Thema: Mama

  1. #1
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    Mama

    Ich muss so oft an Mama denken.
    Könnt ich ihr noch mal Liebe schenken,
    ihr sagen, dass sie stets getan,
    was man als Kind sich wünschen kann,
    dass ihre Nähe ohne Fragen,
    mich oft gewärmt in schweren Tagen.

    Das Schicksal war ihr nicht gewogen
    und hat um vieles sie betrogen,
    was sie als junge Frau erhofft,
    sie arg gebeutelt viel zu oft.
    Die Krankheit hat sie aufgefressen
    und niemals werde ich vergessen,
    wie still sie all das hat erlitten,
    bis ihr das Leben ganz entglitten.

    Sie ist schon viele Jahre fort
    und doch ist sie an jedem Ort
    und jedem Tag in meiner Nähe.
    Wenn ich sie vor mir sitzen sehe,
    mit Zigarette und Kaffee,
    tut es noch immer schrecklich weh,
    dass ich nicht mit ihr reden kann,
    wenn mich was quält so dann und wann.

    Ich würd ihr so gern Freude machen
    mit Stunden voller Kinderlachen.
    Sie ein paar Jahre noch begleiten,
    das Alter angenehm bereiten
    und erst wenn sie ganz müd vom Leben,
    in Gottes gute Arme geben.
    Als ich so dasitz, ganz versonnen
    und denk an alles und an nichts,
    hat sich in meinem Kopf entsponnen
    ganz unerwartet ein Gedicht

  2. #2
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    Hi, dickesusi -

    das Gedicht rührt mich sehr an, auch wenn mich die Paarreime fast unwillkürlich in eine Litanei führten.
    Das macht nichts.
    Das Thema ist mir nah, wenn auch meine Mutter (95 Jahre) noch lebt, aber es geht doch stark bergab.
    Bei Dir kommt ja der Schmerz des früh-scheiden-müssens hinzu.

    Warmherzige Grüße
    von
    Barbarossa

  3. #3
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    Hallo Barbarossa,

    Du hast natürlich sofort bemerkt, dass Dein Gedicht den Anstoss gegeben hat, meines hier auch einzustellen. Ich habe damit gezögert, weil es so sehr persönlich ist. Es hat ganz klar ein paar Schwächen, sagt aber genau das was ich beim Schreiben gefühlt habe und noch immer fühle, auch wenn es 15 Jahre her ist. Die in Deinem Gedicht angesprochene Seite ist mir natürlich auch nicht fremd. Diese Wut die man manchmal spürt und sich doch nicht erlauben will...

    LG dickesusi
    Als ich so dasitz, ganz versonnen
    und denk an alles und an nichts,
    hat sich in meinem Kopf entsponnen
    ganz unerwartet ein Gedicht

  4. #4
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    Ja, das hast Du gut erspürt.
    Ich freue mich, daß ich Dich dazu anregen konnte/durfte, Dein Gedicht einzustellen.
    Auch wenn 15 Jahre vergangen sind - diese Trauer vergeht nie.

    Nochmals mitfühlenden Gruß
    von
    Barbarossa

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