Denn deine Güte ist, soweit

der Himmel ist, und deine

Wahrheit ist, soweit die Wolken gehen

Psalm 57,11




Wie weit die Wolken gehen?
Wie weit die Wolken gehen?
Wie weit nur? Wie weit?

Reichen sie zum Grund meines Herzens?
Finden sie das Ende des Schmerzes?
Hören sie die stillste aller Melodien?
Werden sie vor der Einsamkeit fliehen?

Sag mir, wie weit die Wolken gehen!
Wird dein Atem sie verwehen?
Sag mir, wie weit die Wolken gehen!

Wie weit die Wolken gehen?
Wie weit nur? Wie weit?

Reichen sie bis zum Scheitelpunkt der Seele?
Sehen sie, wie ich Menschen stehle?
Vergeben sie mir Lug und Betrug?
Fühlen sie, dass ich immerdar klug?

Sag mir, wie weit die Wolken gehen!
Wird dein Atem sie verwehen?
Sag mir, wie weit die Wolken gehen!

Wie weit die Wolken gehen?
Wie weit nur? Wie weit?

Gehen sie tiefer als des Hasses Abgrund?
Tragen sie höher als der Liebe Flügelschlag?
Sehen sie die unsichtbaren Dinge, die ich ringe?
Hören sie die Lieder, die ich den Menschen singe?

Sag mir, wie weit die Wolken gehen!
Wird dein Atem sie verwehen?
Sag mir, wie weit die Wolken gehen!

Wie weit die Wolken gehen?
Wie weit nur? Wie weit?

Kann ich auf ihnen reiten, durch sie gleiten?
Reichen sie dem Sonnenstrahl die Hand und weiten?
Tränken sie den Ozean für immer und immer,
wird es ohne Wolken schlimmer?

Sag mir, wie weit die Wolken gehen!
Wird dein Atem sie verwehen?
Sag mir, wie weit die Wolken gehen!