Auf unser aller lauschig Leben
liegt ein unsichtbarer Schleier
und überschattet unser Streben.

Wie Bienen in den Honigwaben
graben wir uns ängstlich ein
und ignorieren unsre Gaben.

Unser Käfig, blitzend Schein,
hat die Vernunft geblendet,
jetzt erscheint er uns gar fein.

Wir schuften für das Königshaus,
warum, ist uns ganz unbekannt
und dienen doch, oh Graus.

Die Königin will alle Tag ihr Futter,
nur möglichst viel solls sein,
nur her damit, und alles ist in Butter.

Doch irgendwann platzet ihr der Rock,
wenns ward zu viel der Völlerei,
und es zerreißt den Bienenstock.

Das Bienenvolk erlebt den Untergang,
und sah nie die Welt da draußen,
und spürte nie der Freiheit fröhlich Klang.