Gemeines Biest


Ich träf dich gerne, doch du siehst mich nicht,
Du blickst durch mich hindurch mit Deinen Strophen!
Soll ich, um dich zu spürn, mit Reimen schwofen?
Bist du dann endlich bei mir, du Gedicht?

Vom Herzen schreib ich mir die Katastrophen
Und bring ins Seelendunkel etwas Licht:
Du machst viel Worte, manchmal bleibst du schlicht,
Du redest wie mein Kind, gleichst Philosophen.

Wie soll man schlau aus deinen Versen werden,
Wenn du dich wieder wie die Auster schließt?
Metaphern werfen Schatten und Gebärden,

Die zu enträtseln man nicht gleich genießt.
Ach, Lyra, Liebste, ich lass die Beschwerden,
Wenn du dich endlich gibst, gemeines Biest!