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Thema: Mit Verlaub!

  1. #1
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    Mit Verlaub!

    Ohne uns,
    könnte jeder glücklich sein.
    Ohne uns,
    könnte man sich vertrauen.

    Ohne uns,
    gäbe es keine Übergiffe.
    Ohne uns,
    gäbe es Gerechtigkeit.

    Ohne uns,
    könnte jeder ruhig schlafen.
    Ohne uns,
    gäbe es Frieden.

    (C)
    Der Roman: "Verballistik"
    Die Gedichte: "Auf dem Silbertablett"

  2. #2
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    hallo robert schulz
    das ist rund, das ist schön, das klingt, hat dabei als thema doch die blanke verzweiflung über das paradox "der mensch ist gut, die welt ist schlecht." oder vielleicht: ist blanker zynismus gegen welche, die den splitter im auge der welt, aber nicht den balken im eigenen auge sehen?
    besonders scharf und zynisch und schön kommt es für mich in den versen zum ausdruck, wo du "ohne uns" dem "jeder" gegenüber stellst.
    das mit so wenigen worten und ohne lyrisches brimborium zu sagen, ist eine feine leistung. und paradox: es hilft, den tag ohne die schlechtigkeiten zu sehen. der text fände einen platz im schullesebuch.
    "der mensch ist viel zu gut, drum hau ihn auf den hut". hiermit durch dich geschehen.
    hoffe, habe was richtig verstanden.
    schönen tag
    wilma27

  3. #3
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    Hi, Robert Schulz -


    das klare Fazit:
    Der Mensch gehört abgeschafft, dann ist endlich Ruhe.
    Dem kann ich beipflichten.
    Gut gemacht, obwohl ich 's gereimt lieber mag.

    LG
    Barbarossa

  4. #4
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    Hallo

    und vielen Dank ihr Lieben. Manche Sachen brennen einem einfach auf der Seele und können sich glücklich schätzen, wenn sie als solche erkannt werden. Wilma sieht es paradox und Barbarossa etwas philosophisch. Die ultimative Wahrheit steckt wohl dazwischen

    LG RS
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  5. #5
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    da gibt es kein dazwischen, das ist deckungsgleich.
    w.

  6. #6
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    Mit der gehörigen Chuzpe stelle ich auch dir die Wirkung des Titels zur Verfügung

    LG RS
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  7. #7
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    Hallo Robert Schulz,

    ein Gedicht, dass vor Larmoyanz und Selbstmitleid nur so trieft, sich keinerlei phantasievollen oder individuellen Mitteln bedient, und zudem in sehr einfachem Deutsch verfasst ist. Derartige Gedichte mit philosophisch absolut naiven und unhaltbaren Aussagen als thematischen Bezug gibt es wie Sand am Meer und so ist dein Gedicht leider nichts Besonderes.

    Viele Grüße
    Martin (der hier bewusst auf philosophisch genauere Thematik verzichtet)

    P.S.: Dein Gedicht steht zu 99% in der falschen Kategorie (Hoffnung und Fröhliches).
    Geändert von Martin Römer (28.07.2012 um 14:41 Uhr) Grund: P.S.: Kategorie

  8. #8
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    Hallo.


    Welch ein Schwachsinn! Inhaltlich ein absolutes Nichts, weil schon X Mal und besser durchgekaut. Sprache, Melodie und Bilder sind völlig nichtssagend, ärgerlich und einfältig.


    Warum steht dieses Geschreibsel hier? Weil ein lyrisches Ich mal wieder nicht an sich halten konnte, uns mit Blödsinn zu vermüllen? Mein Tipp: Papierkorb!

    Schade um die Zeit!
    LG, M.

  9. #9
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    Hallo ihr beiden

    und vielen Dank. Oho erstmal, da der gewagte Schritt lyrische Personen ihre Gedichte selber schreiben zu lassen ja nur von einer ganz Großen kommen konnte, der alles das nichts bedeutet was nicht hunderttausendmal durchdacht und nachjustiert und rhythmisch entstellt wurde. Da ich mit Verlaub zu wirkungsvoller Lyrik stehe, kann ich auch mit Kritik umgehen deren Horizont bis zum Papierkorb reicht

    LG RS

    PS: Hier besteht lieder, wie man sieht, die Gefahr sich mit der falschen Seite zu identifizieren und dann zu gefühlsmässigen Ausbrüchen zu neigen, welche in der jeweils 2. und 4. Zeile jeder Strophe ihrem notwendigen Gegenüber bekannt gemacht werden.
    Der Roman: "Verballistik"
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  10. #10
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    Narrenphilosophie

    Zitat Zitat von Medusa
    Hallo.


    Welch ein Schwachsinn! Inhaltlich ein absolutes Nichts, weil schon X Mal und besser durchgekaut. Sprache, Melodie und Bilder sind völlig nichtssagend, ärgerlich und einfältig.


    Warum steht dieses Geschreibsel hier? Weil ein lyrisches Ich mal wieder nicht an sich halten konnte, uns mit Blödsinn zu vermüllen? Mein Tipp: Papierkorb!

    Schade um die Zeit!
    LG, M.
    Dem ist nichts hinzuzufügen!
    LG Martin

    @Robert Schulz:
    Zitat Zitat von Robert Schulz
    PS: Hier besteht lieder, wie man sieht, die Gefahr sich mit der falschen Seite zu identifizieren und dann zu gefühlsmässigen Ausbrüchen zu neigen, welche in der jeweils 2. und 4. Zeile jeder Strophe ihrem notwendigen Gegenüber bekannt gemacht werden.
    Welche falsche Seite?

  11. #11
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    Hallo Martin Römer.

    Wer so auftrumpft, müsste das doch eigentlich wissen. Oder glaubst du alle Menschen wären gut und ihr könnt nichts für eure Beiträge? Wäre wirklich überraschend, das "Ohne uns" mal auf jemand konkretes beziehen zu können

    LG RS
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  12. #12
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    Ich möchte mal den Stecker aus der Erregerdose ziehen. Sicher, die Sätze wirken einfach gesetzt. Das muss kein Fehler sein. Jonglieren wir nicht immer zwischen dem Primitiven und sagen wir mal dem Gestelzten als Extrempunkte?
    Das "lyrische uns" kann ich nicht als Synonym für die Menschheit sehen. Dann wären die Sätze absurd, denn "glücklich sein", "sich vertrauen", "Gerechtigkeit" und auch "Frieden" sind alles Begriffe, die die Menschen geschaffen haben, um die Art des miteinander Umgehens zu beschreiben, die also nur sie selbst betreffen. Ohne uns Menschen wären sie bedeutungslos. Daher sehe ich das "ohne uns" aus einer etwas anderen Sicht. Wenn ich es ersetze mit den Worten "ohne die anderen" erscheinen mir die Sätze zwar banal aber logischer und bekannter. Und trotz dieser Banalität hört man sie immer wieder, oft auch aus eigenem Munde. Nur steckt in dem anderen nicht auch immer ein wenig "ich" oder "wir"? Will der Autor nicht vielleicht einen Fingerzeig darauf geben, Fehler nicht immer nur bei anderen, sondern bei uns selbst zu suchen? Und verbindet er - und hier komme ich auf die Rubrik zurück- mit der Verdrehung der Anzuklagenden nicht die Hoffnung auf einen Lösungsansatz?


    Zitat Zitat von Martin Römer
    ein Gedicht, dass vor Larmoyanz und Selbstmitleid nur so trieft, sich keinerlei phantasievollen oder individuellen Mitteln bedient, und zudem in sehr einfachem Deutsch verfasst ist. Derartige Gedichte mit philosophisch absolut naiven und unhaltbaren Aussagen als thematischen Bezug gibt es wie Sand am Meer und so ist dein Gedicht leider nichts Besonderes.
    Mal davon abgesehen, dass der letzte Satz des Zitates auf die Mehrzahl unserer Gedichte zutrifft, soviel Realismus sollte uns doch erhalten bleiben, kann ich mich dem allgemeinen Verriß nicht anschließen. Ich sehe durchaus eine phantasievolle und individuelle Idee. Ob diese Art jedermanns Geschmack ist, sei dahingestellt.

    LG Eremit
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    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt' und Länder ein. (F. Schiller)

  13. #13
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    @ robert
    wenn hier durch deine und andere anmerkungen der eindruck entsteht, dein vers drehe sich thematisch um die üblichen, langweiligen user-querelen, verliert es rasch an reiz.
    lg wilma27

    @ eremit
    wenn man zulässt, dass "absurd" ("paradox") in der lyrik keine negativ-qualifikation ist.
    wenn man es postitiv (statt nur als "nicht unbedingt falsch") sieht, dass schwierige dinge mit einfachen sätzen auf einen nachdenklichen punkt gebracht werden, statt mit epischer schwatzhaftigkeit zerredet.
    und wenn man schliesslich auf deinen Satz "Ob diese Art jedermanns Geschmack ist, sei dahingestellt" deinen anderen Satz anwendet ".... auf die Mehrzahl unserer Gedichte zutrifft",
    ja dann sehe ich nicht mehr so ganz den unterschied zu meinem kommentar. (von wegen allgemeinem verriss.)
    jedenfalls bin ich froh, dass du deine meinung hier eingebracht hast.
    lg wilma27
    Geändert von kaspar praetorius (29.07.2012 um 10:27 Uhr)

  14. #14
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    Hallo eremit und wilma nochmal.

    Jeder Text kann missbraucht werden. Ich moechte deshalb niemandem einen Vorwurf machen,
    sondern lediglich alle Seiten des Textes zeigen. Aber ganz allgemein haben wilma , eremit und barbarossa
    Den ergiebiegeren Zugang gefunden. Vermutlich weil sie gern ihre Nerven schonen und dass ohne uns als Ansporn
    sehen...

    LG rs
    Geändert von Terrorist (29.07.2012 um 16:57 Uhr)
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  15. #15
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    @wilma27:
    Der "allgemeine Verriss" bezog sich nicht auf die Allgemeinheit der Kommentatoren, sondern auf Martins Rundumschlag, den ich zitierte. Sorry, da hatte ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Was das "Absurde" betrifft, hast Du recht. Wir bezeichnen wohl alles als absurd, was außerhalb unserer Logik liegt, obwohl wir selbst -völlig absurd - dazu neigen, unsere Umwelt zu vermenschlichen, und das am liebsten in der Lyrik.
    LG Eremit
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