Es wurde einer ahnungslos
von hinten auf ein Bild gebannt
und ach!, wie war der Schrecken groß,
als er sein Hinterhaupt erkannt.

Wo bisher eine schmucke Welle,
ist plötzlich eine kahle Stelle!
In seiner Eitelkeit verletzt
hat er nun alles drangesetzt,
mit Tonikum und teuren Pillen
den Haarschopf wieder aufzufüllen.

Doch das war reiner Selbstbetrug
und als wär das nicht schlimm genug,
legt die Natur noch etwas drauf.
Im Spiegel fällt ihm nämlich auf:

Das Haar, das auf dem Kopf sich lichtet,
wird dafür anderswo gesichtet.
Es sprießt wie aus dem Nichts geboren
ihm aus der Nase und den Ohren.

An dieser Stelle gibt er auf
und lässt den Dingen ihren Lauf.
Ein kluger Mann weiß, wann sich’s lohnt
und wann man seine Kräfte schont.