1. #1
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    Lightbulb Die Pechsträhne

    Ein Unglück kommt
    meist nicht allein;
    oft stellt sich prompt
    das nächste ein.

    Und denkst du gar,
    das Pech wär dein,
    dann wird es wahr
    und stets so sein.
    Geändert von Xenia44 (31.07.2012 um 19:35 Uhr)

  2. #2
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    Hallo Xenia,

    Die wörtliche "Denke" in der zweiten Zeile der zweiten Strophe würde ich durch einen Konjunktiv ersetzen:

    Und denkst du gar,
    das Pech wär dein,
    dann wird es wahr
    und stets so sein.

    LG Eremit
    -------------------------------------------
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leih'n!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt' und Länder ein. (F. Schiller)

  3. #3
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    Liebe Xenia .

    Eremits Vorschlag gefällt mir, ich würde ihn übernehmen, er ist sprachlich besser.
    In der ersten Strophe könntest du vielleicht ein Satzzeichen ändern?
    Ein Unglück kommt
    oft nicht allein. Komma? Oder Semikolon?
    Es stellt sich prompt Vorne Minuskel?
    das nächste ein.
    Schöner Spruch, bestens umgesetzt - gefällt mir: Murphy lässt grüßen .

    Herzliche Grüße,
    Medusa.

  4. #4
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    Hallo Xenia,

    Ich stimme meinen Vorrednern zu. Die Veränderungen würden das Werk verbessern. Die einzelne Zeile mit wörtlicher Rede wirkt sonst zu gezwungen und ist zu auffällig.
    Das "oft nicht allein" klingt für mich nicht sonderlich schön, aber es fällt mir nichts besseres ein...

    Was ich wichtig finde: Inhaltlich zeigt es endlich mal auf, was die meisten verpennen und einen dann ungläubig anschauen, wenn man es ihnen sagt:

    Und denkst du gar:
    „Das Pech ist mein“,
    dann wird es wahr
    und stets so sein.
    Wer sagt "des wird nie was" dann wird es auch nie was.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
    Nachteule
    Meine Sydnatur:
    Greis und Greisin miss u <3
    Hier stehe ich! Ich kann nicht anders! Gott helfe mir! Amen!
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    Drama: Das Gericht; Prosa: Fernreise als Kurztrip, Krieg im Frieden, Die Tote

  5. #5
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    Hallo Eremit,

    Dein Verbesserungsvorschlag ist optimal - hab' ihn schon umgesetzt. Die Aufgabe hat mir gut gefallen, 2-hebige Verse hab' ich noch nie geschrieben, so konnte ich das mal ausprobieren.

    Herzlichen Dank und
    LG Xenia

    Hallo Medusa,

    Deine Vorschläge für die erste Strophe habe ich gern übernommen - jetzt sieht sie wirklich besser aus
    Ich habe den Text mehrmals umgeschrieben, deshalb freu' ich mich, dass Du den Spruch gut umgesetzt findest.

    LG Xenia

    Hallo Nachteule,

    ganz besonders freut es mich, dass Du mir inhaltlich voll zustimmst Und wie recht Du hast mit den ungläubigen
    Blicken der selbsternannten Pechvögel, wenn man sie auf ihre negativen Denkmuster hinweist.........

    LG Xenia

  6. #6
    Derolli Guest
    Liebe Xenia44,

    ein flüssiges Gedicht, hast du hier präsentiert. Vielleicht eine kleine Idee: wie wäre es mit "meist" statt "oft", irgendwie kommt das oft so schwach daher (auch wenn es das genaue Gegenteil des selten wäre und damit näher am Sprichwort), jedenfalls empfinde ich das so beim lauten Lesen.

    Liebe Grüße

  7. #7
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    Hallo Xenia,

    Du hast es geschafft in zweihebige Verse einen Sinn hineinzubekommen. Ich leider nicht.
    Der Spruch stimmt und lässt so manches Schicksal in einem anderen Licht erscheinen:
    Und denkst du gar,
    das Pech wär dein,
    dann wird es wahr
    und stets so sein.

    Liebe Grüße,
    Klatschmohn
    ©Klatschmohn
    Überall geht ein frühes Ahnen dem späteren Wissen voraus. Alexander v. Humboldt

  8. #8
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    Hallo Derolli,

    was hältst Du von

    Ein Unglück kommt
    oft nicht allein;
    meist stelt sich prompt
    das nächste ein

    Dann hätte ich das "es" durch "meist" ersetzt, vielleicht ist das präziser.

    LG Xenia

    Hallo Klatschmohn,

    also leicht fand ich die Aufgabe auch nicht, vielleicht hat mir da meine Muse geholfen

    Herzlichen Dank für den positiven Kommentar
    und liebe Grüße von Xenia

  9. #9
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    Hallo Xenia,

    ich würde dann aber das meist und oft vertauschen. Klingt für mich besser, kann ich aber nicht wirklich begründen.

    nächtlicher Gruß, gutes nächtle und carpe noctem
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  10. #10
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    Hallo Nachteule,

    ja, stimmt, es klingt tatsächlich besser! Danke für die Mühe, das viele Feilen hat sich wirklich gelohnt.

    LG Xenia

  11. #11
    Derolli Guest
    Liebe Xenia44,

    ja so klingt das ganze besser. Hattest du vorher oft und meist auch schon verwendet? Dann habe ich mich zu sehr auf die eine Zeile konzentriert und das Gesamtwerk aus den Augen verlohren. Sry!
    Denn was mir bei deinem Gedicht am meisten gefällt ist das Zusammenspiel der einzelen Strophen, sie sind harmonisch aneinandergefügt, das ist bewundernswert und sehr stimmig - einfach gut.

    Liebe Grüße
    Geändert von Derolli (02.08.2012 um 08:19 Uhr)

  12. #12
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    Danke, lieber Derolli, für die gute Idee mit dem "meist". Mein Gedicht ist ja inzwischen ein Gemeinschaftswerk geworden,
    das habe ich Deinen und den Verbesserungsvorschlägen der anderen "Glühbirnen" zu verdanken. Ich freu' mich, dass Du esgut und stimmig findest und grüße Dich herzlich

    Xenia

  13. #13
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    Die Pechsträhne

    Hallo Xenia44,

    habe Dein Gedicht erst jetz gefunden, nachdem ich bei mir Deinen Kommentar gelesen habe. Die beiden Strophen passen sehr gut in der Sinnfolge, dem kann ich nichts hinzufügen.
    Das Sprichwort hast Du allerdings leicht verändert, denn es heißt " Ein Unglück kommt selten allein".
    Deine Lösung der Aufgabe und speziell die Aussage ist gut gelungen. Gefällt mir.

    LG Hans
    Mein erster Gedichtband Einmal durchs Leben mit Hans Plonka ist nun beim Daniel Gockel Verlag erhältlich. Bei Interesse schaut in mein Profil unter Homepage.

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