Thema: Die Magd

  1. #1
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    Die Magd

    Hallo Community, ich bin neu hier. Hoffe auf ein gutes Miteinander

    Stille Magd so fleißig so tüchtig. Stille Magd, selten sprichst du ein Wort.
    Stille Magd, niemand weiß wer du bist. Stille Magd, deinen Namen wirklich vergessen du hast?
    Stille Magd, deine Augen deines Mundes Verräter. Stille Magd, lang ist es her.
    Stille Magd, zerfressen von der eigenen Schuld. Stille Magd, was geschah mit des Grafes Kind?

    Stille Magd, du weißt wo es ist! Stille Magd, er fleht dich auf Knien.
    Stille Magd, ist es Macht das du willst? Stille Magd, der Graf dein Untertan er jetzt ist.
    Stille Magd, so hungrig nach des Grafen Verzweiflung. Stille Magd, Wirt des dunklen Keims.
    Stille Magd, so fleißig so tüchtig.

  2. #2
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    Hallo Advokat,

    erstmal ein Grüß Gott hier im Forum.

    Stille Magd. Ja, sie waren still, die Knechte und Mägde die durch ihren Fleiß und Tüchtigkeit in mühevoller Arbeit ihr täglich Brot verdient haben. Ein Aufbegehren wäre keine so gut Idee gewesen, damals..
    Deswegen kann ich mich mit dem Gedanken nicht unbedingt anfreunden, dass der Graf Untertane der Magd gewesen sein soll.. Natürlich alles ist möglich.. aber eher selten..
    Deinen Namen wirklich vergessen du hast?
    ua. finde ich diesen Satz grammatikalisch nicht in Ordnung;

    Es wird wohl nicht die Magd, des Grafens Tochter sein?
    Oder doch?

    mir persönlich ist da zu viel durcheinander, zu viel Wiederholungen, vorallem die der Anrede .. " stille Magd "

    Mir hätte hier ein Gedicht über die Arbeit, das Schuften der Mägde und Knechte besser zu gesagt,
    zumal die Idee eine Gute wäre..

    Deine Umsetzung hat mich nicht unbedingt überzeugt.
    Aber das ist meine Meinung, vielleicht findet sich ein Leser der das Ganze von einem anderen Blickwinkel
    betrachtet.

    Behutsame Grüße, Behutsalem
    Geändert von Behutsalem (23.06.2012 um 15:18 Uhr)
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  3. #3
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    Danke für deine konstruktive Kritik erstmal.

    Dazu, dass der Graf der Magd Untertan ist:

    Die Magd hat das Kind des Grafen (versteckt; umgebracht? das bleibt offen). Der Graf verdächtigt die Magd und weiß es vllt insgeheim längst, dass nur sie für das Verschwinden seines Kindes verantwortlich sein kan. Aber die Magd rückt mit der Sprache nicht raus, genießt die Verzweiflung des Grafen, der die Magd anbettelt, ihm zu verraten, was mit dem Kind geschehn ist. Deshalb ist der Graf ihr Untertan.

  4. #4
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    Hallo Advokat,

    Auch von mir ein Herzliches Willkommen!

    Ich habe ähnliche Probleme mit dem Gedicht wie sie Behutsalem hat. Du solltest versuchen, die Grammatik so normal zu behalten, wie möglich, zumal du hier weder einen Reim erzwingen willst, noch wirklich ein Metrum verfolgst. Da stören Inversionen nur den Lesefluss und unterstützen keine Harmonie.

    Stille Magd, deinen Namen wirklich vergessen du hast?
    Stille Magd, deine Augen deines Mundes Verräter.

    Stille Magd, er fleht dich auf Knien.
    Stille Magd, der Graf dein Untertan er jetzt ist.
    Hier sind die Verse, wo etwas nicht passt. Teils Satzverdreher, teils Worte fehlen.

    Ebenso stört auch mich die Wiederholung "stille Magd". Anaphern können schön sein, dürfen aber nicht zu viel sein. Hier ist es in meinen Augen zu viel. Am Besten kürzt du die Verse, dass nur noch am Strophenbeginn die Magd steht.

    Den Inhalt habe ich mehr oder weniger herausgelesen. allerdings auch erst wirklich, als ich las, was du Behutsalem schiebst. Und: Mit dem Kind könnte alles passiert sein. Es muss nicht entführt worden sein. Zumindest nach dem Gedicht.

    Das Gedicht würde gewinnen, wenn du es aus der Sicht des Grafen geschrieben hättest. Das Leid könnte greifbarer werden.

    Was mir gefällt ist, dass du am Schluss den Anfang wieder aufnimmst. Vielleicht mit der Ergänzung "- Diebin."?

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
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  5. #5
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    Geschmack ist das eine. Wenn euch das Gedicht als Ganzes nicht zusagt, respektiere ich das, und nehme das selbstverständlich nicht persönlich.

    Aber: Wie kann man sagen, dass hier und da "etwas nicht passt" oder etwas "grammatikalisch nicht in Ordnung" ist? Poesie ist doch frei. Sie hat keine Form, passt in kein gedankliches Korsett.

  6. #6
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    hallo advokat,

    wie man das sagen kann? Genau so wie geschrieben, weils ganz einfach so ist.
    Da du neu bist und ich meine Kritik meist behutsam abgebe, habe ich versucht dir aufzuzeigen
    was mir beim Lesen unangenehm war. Und die Grammatik ob man will oder nicht sollte, selbst wenn es heißt,
    künstlerische Freicheit, wenigstens einigermaßen passen.
    Und wenn ich einen Satz lese wie..
    Deinen Namen wirklich vergessen du hast?
    dann stellt es mir ehrlich gesagt die Nackenhaare hoch. Das Schreiben ist eine Kunst, und die Deutsche Sprache hat nun mal , ich sag mal "Regeln" die meines Erachtens ganz einfach eingehalten werden sollten.

    Kritik sollte man nie persönlich nehmen, denn dann wärst du hier fehl am Platz .. Wir Schreiber leben von der Kritik, sie kann hilfreich sein, aber auch Tatsachen auf den Punkt bringen , die man selber vielleicht gar nicht sieht oder beachtet hat.
    Das du die Kritik nicht persönlich nimmst, find ich schon mal gut.

    Schreiben hat viele Facetten , ja und auch viele Stilrichtungen, wie zb. den Kreuzreim, ein Sonett, Vers Libre etc. etc.
    natürlich auch die Künstlerische Freiheit, wenn man denn nicht auf die Sprache als solches vergisst.

    Behutsame Grüße, Behutsalem
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  7. #7
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    Hallo zusammen,

    ja. Lyrik darf mehr, aber wenn sie Regeln bricht oder biegt, dann solltes das einen Grund haben. Den sehe ich hier deutlichst nicht. Es liest sich einfach nicht schön, wenn die Sätze verdreht werden und man sich den Satz eventuell dreimal durchlesen muss, um ihn zu verstehen oder gar falsch versteht. Die wenigsten schaffen es, Inversionen so in ein Gedicht einzubringen, dass ich sie nicht als störend empfinde. Und du musst zugeben, dass manche der Sätze einfach nicht gut klingen.

    Lyrik darf mehr, aber muss man das ausnutzen und nur machen, weil mans "darf"?

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    PS: Behutsalem und ich haben Stile, die unterschiedlicher fast nicht sein könnten und mögen beide die Inversionen nicht...
    Geändert von Nachteule (23.06.2012 um 23:02 Uhr)
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  8. #8
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    Stimmt, es liest sich nicht besonders flüssig, muss ich zugeben.
    Bis morgen werde ich mich steigern.

    Schöne Grüße =)

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