Ein Herr speit welke Tauben aus.
Zu den Füßen einer Frau
Klecksen sie den weißen Flaus
Wie Wolken: Weich und grau.

Und rot tropft Amors Blut
Von ihren spröden Lippen,
Schwimmt auf dem Asphalt wie Morgenglut
An der die Täubchen gierig nippen.

Allein ein Augenblick; dann trennen sich die beiden.
Ihr Herz bleibt kurz nur zittrig dabei stehen.
Und während beide wortlos scheiden,
Seh’ ich die Tauben in Asche aufgehen.


_______

Anmerkung:
Ich bin sehr unsicher mit diesem Text. Ich hatte ein konkretes Bild hierzu im Kopf, das ich durch die genutzte Metaphorik verfremden und mit der ich zugleich den Subtext der Situation offen legen wollte, auf die ich hier referiere. Es fällt mir allerdings sehr schwer zu entscheiden, ob sich ohne diesen Kontext wirklich ein ausgewogenes Bild ergibt.
Ich freue mich über jeden Kommentar, aber besonders dankbar wäre ich für ein Feedback dahingehend, ob es mir gelungen ist auch für andere Leser mit den genutzten Bildern eine Szenerie zu generieren, die stimmig scheint.

Liebe Grüße,

Trillian Soral