In finstrer Gasse seufzt die Katze.
Die alte Jung-fer brüllt : ich platze !
vor Wut bei diesem Nachtgesang.

Ihr Pudelköter fletschet grimmig
den Kaukamm und hinzu fügt sinnig :
Oh, Alt-fer, nehmt den Schlummertrunk !

Die –fer dankt ihm mit einem Fusstritt,
geht jammerkrächzend in ihrer Wit-
wenküche gräulichen Gestank.

Geheimnisvoll löscht sie die Lichter,
giesst Knoblauchöl durch einen Trichter,
auch Honig, Essig, Sprit und Wein.

Dazu fügt sie ein Quäntchen Äther,
auch Leichenfett vom Ziegenpeter
und flösst sich diesen Balsam ein.

Die Trinksal netzt des Schlundes Röhre.
Die Stink-fer spricht zum Hunde : höre,
nimm du den Rest des Trunk’s und sauf !

Drauf wälzt sie sich mit Schreckgehule
unter die Decken ihres Pfuhle-
s, versinkt in Schlaf, wacht nimmer auf.

Das Köterluder voll Geheule
erstarrt vor Schrecken erst zur Säule,
drauf freut es sich so schnell es kann.

Der Hunger tat ihn schaurig plagen.
Er folgt gehorsam seinem Magen
und nagt die Jungfernleiche an.