Thema: Hotelniveaus

  1. #1
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    Hotelniveaus

    Hotelniveaus

    ©Hans Hartmut Karg
    2012

    Immer mehr driften sie auseinander:
    Die Hotels – unabhängig von den Sternen.
    Ähnlich wie die Flüsse zum Meer als Mäander
    Schlängeln sie sich – um sich voneinander zu entfernen.

    Die guten Herbergen haben immer Gäste,
    Da stimmen Sauberkeit, Service und Personal,
    Da gibt es immer wieder Highlights und feinere Feste,
    Essen und Hallenbad sind einfach phänomenal.

    Die schlechten Häuser erkennt man gleich:
    Schon an der Rezeption wird ewig telefoniert.
    Das Gästeniveau ist erbärmlich, statt reich,
    Das Unerfreuliche wird dort überall stärker hofiert.

    Im Edeltempel dann das noble und gediegene Ambiente,
    Auf hohem Niveau die gesündere Küche mit Atmosphäre.
    Da bliebe nichts, das sich nur mehr im Wege stände,
    Und niemand schaut nur oder lädt verbale Schießgewehre.

    Blödes Konkurrenzdenken gibt es weniger in guten Hotels,
    Snobismus und Angeberei sind inzwischen geächtet.
    Da gibt es frische Kiwis, Zander, auf keinen Fall Zuchtwels,
    Und niemanden, der als Neidhammel nach anderen Tellern spechtet.

    *

  2. #2
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    Zitat Zitat von Wendiger Beitrag anzeigen
    Hallo Dr.

    Ja, nun gut, bei den Hotels mag das ja schon so sein, wie hier beschrieben.
    Trotzdem gibt es aber wahrscheinlich auch Menschen, die das Preiswerte nicht nur lieben,
    sondern sich diese Edelschuppen einfach gar nicht leisten können.
    Da ists nur verständlich, dass dann die Kinder flennen,
    wenn sie im Notbett neben den vögelnden Eltern pennen

    müssen, weil die Kohle für eine weiteres Zimmer nicht reicht.
    Bei diesen Betrachtungen mich gerade eben der Verdacht beschleicht:
    Ist der Inhalt des obenstehenden Machwerks wirklich ernst gemeint
    oder wurde da Mist auf dem Hotelklo 3. Klasse vor Frust zusammengereimt?
    Möglicherweise hat auch die Sonne auf El Arenal zu heftig gescheint.

    Nein, dann wähle ich doch lieber die privaten Pensionen
    um mein Urlaubsglück vor fünf-Sterne-Edelgästen zu verschonen.
    Ich stelle mir grad vor, wie sie dort in den Hotellobbys verweilen
    und auf sich an dem Luxus und der Scheinwelt geilen
    um dann zum Block und Stifte schnell zu eilen,

    zu schreiben, was sie dort fachmännisch betrachten.

    Oder miete ich mir - noch besser - Luxusjachten?
    Und zwar mit ner hübschen Blondine.
    Und dort geht’s dann wie wild ab im Pool und in derKabine
    arbeitet dann im Takt die Dampfmaschine.




    Na, ich denke, mit dem Schreibniveau verhält es sich hier nicht ganz unähnlich.

    Viele Grüße

    Wendiger
    Hi, Wendiger -

    Deine gereimte Antwort übertrifft das ungeschickt gemetrikte und wahrhaft snobistische (seht her, ich gehöre zu den Besseren!) Original bei weitem.
    Es hat sich lediglich in S2V5 ein Fehlerchen eingeschlichen:
    Vielleicht besser so?

    Es kann ja auch sein, daß die Sonne auf El Arenal zu heftig scheint
    ... oder ähnlich.
    (denn die Sonne hat geschienen).

    An Dich ein Kompliment von Barbarossa.
    Über Dr. Ks Gedicht möge sich der Mantel des Verzeihens breiten.
    Es ist nämlich in meinen Augen übler Murks.

  3. #3
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    Guten Morgen .

    Wenn dein lyrisches Ich in anderen Rubriken mit seinen Ergüssen die Leser tagtäglich langweilt und oft genug wütend macht, dann sollte es wenigstens die Finger von der Humorrubrik lassen. Hier darf kein Dichter seinen Schrott abladen, denn Humor hat etwas mit Ernsthaftigkeit, Mühe und endloser Feilerei, mit treffenden Reimen und zündender Pointe zu tun.
    Keiner dieser Punkte (es gibt noch mehr!) trifft auch nur annähernd auf das Gedicht zu:

    • Das Gedicht deutet in keinem Vers an, dass dein lyrisches Ich ernsthaft an die Arbeit gegangen ist.
    • Die Sprache ist eine Zumutung, selbst für gutwillige Leser.
    • Die Reime sind ausgelutscht bis zum Gehtnichtmehr und derart an den Haaren herbei gezogen, dass der Leser eine Gänsehaut bekommt.
    • Pointe? Welche Pointe?

    Zudem ist das Gedicht keineswegs humorvoll, satirisch oder gar rätselhaft. Es ist dreist, hochnäsig und eine unmögliche Niedermache denjenigen gegenüber, die sich Sternehotels nicht leisten können.

    Wendiger und Barbarossa haben Recht! Ich setze sogar noch was drauf: Dieses Gedicht gehört in den Hinterhof oder in den Papierkorb. Es hat weniger Niveau als die beschriebenen Hotels, ist schrecklich zu lesen, der Inhalt ist fürchterlich und die Sprache spottet jeder Beschreibung. Schade um die Zeit, die ich damit vergeudet habe!

    Grüße bitte dein lyrisches Ich von mir und sage ihm, es solle endlich die guten Ratschläge geneigter Leser annehmen, denn sein demonstratives Selbstbewusstsein ist lächerlich.

    Liebe Grüße,
    Medusa.
    Geändert von Medusa (05.07.2012 um 12:08 Uhr)

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