma27,

    was mir noch aufgefallen ist: mit Leichtigkeit könntest du eine Internet Adresse als Akrostichon in deine Zeilen einarbeiten, die drei unerzwungenen ws sind doch schon ein guter Anfang.

    Wie kommst du darauf, dass ich mir Ironie arbeite?! Das gibt meine Konzentra-ti-on garnicht her. Stell dein Licht nicht unter den Scheffel, du bist nicht nur ein kleiner Poet, sondern ein gerne gelesener und beachteter, zumindest von mir.

    Liebe Grüße und Absolutzjon erteilt

  9. #9
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    hallo longshanks
    danke fürs reinschauen.
    ich weiss sehr wohl, dass du auch atemberaubend gute dissgedichte schreiben kannst.
    ich hoffe, dass nach der aufregung um die kreuzschleifen wieder genug zeit ist.
    die meisten schleifengedichte hat also hans geschrieben?
    ich war etwas schludrig beim recherchieren...

    wilma27

    hallo derolli
    danke für die blumen.
    "das unerzwungene We(h)" gefällt mir.
    lg wilma27

  10. #10
    Longshanks Guest
    Hallo wilma,

    du hast mich missverstanden. ICh wollte kein dissgedicht schreiben, sondern ich habe
    A) eine teilreimgeliehene (ich nenn das halbquadrig gereimte) innere Kreuzschleife geschrieben
    B) eine reinreimgeliehene (die nenn ich vollquadrig gereimte) innerer Kreuzschleife geschrieben
    C) eine ganzalleingereimte (die nenn ich solounquadrig gereimte) äußere Kreuzschleife geschrieben.

    Gruß

    Longshanks

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