Thema: Verrat

  1. #1
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    Verrat

    Du hast nie gewusst, wie es mir geht,
    dich nie gefragt, wie es um mich steht.
    Du hast ständig auf mir rumgehackt,
    und mich immer wieder runtergemacht.
    Du hast mich fallen lassen - ach, wieso?,
    mich sitzen lassen irgendwo.
    Du hast mich behandelt wie den letzten Dreck,
    und dachtest: Wann geht sie endlich weg?.
    Du hast mich viel zu oft gestört,
    und mir nicht mal zugehört.
    Du hast öfter gesagt, wie viele mich hassen,
    doch ohne einen Entschluss zu fassen.
    Das ich nutzlos bin hast du gesagt,
    dass war ein einziger Verrat.
    Geändert von Xuscha (02.08.2012 um 16:22 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Xuscha,

    Willkommen hier im Forum!
    Ein sehr bitteres Gedicht. Ich bin sicher, dass es ein sehr persönliches Gedicht ist.
    Der/Die Angeklagte könnte entweder ein Elternteil, der Partner/die Partnerin oder ein FreundIn sein.
    Sechs Verse beginnen mit "Du". Das ist sehr auffällig und unterstreicht die Emotionalität dieser Zeilen.
    Allerdings ist es ja auch in Streitgesprächen so, dass man nie weiter kommt wenn man immer nur den Finger auf den anderen zeigt. In diesem Gedicht ist eben auch nur die Anklage zu erkennen, Gründe hierfür auch bzw. die Betrachtung der anderen Seite werden hier nicht behandelt.

    Das Reimschema finde ich für den Inhalt etwas unpassend. Manche sind auch nicht ganz sauber wie beispielsweise rumgehackt und runtergemacht.

    Inhaltlich ist es an manchen Stellen nicht einfach zu verstehen.
    "Du hast mich viel zu oft gestört"
    z.B. Hier kann ich mir keine richtige Vorstellung davon machen wobei gestört wurde.

    Trotzdem haben mich deine Zeilen berührt und traurig gemacht.
    Das Ende finde ich gelungen und es sitzt in seiner Nachwirkung.

    Viele Grüße
    question
    Geändert von question (13.07.2012 um 23:26 Uhr)

  3. #3
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    Es gibt immer zwei Seiten. Dein Gedicht zeigt nur die eine, verletzte, anklagende Seite. Deswegen ist es flach und stumpf.
    Das Sprachliche wollen wir einfach außen vorlassen, da es hier nichts zur Sache tut.
    Ich würde dir raten, dem Gedicht mehr Volumen zu verleihen. Versuch die Geschichte von beiden Seiten zu erzählen.

  4. #4
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    In der vorletzten Zeile wird das "das" mit doppel-s geschrieben.
    Ansonsten sehr stimmige Zeilen, aber ich finde die "Du"-Wiederholungen hier eher eintönig...
    LG LI
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  5. #5
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    @ question: Danke erstmal für deinen lieben, langen Beitrag! Es ist in der Tat sehr persöhnlich, ich habe es selbst erlebt, und daher kenne ich nur diese bittere Seite. Wenn ich es von der anderen Seite schreiben solle, würde es einfach so klingen: "Ich habe nie gewusst, wie es dir geht, mich nie gefragt, wie es um dich steht.."
    Was diese Person mir angetan hat, empfindet sie nur aus Spaß und sieht ihre Fehler nicht ein
    Es ist halt nur aus meiner Sicht und diesee Schmerz ist einfach so.. und ich bin nun wirklich kein Gedichteprofi, ich möchte nur, dass meine Gedichte andere berührt, und das hat es bei dir getan, und dann bin ich glücklich.
    @ nimmilonely: Danke für dein Kommentar! Wie schon oben gesagt, ist dieses "flache und stumpfe" wie du es nennst, nur bittere Wahrheit.
    @ LI: Danke für den Tipp mi dem Doppel s. Ich habs überarbeitet. Das mit den Du Widerholungen, dass mag schon sein, ich finds aber nicht schlimm, da meine Gedichte nur berührer sollen, das ist was zählt.
    Lg Xuscha
    Ich lache nur um meine Tränen zu verbergen.

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