Viel klarer gehst Du durch Dein Leben.
Dies' Schnöde ist - doch einerlei...
Nun etwas Würze in den Topf gegeben;
fertig ist die Leckerschmeckerei!

Die Jahre bringt uns keiner mehr zurück,
sie hatten einiges an Salz gekostet,
was unsren Geist so mild entfrostet,
denn alle Zeit dient einzig dem Geschick.

Denkt man sich an des Lebens Schluss:
Glänzt das Gefäß in gold'nem Guss?
Sind dort Meere reich? Sind alle Farben?
Ist Dürrezeit? Sich graue Bilder laben?

Jetzt war der Plan: Vom Leben schreiben.
Mein Wille lässt sich nicht entleiben!
Sich gern mit hellsten Sternen schmückt
nun wer die Frucht der Früchte pflückt,

denn geb ich mich gesegnt ihm nicht hin,
wie heillos traurig hauste mir der Sinn,
mein einzig' Englein würde wütend zeigen
den Stinkefinger mir, mit allen Meisen.

Doch eines will ich heute Dir noch sagen:
Ich wünsche Dir am Himmel Trauben,
Dein Leben Dir so traumhaft, ohne Klagen
und daran sollst Du - immer Glauben!

Viel klarer gehst Du durch Dein Leben.
Dem Leben Salbe - schnell herbei!
Das kühle Wasser in ein Glas gegeben;
fertig ist das Märchen nun vorbei...

ElaS.