Glück

©Hans Hartmut Karg
2012

Ist Glück „persuit of happiness“?
Welches Glück denn dann in welcher Form?
Gibt es da nicht viel hohlen Stress,
Gibt es die Glücksformel, die Norm?

Bist Du denn Deines Glückes Schmied,
Wenn Du Dein Leben eingerichtet,
Hast Frau und Kinder trefflich lieb,
Auf Teilhabe ganz lang verpflichtet?

Sind manche nicht schon dadurch „glücklich“,
Wenn sie des Nächsten Glück versauen,
Finden das Lebensleid nun schicklich,
Weil sie auf ihre Siege bauen?

Vermasseln heißt doch auch „entglücken“ –
Gerade dort, wo Vorsatz Schuld,
Sich ganz vom Eigenen entrücken –
Und dann noch stehn auf Ungeduld.

Gibt es denn nicht jenes Glücksgen,
Kann man sein Glück auch selber lernen,
Wenn wir nur noch uns herrlich sehn
Und uns von uns selbst nicht entfernen?

„Jeder ist seines Glückes Schmied“,
So hallt es aus den Glücksprogrammen.
Doch wenn das Glück Dich einmal mied –
Wie bist Du damit umgegangen?


Gibt es nicht wundertolle Leute,
Die positiv ihr Leben sehen,
Während Du schon als wilde Beute
Drohst an Umarmung einzugehen.

In meinem wunderbaren Leben,
Da warn die Glücklichen schon glücklich.
Doch solche, die nur danach streben,
Für die war oft Duldung nur schicklich.

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